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Die besten Alben 2015

Die Playboy Top 10 zum Jahresabschluss

Diese zehn Alben sollten Sie 2015 gehört haben

2015 war ein gutes Jahr für Musik, in dem die Genres immer mehr miteinander verflossen oder gleich neue aus der Taufe gehoben wurden. Umso schwerer fiel es uns, eine Auswahl zu treffen, aber hier ist sie nun: Unsere Liste der zehn besten Alben des Jahres 2015 

10. Deichkind – Niveau Weshalb Warum (Sultan Günther/Universal)

Ist das jetzt dadaistischer Quatsch, oder doch mit sozialkritischen Querverweisen gespickte Kunst? Wenn die „Leider geil“-Musikanten von Deichkind ein neues Album veröffentlichen, sind die Grundsatzfragen immer die gleichen. Auch “Niveau Weshalb Warum” schüttelt die Hörer und deren Gehirnzellen wieder kräftig durch: Mit ballernden EDM-Produktionen für die Multifunktsionshallen dieses Landes und jeder Menge schrägem Humor. Alles beim Alten, alles gut.

 

9. Boy – We Were Here (Grönland Records) 

Warum haben wir die beiden Schweizerinnen von Boy eigentlich dieses Jahr nicht auf der Pyramid Stage beim Glastonbury Festival gesehen? Das internationale Format dafür  haben die beiden auch auf ihrem zweiten Album bewiesen. Richtig, richtig guter Pop für gemütliche Abende mit der Liebsten und auch sonst. Ganz großer Anspieltipp: „New York“. 

 

8. Hot Chip – Why Make Sense? (Domino/GoodToGo)

Dem Albumtitel von Hot Chips sechsten Langspieler muss man eigentlich entgegensetzen, dass das hier total Sinn macht: Die Londoner haben wieder mal ein absolutes Hitgewitter abgeliefert, etwas anderes hätte man nicht erwartet. Hinzu kamen dieses Mal noch etwas mehr knarzige Videospiel-Synthies und teilweise geht es so funky zu, dass man sich an Daft Punks „Random Access Memories“ erinnert fühlt. 

 

7. Action Bronson – Mr. Wonderful (Atlantic / Vice)

Man merkt Action Bronson an, dass er mal Koch war. Okay, man sieht es ihm an. Aber neben seiner Körperfülle geben auch seine Texte zahlreiche Hinweise auf seine berufliche Vergangenheit. Bronsolino hat einfach verstanden, dass erst die richtigen Zutaten in der richtigen Menge ein gutes Gericht machen. Im Fall von „Mr. Wonderful“ sind das seine teils sympathisch-wirren, teils melancholischen Texte, verrührt mit Beats, die sich mal beim Jazz bedienen („A Light In  The Addict“), um dann wiederrum auf Stonerrock Bezug nehmen („Easy Rider“). Ein Album wie ein Film.

 

6. Blur – The Magic Whip (Parlophone)

Es hat 16 Jahre gedauert, bis die Blur-Originalbesetzung aus Damon Albarn, Alex James, Graham Coxon und Dave Rowntree wieder ein neues Album veröffentlicht hat. Natürlich auch nur, weil Gevatter Zufall half. Nachdem 2013 einige Konzerte der Asien-Tour abgesagt wurden, stopften die vier einen Berg Instrumente in ein viel zu kleines Studio in Hong Kong. Heraus kam „The Magic Whip“, das diese Enge wie ein Konzentrat wiederspiegelt: 26 Jahre Blur, Brit-Pop- und überhaupt Musikgeschichte auf einer Platte

 

5. Wanda – Bussi (Vertigo / Universal)

Marco Michael Wanda, der den Schnaps genauso schnell in die immer gleiche Lederjacke schwitzt, wie er ihn trinkt, war 2015 wahrscheinlich der begehrteste Mann an deutschen Universitäten. Von Gender-Study-Spaßallergikern, bis hin zu Jurastudenten mit Krauss-Maffei-Wegmann-Aktienportfolio konnten sich dieses Jahr alle auf ihn und seine Band einigen. Die Euphorie, die das Debutalbum „Amore“ 2014 auslöste, halte so sehr nach, dass es auch egal gewesen wäre, wenn auf „Bussi“ nur Wahlgesänge zu hören wären. Dem war nicht so – klar. Stattdessen gab es stadiontauglichen Austrorock von einer Band, die als eine der wenigen noch so etwas wie Rock’n’Roll in den deutschsprachigen Mainstream trägt. 

 

4. DJ Koze – DJ Kicks (!K7)

Kaum ein Produzent wird so universell für gut befunden und kaum einem scheint das so unfassbar egal zu sein wie Stefan Kozalla alias DJ Koze. Was anderen Produzenten ihre Hybris, ist dem Hamburger sein Humor. Und gerade weil er sich wenig um Konventionen zu scheren scheint, hat er eine der vielseitigsten Platten der letzten Jahre produziert. In seinen Beitrag zur „DJ Kicks“-Serie verbindet er Pop, House und HipHop mit seinem Fundus an ungehörter Weltmusik und schrägen Vocalsamples, unter anderem von William Schatner. Ein Album, zu dem man sich wunderbar ins Gras legen kann, um in den Himmel zu schauen und über das Universum nachzudenken.

 

3. D'Angelo and the Vanguard – Black Messiah (RCA)

Manche sagen D'Angelos letztes Album „Voodoo“ sei ein Klassiker des Soul. Andere sagen, es hätte die Grundlage für eine ganze Schar von Kitschbeladenen Platten geliefert. Einig waren sich alle nur darüber, dass es 14 Jahre später auch verdammt noch mal Zeit für ein neues Album wäre. „Black Messiah“, das D’Angelo überraschend als Reaktion auf die Proteste in St. Louis veröffentlichte, ist Avantgarde-Soul von der schönsten Sorte. Im alten R&B-Sinne besingt D’Angelo Schmerz und Schönheit zugleich. In Zeiten von rassistisch motivierter Polizeigewalt ist „Black Messiah“ nicht nur ein wütendes Statement, sondern auch eine Quelle der Hoffnung. Persönliche Themen durchwoben mit soziokulturellen Versatzstücken und politischen Querverweisen: Neben Kendrick Lamar hat das dieses Jahr kaum einer so gelungen vereint wie D’Angelo.

 

2. Jamie xx – In Colour (Young Turks)

Auf seinem ersten Soloalbum gewährt der „The xx“-Produzent einen Ausblick in die Zukunft des Pop. Mit seiner Musik hat der Londoner schon immer Gitarrenfans mit Bassjüngern versöhnt und fast auf „In Colour“  die britische Club-Musik der letzten 30 Jahre zusammen. Von der tiefen Breakbeat-Bassline des Openeers „Gosh“ samt Jungle-Radio-Referenzen bis zu den karibischen Steel-Drums auf „Obvs“. Minimalistisch und zugleich bombastisch: Dieses Album hat wie eine Droge gleichermaßen das Potential, dich in Melancholie oder Euphorie zu versetzen – je nach Ausgangsstimmung. Ein kompletter Soundtrack für die Partynacht, vom ersten Shot bis zum Afterparty-Hangover.

 

1. Kendrick Lamar – To Pimp A Butterfly (TDE/ Universal)

Es stimmt schon: Dieses Album ist unglaublich anstrengend – und unglaublich belohnend, wenn man sich einmal durchgearbeitet hat. Spoken Word trifft Rap trifft chaotischen Sound trifft hektische Rhythmen. Es ist ein Angriff auf die Hörgewohnheiten von Leuten, die den Rapper Kendrick Lamar womöglich erst später durch seine Zusammenarbeit mit Taylor Swift entdeckten. Aber auch auf diejenigen, die sein letztes Album „Good Kid, M.a.a.d. City“ bejubelten. Dass sich dieses Jahr trotzdem irgendwie jeder auf diese Platte einigen konnte, war kein Zufall. Denn gerade seine Sperrigkeit macht „To Pimp A Butterfly“ zu einem Album, das mehr ist, als der Hype verspricht. Kendrick Lamar schwingt und swingt darauf von Funk über Free Jazz und Gitarrengeschrammel zu Trap so locker und schlüssig durch die Genres, dass der Verdacht gar nicht erst entsteht, man habe sich hier irgendwem anbiedern wollen. Jamie xx mit anderen Mitteln. Ein Meisterwerk. 

Autor: Tim Geyer, Redakteur
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