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Coca-Cola und Kokain

Enthielt das Getränk früher tatsächlich Koks?

Enthielt Coca-Cola früher Kokain?

Es ist ein uraltes Gerücht, fast so alt wie die braune Brause selbst: In Coca-Cola soll einst die Wachmacherdroge Kokain enthalten gewesen sein. Was ist dran an diesem Mythos?

Jeder hat von diesem Gerücht schon einmal gehört. Es liegt ja auch nahe: Allein der Name (Coke ist der umgangssprachliche Name von Cola, aber auch von Kokain) und die allgemein bekannte belebende Wirkung der berühmtesten Brause der Welt deuten darauf hin. Doch die Coca-Cola Company bestreitet bis heute, dass Kokain je in ihrem Produkt enthalten gewesen sei.

Coca-Cola wurde zuerst als Medizin verkauft

Es gibt jedoch einige Hinweise, die auf einen gewissen Wahrheitgehalt hindeuten. Denn John S. Pemberton, der Erfinder von Coca-Cola (abgeleitet von Coca-Blatt und Colanuss), hatte das Produkt nicht als Erfrischungsgetränk, sondern als Heilmittel konzipiert und auch als solches beworben. Es sollte gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Depressionen, Impotenz und Erschöpfungszustände helfen.

Nicht zu vergessen: Im 19. Jahrhundert war der Umgang mit Drogen unbekümmerter als heute. Opium war als Laudanumtinktur schon lange ein beliebtes Beruhigungsmittel, ebenso wurde Heroin von der Firma Bayer als Schlaf- und Schmerzmittel vertrieben.

Dass auch viele US-Lebensmittelhersteller ihren Produkten Drogen beifügten, kann durchaus gemutmaßt werden. Immerhin wurde dies 1903 mit dem Pure Food and Drug Act explizit verboten. 1914 untersagte die US-Regierung zudem den Zusatz von Kokain zu rezeptfreien Arzneimitteln.

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Es waren tatsächlich mal Kokablätter in Coca-Cola

Ein weiterer Hinweis für Kokain in Coca-Cola: In Pempertons Originalrezept war tatsächlich ein Extrakt aus Kokablättern enthalten. Ob diese entkokainisiert waren (wie es in späteren Rezepturen der Fall war), ist nicht mehr festzustellen. Für den österreichischen Pharmazeuten Wilhelm Fleischhacker scheint der Fall jedoch klar. 2006 publizierte er, dass um 1885 bereits 200 Berichte über Kokainvergiftungen bekannt waren. 

Fleischhackers Ansicht nach enthielt ein Liter Coca-Cola bis 1903 etwa 250 Milligramm Kokain. Das entspricht etwa zehn Rauscheinheiten.

Heute ist in Coca-Cola vor allem eines: Zucker

Die Coca-Cola von heute enthält aber auf keinen Fall mehr Kokain. Die Brause wird auch eher als fröhliches Freizeitgetränk für die ganze Familie vermarktet. Und obwohl das Originalrezept strengstens gehütet wird, ist relativ sicher, dass auch entkokainisierte Kokablättern nicht mehr darin enthalten sind. 

Wohl aber in anderen Colas: 2009 untersagten die Lebensmittelaufsichten von Hessen und Nordrhein-Westfalen eine zeitlang den Verkauf der Red Bull Cola. Die Prüfer hatten tatsächlich Spuren von Kokain darin gefunden. 

Coca-Cola ist also frei von Koks. Verbraucherschützer kritisieren das Getränk eher wegen einer anderen Zutat, die in ungesundem Maße darin enthalten ist: Zucker.

Autor: Klaus Mergel
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