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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Mein Schlitten & Ich

Peter Harm und sein VW Bus T2

Der Zufallskauf

800 D-Mark für einen Bulli? Wer halbwegs rechnen kann, weiß: Das ist kein schlechtes Geschäft. Mathematiklehrer Peter Harm kaufte den VW Bus T2 als Unfallwagen. Und zwar direkt am Unfallort. Jahrzehnte später baute er ihn komplett neu auf.

Der Bus war ein Zufallskauf. Und er wurde mir - allerdings ungeplant - vom Vorbesitzer fast bis vor die Haustür gefahren. Das war etwa 1990, und es kam so: Direkt vor meinen Augen baut ein VW-Bus einen Unfall. Der Fahrer kachelt quer über eine Verkehrsinsel und verbiegt dabei gründlich die Vorderachse. Ende der Reise. Ich halte sofort an, und weil dem Mann glücklicherweise nichts passiert ist, kann ich sofort mit den Kaufverhandlungen beginnen. Es dauert nicht lange, und wir sind uns handelseinig. 800 Deutsche Mark bar auf die Tatze, und der Bus war meiner. So kann man auch zu einem neuen Auto kommen . . .

Der Unfallfahrer wusste wohl gar nicht recht, wie ihm geschah. Doch das Geld kam ihm gelegen. Denn er befand sich auf der Fahrt in den Urlaub. Er fackelte nicht lange, packte kurzerhand noch an der Unfallstelle die Koffer aus dem Wagen und setzte die Reise in den Süden mit dem Zug fort. Ich wiederum besorgte einen Hänger und brachte den Bus in eine Halle. Dort habe ich dem Bulli dann erst mal ein bisschen Ruhe gegönnt. Eigentlich ganz schön viel Ruhe. Sein Unfalltrauma jedenfalls konnte der T2 gründlich auskurieren. Rund 20 Jahre gingen ins Land, ohne dass ich auch nur einen Handgriff an dem Bus getan hätte. Dann, im Sommer 2011, war es so weit. Ich habe den Bulli wieder aufgeweckt, die Achse gerichtet und erst mal TÜV gemacht. Einziger (geringer) Mangel, trotz langer Standzeit: „Schutzrohr für Elektroleitungen durchgerostet.“

Nachdem ich den Bus eine Weile gefahren hatte, packte mich der Ehrgeiz. Warum eigentlich nicht einen echten Hingucker daraus machen, einen optisch und technisch einwandfreien Bus - nicht museumsperfekt, aber doch in einem schönen Zustand zwei!

Gesagt, getan. So habe ich den VW- Bus komplett gestrippt, und ab ging es in die Sandstrahlkabine. Dies war am Ende auch die einzige Arbeit, die ich nicht selbst erledigt habe: Mechanik, Elektrik, Lack und Innenraum habe ich während vieler Ferienwochen erneuert oder restauriert. Die Polster haben neue Kokosmatten bekommen, die Holzteile einen neuen Schliff und einen frischen Anstrich. Der Teppich musste komplett erneuert werden, bei den Sitzbezügen reichten überraschenderweise Vollwäsche und Weichspüler.

Zuvor hatte ich diverse Bleche ersetzt, die vom Rost angefressen waren: Alle vier Wagenheberaufnahmen, Innen- und Außenschweller, Einstiege, Batterieboden und die Schiebetür waren fällig. Hier habe ich Original-VW-Teile verwendet, die es zum Glück für dieses Modell noch gibt. Aber einige Bleche musste ich auch selbst anfertigen.

Der Motor sollte auch auf langen Urlaubsfahrten nicht schlappmachen. Daher habe ich die 1,7-Liter-Maschine durch einen 2-Liter-Typ 4 ersetzt. Mit nunmehr 70 PS ist der Bulli ganz ordentlich unterwegs.

Die erste Fahrt ging nach Kroatien, gemütlich in zwei Tagen zum Segeln. Dieses Jahr ist eine Tour nach Holland und dann an der Nordseeküste entlang bis nach Husum geplant.

Die Inseln lasse ich aber aus - zumindest die Verkehrsinseln . . .

Text: Peter Harm 

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