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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Playboy Racing Team

Playboy und Peugeot gehen gemeinsam auf die Piste

Doppelpower am Steuer

Bei der Deutschen Rallye-Meisterschaft gehen Peugeot und Playboy erstmals gemeinsam an den Start: mit dem deutsch-belgischen Duo Christian Riedemann und Lara Vanneste

Jungfräulich weiß ist der Peugeot nur bis zum Start. Als Christian Riedemann Gas gibt, die 280 PS auf die nasse Straße loslässt und mit Vollstoff auf die erste Kurve zurast, ist es mit der Jungfräulichkeit schon vorbei: überall Dreckspritzer. Nur der Playboy-Hase am Kotflügel hat noch nichts abgekriegt. 

Eine Wertungsprüfung der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) hat mit herkömmlichem Autofahren so viel zu tun wie ein Bolzplatzkick mit dem Champions-League-Finale. Von der Bauweise sind die Autos näher an der Normalität als Formel-1-Boliden, aber was Rallye-Piloten auf abgesperrten Straßen veranstalten, ist nicht zur Nachahmung empfohlen. Seit den 70er-Jahren wird in verschiedenen DRM-Wertungsprüfungen und auf unterschiedlichen Untergründen der Deutsche Rallye-Meister ermittelt – dieses Jahr in zehn Läufen, die im Gegensatz zur Rallye-WM nur in Deutschland ausgetragen werden.

"Playboy – ist das nicht cool?!"

Der Peugeot 208 T16 R5 startet dabei in der leistungsstärksten von sechs Klassen – und das erstmals mit Playboy als Partner. „Ist das nicht cool?!“ So reagierte Christian Riedemanns Beifahrerin Lara Vanneste auf das Bunny-Logo am Wagen. Sie sei „superstolz, eine Marke wie Playboy auf dem Auto zu haben“.

30 Jahre nach dem Titelgewinn der legendären Michèle Mouton ist Peugeot mit Playboy wieder in die DRM eingestiegen. Und zwar mit einem Team, das von Kindesbeinen an auf Speed ist. Beim 28-jährigen Fahrer Christian Riedemann ist Papa Jürgen daran schuld. Der fährt bis in die 80er-Jahre hinein noch selbst Rennen, als Co-Pilot. Als Christian zur Welt kommt, hört er zwar auf, stellt dem Junior aber schon mit vier eine Motocross-Maschine unter den Christbaum. „Ich konnte noch nicht mal ohne Stützräder Rad fahren“, erinnert sich Riedemann.

Papa als Beifahrer? Zu schwer...

Aber wer in Sulingen auf dem Land zwischen Bremen und Hannover aufwächst, kachelt schon als Knirps über Feldwege. Mit fünf kommt er an die Pedale des Karts ran, fährt Rennen für den Motorsportverein, der auch eine Rallye veranstaltet, macht mit 17 den Führerschein und bestreitet seine erste Rallye – mit Papa als Beifahrer. Doch weil auch im Rallye-Sport jedes Kilo zählt, macht der Vater bald Platz für jemanden, der leichter ist: Lara Vanneste.

Bei einer Sichtung in Toulouse lernen die 26-Jährige und Riedemann sich kennen. „Am Anfang mochte ich ihn nicht so“, sagt sie. Doch ein Ausflug zur Rallye Catalunya samt Pool-Party bricht das Eis. „Danach ging’s“, sagt Lara. Auch ihr Vater ist Rallye-Fan. Schon mit fünf geht sie mit zu den Rennen, feuert Landsmann Bernard Munster an. Mit 14 lernt sie Munster persönlich kennen – und beeindruckt ihn: „Ich war eine Rallye-Enzyklopädie, wusste alles!“ Im Jahr darauf gehört sie zu Munsters Team, als Point-stop-Girl, das die Zeiten addiert. Sie lernt, wie man den Aufschrieb macht, das „Gebetbuch“ der Fahrer.

Und sie lernt Melissa Debackere kennen: „Die hatte keinen Bock mehr, mit Männern zu fahren: ‚Die wissen immer alles besser!‘, schimpfte sie. Ihr Geschenk zu meinem 18. Geburtstag war: ‚Komm, wir fahren Rallye zusammen!‘ Mit einem World Rally Car! Startnummer 1! Im Schnee! Normal musst du für eine Lizenz sechs Ergebnisse vorweisen oder einen Lehrgang machen. Melissa sagte zum Verband: ‚Mir egal. Lara braucht eine Lizenz!‘“ Lara bekommt sie und wird mit Melissa 2009 belgischer Vize-Meister. Nun geht sie in ihre neunte Saison. Mit Christian, dem Industriemechaniker, im Playboy-Peugeot.

Rasend schneller Deutschunterricht

Lange ist es nicht her, da unterhielten sich Christian und Lara noch zweisprachig: deutsch bei der Arbeit, englisch in der Freizeit. Lara sagt: „Er wollte englisch reden, und mein Deutsch war noch nicht gut genug.“ Im Auto führte das zu spannenden Momenten. „Wenn sie zum Beispiel ,Kuppe‘ sagt, klingt das halt anders als gewohnt“, sagt Riedemann. Was hat sie da gerade gesagt? Dumm, dass er als Fahrer keine Zeit hat nachzufragen. In Sekundenbruchteilen muss er entscheiden, wie schnell er über die Kuppe donnern soll. „Mittlerweile ist ihr Deutsch aber fast perfekt“, sagt Riedemann. Was sich auch im Ergebnis niederschlägt: Beim ersten Lauf der DRM belegte das Playboy-Duo Platz vier.

Autor: Thomas Becker
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