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50 Shades of Hamlet

So versaut war William Shakespeare

Die versautesten Textstellen der Werke von Shakespeare

400 Jahre Shakespeare. Das sind 400 Jahre Hochkultur, Weltliteratur, englische Sprache vom Feinsten. Aber es ist auch – 400 Jahre Erotik, Verruchtheit und Obszönität. Zu Shakespears großem Jubliäum haben wir die versautesten Textstellen aus der klassischen Literatur ausgepackt

William Shakepeare war der größter Schriftsteller seiner Zeit. Niemand formulierte so abwechslungsreich (über 17.750 Wörter fasste sein Wortschatz), auf so unterschiedliche Art und Weise (von Hof- bis Gossensprache) und so erfolgreich (zwischen zwei und 4 MIlliarden Buchverkäufe bis heute). Doch er konnte auch anders: Wir decken Shakespeares verruchte Seite auf und zeigen die versautesten Textstellen aus seinem Werk.

1. ländliche angelegenheiten

Hamlet gehört zu den größten Werken von William Shakespeare. Doch wie Hamlet, der dänische Prinz, in dem Theaterstück bereits feststellt: "Es ist was faul im Staate Dänemark." Tatsächlich wird der Protagonist in der zweiten Szene des dritten Aktes sehr ... eindeutig.

Hamlet: Lady, shall I lie in your lap?
Ophelia: No, my lord.
Hamlet: I mean, my head upon your lap?
Ophelia: Ay, my lord.
Hamlet: Do you think I meant country matters?
Ophelia: I think nothing, my lord.

Hamlet trifft auf seine Angebetete Ophelia und fragt sie, ob er seinen Kopf in ihren Schoß legen dürfe. Als diese schließlich doch einwilligt, fragt er, ob sie geglaubt hätte, er spreche von "Ländlichen Angelegenheiten". Um diese unanständige Anspielung zu verstehen, empfiehlt sich ein Ausflug in die Reglements des amerikanischen Fernsehens. Diese sehen eine Liste mit sieben verbotenen Wörtern vor. Darin ist unter anderem das Wort "cunt" enthalten – ein obszönes englisches Wort für das primäre Geschlechtsorgan der Frau (reimt sich im Deutschen auf Glotze). Betont man in der Aussage Hamlets im Englischen das Wort country auf der ersten Silbe, versteht man sogleich, dass es Hamlet um etwas anderes ging, als mit Ophelia über ländliche Angelegenheiten zu diskutieren.

2. nicht nichts

Shakespeare war ein Meister darin, seine obszönen Anspielungen hinter der englischen Sprache zu verstecken. Im gleichen Dialog mit Ophelia und Hamlet setzt er noch einen oben drauf:

Hamlet: That’s a fair thought to lie between maids‘ legs.
Ophelia: What is, my lord?
Hamlet: Nothing.

Um die Doppeldeutigkeit zu verstehen, muss man auch hier die Betonung leicht abwandeln. Ist sie schon für englische Muttersprachler schwierig zu erkennen, so hat man mit der deutschen Übersetzung überhaupt keine Chance. Hamlet schwelgt in Gedanken darüber, wie es sei, zwischen den Beinen einer Frau zu liegen. Auf Nachfrage Ophelias antwortet der: "Nothing". "Nichts". Aber auch hier verbirgt sich eine Anspielung: in der damaligen Zeit war das Wort "no thing" ein ähnlich verpönter Begriff wie "cunt" – mit der gleichen Bedeutung. Mit der richtigen Betonung wird aus dem "Hamlet" eine Art "Feuchtgebiete" der Frühzeit – nur in bestem Englisch.

3. Sauerei auf der bounty

Romeo und Julia, das berühmteste Werk Shakespeares. Mit Verona erlangte dadurch eine ganze Stadt Berühmtheit, Generationen von Regisseuren verfilmten den Stoff tausende Male neu. Wer kann die Balkonszene nicht auswenig vorseufzen? In der deutschen Übersetzung ist das Werk ein Symbol für Liebe und Romantik – doch Shakespeare wäre nicht Shakespeare, wenn er nicht auch hier oft unter der Gürtellinie formuliert. In der deutschen Übersetzung spricht Julia davon, dass ihre Großzügigkeit unendlich sei, sowie das Meer. Im Englischen klingt das so:

Julia: My bounty ist as boundless as the sea

Doch mit bounty will Shakespeare auf keinen Fall zeigen, wie großzügig Julia ist: Es geht einzig und allein um ihre sexuelle Freizügigkeit. Als Romeo sie später darum bittet, nicht mehr an die Mondgöttin zu glauben, verlangt er nichts weniger von ihr, ihre Keuschheit abzulegen.

Shakespeare wurde damals wie heute – oftmals auch bewusst aus Schamgefühl – missverstanden. Wie das früher ausgesehen haben könnte zeigt diese Szene aus der Serie ZDF Sketch History

Autor: Leopold Zaak
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