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Wer war Jack the Ripper?

Bis heute weiß man nicht, wer tatsächlich hinter den Londoner Prostituiertenmorden steckt

Wer war Jack the Ripper?

Kaum ein Verbrecher hat Kriminologen und Detektive aus aller Welt so beschäftigt wie Jack the Ripper. Bis heute weiß man nicht, wer tatsächlich hinter den Londoner Prostituiertenmorden am Ende des 19. Jahrhunderts steckt. Doch es gibt einige heiße Spuren. Der Berater hat sie untersucht.

Zwischen Spätsommer und Herbst 1888 wurde das Londoner East End von einer Mordserie erschüttert: Fünf Gelegenheitsprostituierte wurden im Stadtteil Whitechapel bestialisch ermordet. Die Damen wurden jedes Mal erwürgt, danach aufgeschlitzt und dann zerstückelt. Der Täter: Jack the Ripper. Diesen Namen gab dem Verbrecher jedoch nicht die Polizei. Es war die Unterschrift eines der vielen Briefe an Polizei und Presse, in dem sich jemand der Taten selbst bezichtigte. Mutmaßlich gab es noch mindestens ein Dutzend weitere Opfer, die jedoch nicht mit Sicherheit Jack the Ripper zugeordnet werden konnten: London war zu dieser Zeit eine enorm unsichere Stadt, Frauen unterer Schichten behandelte man dort nicht besonders gut. Scotland Yard beschäftigte sich über Jahrzehnte mit dem Fall. Auch zahllose Literaten und Hobbydetektive versuchten, den Urheber dieser Morde zu finden. Bis heute.

Jack the Ripper: viele Verdächtige, doch keine Beweise

Mögliche Täter gibt es einige. Darunter einige, von deren Täterschaft die Londoner Polizei absolut überzeugt war – beweisen konnten man es jedoch nie: etwa der polnische Jude Aaron Kosminski, der wohl geistig gestört war und in einer Irrenanstalt landete. In seinem Fall vermutet man, dass ihn möglicherweise Antisemitismus zum Verdächtigen abstempelte. Dann wurde der Lehrer und Anwalt Montague John Druitt eine Zeit lang für den Täter gehalten - doch Druitt war homosexuell. Er beging später Suizid, vermutlich wegen dem psychischen Druck der Verhöre. Verdächtigt wurde auch der Exilrusse Michael Ostrog, eine schillernde Figur: Eigentlich Arzt, schlug der Mann sich als Dieb und Betrüger durch. Ostrog fiel wegen Gewaltdeliken auf und saß auch schon im Gefängnis. Ebenfalls als Arzt (jedoch war er in Wirklichkeit keiner) trat der Amerikaner Francis J. Tumblety auf: Zeitgleich mit den Ripper-Morden fiel er wegen obszöner Handlungen auf. Nach seiner Verhaftung kam er gegen Kaution frei und flüchtete zurück in die USA. Lange Zeit wurden die Untaten auch dem später verurteilten Mörder George Chapman zugeschrieben, der 1903 wegen anderer Tötungsdelikte hingerichtet wurde.

War Jack the Ripper in Wahrheit eine Frau?

Doch was wusste man schon von dem Täter? Er musste seinen Opfern zumindest körperlich überlegen sein. Gewisse anatomische Kenntnis hatte er wohl auch, da er die Leichen fachmännisch zerlegte: vielleicht ein Arzt, Metzger oder Kürschner? Im Stadtteil Whitechapel dürfte er sich auch gut ausgekannt haben. Nach Zeugenaussagen wurde von der Polizei schließlich ein Phantombild erstellt: etwa 25 bis 35 Jahre alt, ein Schnurrbart, hohe Stirn, dunkle Haare. Profiler unserer Tage führten daraufhin einen weiteren Verdächtigen ins Feld: Robert Mann, tätig im Leichenschauhaus von Whitechapel. Doch 2006 untersuchten Erbgut-Wissenschaftler die alten Bekennerbriefe: Aufgrund von DNA-Spuren wollen sie nicht ausschließen, dass Jack the Ripper eine Frau war. Statt Lustmord interne brutale Abrechnungen im Milieu?

Über 100 Jahre später sucht man immer noch nach Jack the Ripper

Sehr viel später - nämlich 1993 - tauchte eine weitere heiße Spur auf. Man fand die Tagebücher des Londoner Geschäftsmanns James Maybrick. Diese wiesen den Mann – der übrigens von seiner Frau später vergiftet wurde – sehr deutlich als Täter aus. Doch sehr bald bezweifelten Fachleute, dass die Tagebücher echt waren. Der Finder gab sogar unter Eid zu, sie gefälscht zu haben. Sagte er die Wahrheit? Ebenfalls ein später entdeckter potenzieller Jack the Ripper war der Deutsche Walter Sickert: Die US-Autorin Patricia Cornwell hatte lange recherchiert, mit modernsten Mitteln gearbeitet und auch keine Kosten gescheut: 2002 präsentierte sie den Maler Sickert als Täter. Dieser hatte nämlich in seinen Bildern verblüffend authentische Details der Tatorte in seinen Zeichnungen verarbeitet. Die er eigentlich nicht kennen konnte. Auch wurde auf einer Notiz an einem Mordschauplatz Sickerts Schrift identifiziert. Sein mögliches Motiv: Sickerts Penis war deformiert, er war impotent - und soll so einen Hass auf Frauen entwickelt haben. Sickert lebte übrigens in Whitechapel noch bis 1942.

Jack the Ripper – möglicherweise ein Royal

Cornwells Sickert-Theorie wird von Scotland Yard bis heute abgelehnt, jedoch von einigen Wissenschaftlern als „sehr wahrscheinlich" bezeichnet. Doch es gibt noch ein paar weitere interessante Herren, denen man die Ripper-Morde zuschrieb: dem Schriftsteller Lewis Caroll („Alice im Wunderland") oder sogar Prinz Albert Victor, Sohn des späteren Königs Edward VII. Der Adelige (der übrigens unserem Kaiser Wilhelm II sehr ähnlich sah) hatte eine Schwäche für Bordell-Besuche, wurde auch mindestens einmal von Prostituierten erpresst. Er starb später an der Syphilis, die er sich wohl bei einer Hure geholt hatte. Motiv genug? Diese Theorie würde zumindest den Misserfolg der Polizei erklären. Andere Verschwörungstheoretiker vermuten hinter Jack the Ripper einen Komplott der Freimaurer. Und so weiß man selbst 130 Jahre noch nicht sicher, wer der Meuchelmörder war. Eines ist jedoch klar: Jack the Ripper bietet noch genügend Stoff für Bücher, Filme und Songs - mörderisch viel.

Autor: Klaus Mergel
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