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Mein Schlitten & Ich: Der Traumwagen

Sebastian Back und sein Porsche 911 Cabrio

Der Traumwagen

Fotograf Sebastian Back schwärmte als kleiner Junge von zwei Autos. Jetzt besitzt er sie beide in einem: Mit dem Porsche 911 Cabrio fährt er den Wagen seiner Träume. In der Farbe seiner Träume.

Die schönste Kindheitserinnerung ist für mich ein Sommerausflug mit meinen Eltern. Ich war so etwa fünf, und wir fuhren in die Provence mit unserem Käfer Cabrio. Als wir ankamen, sahen unsere Haare aus, als hätten wir im Ikea-Ballparadies gespielt. Der „Elefantenfuß-Käfer“ (wegen der dicken Rücklampen) war knallrot und für mich das schönste Auto der Welt. Es war das Auto meines Vaters. Schon deshalb musste es das schönste Auto der Welt sein.

Bis wir Familie Le Fevre kennen lernten. Der Vater fuhr ein Porsche-Cabrio. Seine Tochter hieß Sophie und war ein Jahr älter als ich. Sie wollte mich immer küssen. Leider war Sophie nicht so schön. Aber dafür der Porsche. Wie er da so an der Cûte d’Azur stand und die Wolken in seinem schwarzen Lack tanzten - was für ein herrlicher Anblick. Ich kam ins Grübeln. Offenbar gab es doch noch schönere Autos als das schönste Auto der Welt.

Das Bild vom Strand hat sich mir ins Gedächtnis gebrannt. Heute bin ich selbst Unternehmer, und die Erinnerung an damals hat mich fast 40 Jahre lang nicht losgelassen. Letzten Sommer schließlich ist sie Realität geworden: Ich habe mir meinen ersten Porsche gekauft. Ein G-Modell, die schönste Bauform aller sieben Neunelfer-Generationen. Der Wagen ist original indischrot. Fuchsfelgen hat er natürlich auch, und die sind sogar noch schöner als die Schuhe meiner Mutter. Meine Mutter trug nie Fuchs.

Mein 911 kommt aus Japan. Es lohnt sich, dort nach Old- oder Youngtimern Ausschau zu halten. Denn Autos vom anderen Ende der Welt haben einige Vorteile: Zum einen fahren Japaner ihre Sportwagen nicht sehr viel, es sind für sie meist nur Dritt- oder Viertautos. Vor allem aber gibt es in Japan kein Streusalz auf den Straßen. Die Karosserien sind deshalb oft rostfrei. Das ist bei einem G-Modell nicht zu unterschätzen. Denn Ersatzbleche kosten hier ein Vermögen.

Für die Zulassung in Deutschland musste ich nur die Scheinwerfer und die Reifen wechseln. Außerdem war ein Mautleser für die Autobahn aufs Armaturenbrett geschraubt. Glück gehabt. Denn die Japaner verunstalten ihre Cockpits gern mit noch viel mehr Zusatzinstrumenten, Radarwarnern und respektablen Kinoausstattungen.

Mein Elfer hat nur 55.000 Kilometer auf der Uhr, ein Witz bei dem Motor. Denn der gilt als die beste Maschine, die Porsche je gebaut hat. Sie war die Basis für den Turbo, musste aber viel weniger leisten. Entsprechend robust und langlebig ist sie.

Mein Elfer ist ein Sportwagen nach altem Schrot und Korn. Es gibt keinen Schnickschnack und keinen überflüssigen Zierrat. Elektrisch arbeiten hier nur die Fensterheber und die Sitzverstellung. Sogar das Verdeck muss ich von Hand öffnen. So soll es sein. Doch weil er aus dem letzten Baujahr stammt, hat er bereits das knackig schaltende G50-Getriebe.

Seit ich den Porsche habe, denke ich immer an die Provence. Und an meine Eltern. An Sophie weniger.

Text: Sebastian Back 

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