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Das perfekte Xing-Profil

So machen Sie beim Business-Networking nichts falsch

Das perfekte Xing-Profil

Über acht Millionen Mitglieder hat das Business-Netzwerk Xing inzwischen – und die connecten was das Zeug hält. Doch mit unpassenden Bildern und Angaben kann man im Social Network auch einiges falsch machen. Wir verraten Ihnen, was ein perfektes Xing-Profil ausmacht – und was gar nicht geht

Dazu haben wir mit Joachim Rumohr gesprochen. Der Mann ist Xing-Experte und gibt Seminare zu Deutschlands größtem und bekanntestem Business-Netzwerk. Er weiß, was man beachten sollte, wenn man über Xing neue Kontakte, Jobs oder Aufträge an Land ziehen möchte.

das Foto

„Das Profil ist wie ein Ladengeschäft mit einem Schaufenster und Beschriftung“, erklärt Rumohr. „Ich muss mich fragen: Was will ich mit diesem Laden erreichen? Welche Zielgruppe will ich ansprechen?“ Klar, dass das Foto, quasi als Warenauslage, besonders wichtig ist. Gar kein Bild einzustellen ist also keine Option. Ein semiprofessionelles Bild, ein Partyfoto oder ein Scan vom Personalausweis macht auch nicht wirklich einen positiven, qualifizierten Eindruck.

Was dagegen ein gutes Bild ausmacht? Für Xing-Experte Joachim Rumohr ist das Wichtigste: „Ein Foto muss mit dem Betrachter kommunizieren.“ Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: die Blickrichtung, die Schärfe des Bildes, die Größe und die Position des Kopfes und auch der Hintergrund. „Viele haben ein Bild, auf dem im Hintergrund fürchterlich viele Sachen sind. Das lenkt natürlich total von der Person selbst ab,“ so Rumohr.

Sein Tipp: Einen Profi engagieren, der auch tatsächlich Porträtfotograf ist – nicht etwa Landschafts- oder Hochzeitsfotograf. Sein Argument: Ein Aktfoto könne man ja auch nicht von jedem x-beliebigen Fotografen machen lassen – beim Profilfoto sei es dasselbe.

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der Firmenname

Firmennamen, die sich von selbst erklären, wie z. B. McDonalds oder BMW, können für sich stehen. Wer bei einem weniger bekannten Unternehmen oder als Freiberufler arbeitet und seinen eigenen Namen als Firmennamen angibt, der sollte eine erklärende Aussage zu seinem Arbeitsplatz hinzufügen. „Wenn jemand bei Xing auf einen Namen stößt, der ihm nichts sagt, klickt er normalerweise sofort weiter,“ ermahnt der Experte. „Der Firmenname muss einen Impuls setzen.“

das „Ich biete“-Feld

In diesem Feld sollte man nicht nur sich selbst beschreiben. „Die Leute haben oft überhaupt gar keine Idee, was sie hier reinschreiben sollen“, weiß Rumohr. Er empfiehlt Firmen deshalb, für ihre Mitarbeiter einen genauen Leitfaden rauszugeben. „Natürlich steht man als Angestellter auch für sich selbst bei Xing, aber eben auch für die Firma.“ So ist’s perfekt: Eine Kurzvorstellung in zwei bis drei ganzen Sätzen.

die „Über mich“-Seite

Wer glaubt, so viel bieten zu können, dass es nicht im begrenzten Raum des „Ich biete“-Feldes Platz findet, kann dort folgenden Verweis bringen: „Mehr dazu auf meiner „Über mich“-Seite“. Hier kann man Zusatzinfos, Bilder, Verlinkungen und auch die Kontaktdaten unterbringen.

das „Ich suche“-Feld

Wenn man auf der Suche nach einem neuen Job ist, kann man das genau hier hineinschreiben. Doch Joachim Rumohr warnt vor einem allzu inflationären Gebrauch der Floskel „Suche neue Herausforderungen!“ Denn wer sich in einem festen Arbeitsverhältnis befindet, der kann mit einer solchen Aussage in seinem Xing-Profil ganz schön auf die Schnauze fallen. Schließlich ist wahrscheinlich auch der Chef im Business-Netzwerk unterwegs – und der könnte das dann weniger lustig finden.

Ein kleiner Trick für alle, die es sich nicht mit ihrem Vorgesetzten verderben wollen, aber dennoch gefunden werden wollen: „Tragen Sie ins „Ich suche“-Feld ein, dass Sie eben keine neue Herausforderung suchen. Die Personaler finden einen dann trotzdem“, verrät Rumohr.

Ein weiterer Fauxpas: Die Angabe „Ich suche Kontakte.“ Viel zu unspezifisch. Der Xing-Experte spottet: „Kontakte wofür? Zum Tanzen gehen? Zum Skifahren?“

Persönliches/Interessen

Wie viel Privates sollte in einem Business-Profil auftauchen? Hat es hier überhaupt etwas verloren? Warum sollte es meinen Geschäftspartner interessieren, dass ich in meiner Freizeit gerne Modellhubschrauber bastle und Bierdeckel sammle? Joachim Rumohr hat hier eine einfache Faustregel: „Wenn Sie einen wildfremden Menschen auf der Straße treffen und der fragt Sie nach Ihren Hobbies, dann gibt es ein paar, die Sie ihm erzählen würden und andere eben nicht.“

Von der Strategie, Privates völlig aus seinem Xing-Profil rauszulassen, rät er dagegen entschieden ab: „Ich finde es sehr schön, wenn man beim virtuellen Profil auch ein bisschen den Menschen, der dahinter steckt, erkennen kann.“

die Berufserfahrung

Personaler empfehlen nur die letzten zehn Jahre detailliert aufzulisten – besonders Leuten, die bereits 20 oder 30 Jahre im Beruf sind. Sonst wird das Xing-Profil zu unübersichtlich. Weniger als zehn Einträge sind in Ordnung und lassen sich manchmal auch zusammenfassen, z. B. „Diverse Praktika bei...“ Tipp: Alle Angaben außer die aktuelle berufliche Station ohne Monatsangabe veröffentlichen, die Jahreszahlen reichen hier aus. Wenn ein Personalberater den Werdegang genauer wissen will, kann er immer noch den Lebenslauf anfordern.

der Premium-Account

Rund 92 Prozent der Xing-Mitglieder haben keinen. Braucht man trotzdem einen Premium-Account? Denn wenn man intensiv suchen will und auch mit anderen Mitglieder Kontakt aufnehmen will, stößt man beim Basis-Account auf zwei Grenzen: 1. Man kann nicht die detaillierte Suchfunktion verwenden. Zum Beispiel ist es nicht möglich, Gleichgesinnte zu finden, die als Interesse „Motorrad fahren“ eingegeben haben. 2. Man kann anderen Mitgliedern direkt keine Nachrichten schreiben, sondern muss über den Umweg „Kontakt hinzufügen“ gehen oder ins Gästebuch schreiben.

Wer diese beiden Funktionen nicht nutzt, braucht theoretisch auch keinen Premium-Account. „Die meisten Funktionen von Xing kennt leider sowieso niemand – das ist vergleichbar mit einem Schweizer Taschenmesser“, so der Xing-Experte.

die Kontaktdaten

Was viele nicht wissen: Die persönlichen Kontaktdaten, wie E-Mail-Adresse und Telefonnummer, müssen für jeden einzelnen Kontakt eigens freigegeben werden. Deshalb: Rechts bei den Einstellungen „Datenfreigabe bearbeiten“ anklicken und die Daten freischalten, die man freischalten will.

Anfragen von Unbekannten

Sollte man wirklich jede Kontaktanfrage bestätigen? Xing-Experte Joachim Rumohr selbst nimmt nur etwa ein Drittel der Anfragen an. Sein Tipp: „Rufen Sie beim Gros der Anfragen einfach an und besprechen Sie, worin für beiden Seiten der Vorteil eines bestätigten Kontaktes bestehen würde.“ So selektiert man sehr schnell den Kontaktsammler, der eigentlich gar nichts von einem persönlich will, von dem, der einen wirklich weiterbringen könnte. Bei plumpen Anmachen à la „Mir gefällt dein Bild so gut. Lass mich dein Kontakt sein!“ kann man auch mal ohne Nachfrage ablehnen, so Rumohr.

Autor: Angelika Zahn
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