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FC Schalke 04 gegen Borussia Dortmund

11 skurrile Fakten zum Revier-Derby

Der Pott kocht!

Am Samstag stehen sich zum 90. Mal in der Bundesliga der FC Schalke 04 und die Borussia aus Dortmund gegenüber. In diesem Duell geht es seit jeher um Leben und Tod – und noch viel mehr. Der Playboy macht Sie mit diesen elf kuriosen Geschichten aus fünf Jahrzehnten blau-gelber Missgunst für die kommenden 90 Minuten warm

1. Über den Wolken

Am letzten Spieltag der Saison 2006/2007 steht Schalke für kurze Zeit an der Spitze der Bundesligatabelle. Dass es aber nichts wird mit den Meisterträumen der Schalker Fans, damit hat man in Dortmund schon gerechnet. Dortmunder Fans charterten ein Flugzeug, das mit einem Banner über dem Schalker Stadion kreiste. Die Aufschrift: „Ein Leben lang keine Schale in der Hand.“ Sie sollten Recht behalten, zumindest für diesen Tag im Mai 2007. Stuttgart wurde Meister und Schalke war sich der Häme sicher. Expertentipp der Playboy-Redaktion: Mit der Meisterschaft für Schalke wird’s auch dieses Jahr etwas eng.

2. Scheiß Schalke!

Dass wir das mal schreiben dürfen... Im Schalker Trainingslager in Kleve im Jahr 2005 gesellte sich der damalige Trainer Mirko Slomka zu seiner Anhängerschaft. Unter ihnen ein schwarz-gelber Maulwurf, der, mit einem königsblauen Schal bewaffnet, Slomka um einen Schnappschuss bat. Dass dieses Bild heute zu den legendärsten Fanaktionen überhaupt gehört, hatte Übungsleiter Slomka damals noch nicht auf dem Schirm. Auf dem Schal eingestickt: ein Mittelfinger und die Aufschrift „Scheiß Schalke“. Darunter ein unwissender und freudig grinsender Mirko Slomka.

3. Who Let The Dogs Out?

Im Jahr 1969 war Schalke auf der Kampfbahn Rote Erde zu Gast. Einige übermütige Schalke-Fans stürmten nach dem 1:0-Führungstor den Rasen, worauf die Sicherheitskräfte sich gezwungen sahen, die Hunde loszulassen. Die schienen es aber weniger auf die Anhänger, sondern viel mehr auf die Schalker Spieler abgesehen zu haben. Durch beherzte Bisse in Bein und Po wurden die Schalker Gerd Neuser und Friedel Rausch jäh aus ihrem Jubel gerissen. Friedel Rausch konnte nach einer schnellen Tetanusspritze sogar noch weiterspielen, Neuser musste mit Lähmungserscheinungen im Oberschenkel raus. Beim Rückspiel waren beide aber längst wieder im Einsatz. Ebenso wie ein zahmer Löwe, der die Dortmunder zur Retourkutsche im Rückspiel auf den Platz eskortierte.

4. Eis, Eis, Baby

Im Revierderby 1970 gab es für den damaligen Schalker Torhüter Norbert Nigbur im ersten Durchgang einiges zu tun. Er verhinderte mehrfach eine Dortmunder Führung. Im zweiten Durchgang war allerdings ein Eisverkäufer der Einzige, der im Schalker Strafraum für Unruhe sorgte. Als Nigbur beschäftigungslos in seinem Sechzehner stand, wurde der Dortmunder Eismann bei ihm vorstellig und bot ihm drei Kugeln in der Waffel an. Und Nigbur griff zu, der Teufelskerl.

5. Derby bei Nacht und Nebel

6:2 für Schalke, acht Tore in einem Spiel. Zu sehen gab es trotzdem nichts, weder für Zuschauer noch für die Spieler. Dichter Nebel machte ein normales Fußballspiel unmöglich, die Spieler mussten sich teilweise beim Gegner über den Zwischenstand erkundigen. Der Schalker Lothar Emmerich, angeblich auch unter den Torschützen, sagte hinterher: „Wenn wir etwas gesehen hätten, hätten wir noch höher gewonnen.“

6. Schalkes Fleisch und Blut

Seit 2009 kommen im Dortmunder Signal-Iduna-Park die Würstchen der Paul Daut Fleischwaren GmbH und Co. KG auf den Grill. In der Saison 09/10 war das der wohl wichtigste Transfer für die Borussia – neben Innenverteidiger Mats Hummels. Zuvor wurden die schwarz-gelben Anhänger von der Firma Damhus verköstigt. Deren Hauptlieferant: die Wurstfabrik von Schalke-Boss Clemens Tönnies. Der einst in einem BILD-Interview über die Vorzüge des Dortmunder Stadions: „Die Stadionwurst schmeckt sehr lecker hier – ist ja auch mein Fleisch drin.“

7. Segnet, die euch fluchen (Mt. 5,44)

„Gemeinsam spielen wir in Gottes Team“. Unter diesem Motto treffen sich die zwei Fanclubs „Totale Offensive BVB“ und „Mit Gott auf Schalke“ zwei Tage vor dem Revierderby zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Gegen Gewalt und Randale, für Respekt und Toleranz. Ein bisschen Rivalität darf es aber offenbar auch im Hause Gottes geben: Die Mitglieder des Schalker Fanclubs läuten den Gottesdienst um 19.04 Uhr ein, die Dortmunder kommen fünf Minuten später dazu. Um 19.09 Uhr.

8. Letztes Tor entscheidet. Mit Fliege!

1997. BVB gegen S04. 90 Minuten sind um und Jens Lehmann macht einen Ausflug vom Tor der Schalker in den Dortmunder Strafraum. Der Ball fällt ihm auf den Kopf und rutscht ins Tor. Die erste Bude, die ein Torwart in der Bundesliga aus dem Spiel heraus macht. Und ein Tor, dass Dortmund bis heute noch wehtut. Lehmann, anschließend regelmäßiger Gast in den Alpträumen der Dortmunder Fans, tat zwei Jahre später das Unvorstellbare und wechselte zum BVB.

9. Dachschaden

In der Winterpause der Saison 2010/2011 litt das verschließbare Dach der Schalker Arena unter der schweren Schneelast. Um es zu befreien, stellte man Kletterer ein, die das weiße Zeug von den Dächern holen sollten. Bei den Einstellungsgesprächen vergaß man aber offensichtlich, sich nach der Vereinszugehörigkeit der Kletterer zu erkundigen. Wenig später gab es dann die große Genugtuung für die Anhängerschaft des BVB: Ein Dortmunder Kletterer hisste eine schwarz-gelbe Fahne auf dem Dach der Veltins-Arena. Gar nicht so lustig fanden das die Verantwortlichen von Königsblau, die den Mann umgehend wieder ausstellten. Als Belohnung boten etliche Dortmunder Kneipen Freibier für den Kletter-Helden.

10. Lügenfresse

Das 3:2 der Dortmunder im Dezember 1988 im Pokal gegen Schalke war eigentlich spektakulär genug, den größten Aufreger gab es aber nach dem Abpfiff: Frank Pagelsdorf verpasste einem BILD-Reporter eine Cola-Dusche, als „Dank“ für die schlechten Kritiken aus den Vorwochen. Dieser revanchierte sich umgehend mit zwei krachenden Kinnhaken. Kieferprellung und Gehirnerschütterung. In Zeiten von „Von-Spiel-zu-Spiel-denken-Interviews“ in den Mixedzones wäre eine solche Zweikampfführung mal wieder eine willkommene Abwechslung.

11. Dortmunder Poesiealbum

Peter Lustig hätte gesagt: „Klingt komisch, ist aber so.“ Schalke 04 war tatsächlich mal Deutscher Meister. 1934, im neu gestalteten Modus des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, bezwang man Nürnberg im Finale mit 2:1. Das machte den schwarz-gelben Nachbarn anscheinend derart stolz, dass sich die gesamte Schalker Meistermannschaft im goldenen Buch der Stadt Dortmund eintrug. Heute undenkbar.

Autor: Leopold Zaak
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