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40 Jahre Christopher Street Day: Liebt, wen ihr wollt!

Wie sich der Playboy für die Rechte von Homosexuellen einsetzte

Liebt, wen ihr wollt - Christopher Street Day feiert 40-jähriges Jubiläum

Der Christopher Street Day feiert in Europa sein 40-jähriges Jubiläum. In Zürich fand 1978 der erste CSD auf dem europäischen Kontinent statt, neun Jahre nachdem es auf der Christopher Street in New York zu Prostesten gegen gewalttätige Polizei-Razzien in Kneipen mit trans- und homosexuellem Publikum gab. Playboy-Gründer Hugh Hefner setzte sich stets für die Rechte der Homosexuellen  im Kampf um die Gleichberechtigung ein. Auch sein Sohn Cooper Hefner äußerte sich bereits in vielen Interviews, Kolumnen und Tweets zu diesem wichtigen gesellschaftlichen Thema.

Der Christopher Street Day (CSD abgekürzt) erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village. An diesem Ort fand in den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 in der Bar Stonewall Inn der sogenannte "Stonewall-Aufstand" statt.

Dieser war die Folge der immer wieder gewaltsamen Razzien der Polizei in Kneipen mit trans- und homosexuellem Zielpublikum. Besonders betroffen von den Misshandlungen und der Willkür der Beamten waren Afroamerikaner und Menschen mit lateinamerikanischer Herkunft. Als sich an diesem Abend insbesondere Dragqueens, transsexuelle Latinas und Schwarze gegen die wiederkehrenden Kontrollen wehrten, war dies der Anfang tagelanger Straßenschlachten mit der New Yorker Polizei.

Christopher Street Day in New York, "Ein Zeichen gegen den Staatsmissbrauch"

Um des ersten Jahrestages des Aufstands zu gedenken, wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seitdem wird in New York am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Inzwischen ist daraus eine internationale Tradition geworden, im Sommer eine Demonstration für die Rechte von Schwulen und Lesben abzuhalten.

CSM in Europa, "Akzeptanz, mehr nicht"

Die Aktionen sogenannten LGBT-Community (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) finden bis heute statt. Auch im diesjährigen Sommer gibt es bereits seit Mai und noch bis September in 58 deutschen Städten ausgelassene Umzüge, mit denen die sexuelle Gleichberechtigung gefeiert und auch weiterhin gefordert wird.

Welche Rolle Playboy-Gründer Hugh Hefner als ein wichtiger Protagonist der sexuellen Revolution dabei spielt? Auch er trat vehement für die gesellschaftliche Akzeptanz gleichgeschlechtliche Liebe ein. Hier einige Beispiele:

1. Homo-Ehe

In seinem Editorial der September-Ausgabe des US-Playboy von 2012 schrieb Hugh Hefner: “Der Kampf für die Gleichgeschlechtlichen-Ehe ist in Wahrheit ein Kampf für die Rechte von uns allen. Ohne die Ehe zwischen Homosexuellen wären die Errungenschaften der sexuellen Revolution umsonst gewesen und wir würden in frühere, puritanische Zeiten zurückfallen.”

2. Sexuelles Experiment

Der Schriftsteller Stephen Watts schreibt in seinem Buch “Mr. Playboy - Hugh Hefner und der amerikanische Traum”: “Hefners sexuelle Experimentierfreude war so groß, dass er sogar einmal ein homosexuelles Erlebnis hatte.” Der Playboy-Gründer kommentierte die 2008 erschienenen Biografie so:  “Dies ist das kompetenteste Buch, das je über mich geschrieben wurde.

3. Sprachrohr Playboy

Oft gab Hugh Hefner prominenten Schriftstellern im Playboy ein Forum. Beispielsweise ließ er 1955 die Science-Fiction-Kurzgeschichte “The Crooked Man” von Charles Beaumont abdrucken. Darin geht es um eine Gesellschaft, in der Heterosexuelle von Homosexuellen unterdrückt werden. Nach der Veröffentlichung der Story gab es einige Proteste. Hefner konterte: “Es ist ein Unrecht, wenn Heterosexuelle in einer homosexuellen Gesellschaft verfolgt werden. Und das Umgekehrte ist genauso falsch."


Die freie Entscheidung eines einzelnen in diesen Dingen repräsentiert seiner Ansicht nach den Kampf für die Liberalisierung. Diese Werte sind der Kern seiner sechseinhalb Dekaden anhalten Karriere.

4. Das erste Transgender-Covermodel

Auch im deutschen Playboy lebt die liberale Haltung von Hugh Hefner, der im letzten Jahr verstorben ist, weiter. Prominentes Beispiel: Im Februar diesen Jahres gab es auf der Playboy-Titelseite zum ersten Mal das Foto eines Transgender-Models. Giuliana Farfalla zog zuvor schon bei “Germany's next Topmodel" alle Blicke auf sich.

Mit Giuliana Farfalla hatte der deutsche Playboy erstmals ein Transgender-Model auf dem Cover

5. Cooper Hefner über Männlichkeit und das Vermächtnis seines Vaters

Auch Hugh Hefners Sohn, Cooper Hefner, äußerste sich bereits mehrfach zu den Themen sexueller Gleichstellung und freier Sexualität. So schrieb er kurz nach der Beisetzung seines Vaters auf Instagram:

"Mein Vater hat einen großen Teil seines Lebens für das Recht gekämpft, so zu leben wie man möchte. Sein Einsatz in der Bürgerrechtsbewegung, für die LGBT-Gemeinschaft und die Gesundheitsversorgung, sind verknüpft mit seiner Philosophie, die Sexualität zu feiern." 

In einem Essay schrieb Cooper Hefner darüber, wie Männlichkeit in der Gegenwart definiert werden solle. Dabei kritisierte er auch unterschwellig den damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Trump. Man dürfe es nicht zulassen, die Definition Männlichkeit den "Pussy Grabbern" zu überlassen. Sexualität sollte so dargestellt werden, dass sie ein gewisses Maß an Selbstachtung, aber auch Respekt Respekt vor seinem Gegenüber mit sich bringt, so Hefner. Genauso sollten Männer akzeptiert werden, die entschieden haben außerhalb von konventionellen Grenzen und Geschlechterrollen zu leben.

Cooper Hefner

"In unserer Gesellschaft gelten Schwule oftmals als „unmännlich“. Diese Einschätzung, die unsere Kultur plagt, hat mit der überholten Interpretation und Akzeptanz von Männlichkeit zu tun. Denjenigen, die sich am extremen Ende des konservativen Spektrums wiederfinden, sei gesagt, dass Akzeptanz nicht mit Ermunterung gleichzusetzen ist. Es ist längst an der Zeit, dass Männer es sich erlauben, als Kollektiv die Männlichkeit weiterzuentwickeln. Genauso wie Frauen sich die Möglichkeit zugestehen, Weiblichkeit neu zu definieren."

Wer mehr über das politische Engagement des Playboy-Gründers wissen will,  dem sei der 2009 erschienenen Dokumentarfilm “Hugh Hefner - Playboy, Aktivist und Rebell” ans Herz gelegt.

 

Autor: Max Marquardt, Playboy
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