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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Festivalguide 2016

Welches passt zu Ihnen?

Fester feiern

Nirgends ist der Sommer in Deutschland heißer: sieben Festivals zum Toben, Tanzen und Trinken mit den schönsten Frauen und den besten Bands. Der Playboy-Guide für die Saison der großen Sausen unter freiem Himmel

MELT! - FÜR AUSDAUERSPORTLER

Auf dem ehemaligen Tagebaugelände Ferropolis in Sachsen-Anhalt spielen auf mehreren Bühnen Indie- und Electro-Acts, die so hip sind, dass sie wahrscheinlich noch nicht mal ein Album draußen haben. Die Kulisse besteht aus riesigen Kohlebaggern, die in der Dämmerung von den Reflexionen einer gewaltigen Disco-Kugel angestrahlt werden. Apropos
Baggern: Auf dem Melt!-Festival findet sich bundesweit die größte Ansammlung hübscher Neo-Hippie-Mädchen. Die Nähe zu Berlin sorgt zusätzlich für einen konstanten Strom an Clubgängern, die mal wieder nicht ins „Berghain“ reingekommen sind, aber trotzdem noch ein bisschen tanzen wollen. In Ferropolis ist das kein Problem. Hier wird auch nachts ununterbrochen gefeiert. Deshalb sollte man vorzugsweise danach eine Woche Urlaub einplanen.

WANN UND WO: 15.-17. Juli, Ferropolis bei Gräfenhainichen, www.meltfestival.de.
MUSIK: Electro, HipHop, Indie
BESUCHER: ca. 20.000
BANDS: Deichkind, DJ Koze, Disclosure, Jean-Michel Jarre, Tame Impala, Jamie xx . . .
DAVOR LESEN: „Panikherz“ von Benjamin von Stuckrad-Barre (Kiepenheuer & Witsch, 22,99 Euro)

REEPERBAHN FESTIVAL - FÜR INSIDER

Zu wissen, wie ein Strip-Club von innen aussieht, ist etwas, womit man normalerweise nicht prahlt. Außer man war beim Reeperbahn-Festival. Denn hier finden die insgesamt rund 700 Veranstaltungen mitten in Hamburger Clubs, Bars, Plattenläden oder eben dort statt, wo normalerweise zerknüllte Geldscheine in knappe Höschen wandern. Daneben ist das
Reeperbahn-Festival so etwas wie das alljährliche Klassentreffen der deutschen Musikindustrie, die auf vielen Bühnen ihre neuen, noch unbekannten Künstler präsentiert und die Massen mit Freibier abfüllt. Selbst ohne Ticket lohnt sich also die Anreise.

WANN UND WO: 21.-24. September, Hamburg Reeperbahn, www.reeperbahnfestival.de.
MUSIK: Indie, Folk, elektronische Musik, HipHop
BESUCHER: ca. 32.000
BANDS: tba
DAVOR LESEN: „So was von da“ von Tino Hanekamp (KiWi Taschenbuch, 9,99 Euro)

NATURE ONE - FÜR RAVER

Sie vermissen die Neunziger? Wir auch manchmal. Und wenn es besonders schlimm wird, fahren wir zur Nature One. Denn dort legen immer noch die DJs von damals auf, und auch die psychedelischen Licht-Shows erinnern an das große Jahrzehnt von Trance und House. In diesem Paralleluniversum werden bei eisgekühlten MDMA-Bowlen die letzten Ibiza-Urlaube besprochen oder einfach nur von Freitag bis Sonntag wildfremde Leute umarmt. Wer nichts dagegen hat, tagelang überwiegend minimal bekleidet rumzulaufen und zwischenmenschlichen Experimenten nicht abgeneigt ist, wird hier die
Zeit seines Lebens haben.

WANN UND WO: 5.-7. August, Raketenbasis Pydna, Kastellaun/Hunsrück, www.nature-one.de.
MUSIK: Techno, House, Trance, EDM
BESUCHER: ca. 65.000
BANDS: Sven Väth, Paul van Dyk, Moonbootica, Robin Schulz . . .
DAVOR LESEN: „Raven wegen Deutschland“ von Torsun und Kulla (Ventil, 12,90 Euro)

ROCK IM PARK - FÜR TRINKFESTE

Das Grundkonzept ist so simpel wie erfolgreich: Die bekanntesten Bandsder Welt spielen auf einer der größten Bühnen Deutschlands. Und wenn sie damit fertig sind, machen sie auf dem Schwesterfestival Rock am Ring am selben Wochenende das Gleiche noch mal. Dass dadurch gefühlt immer wieder die zehn selben Bands über die Hauptbühne rotieren - geschenkt.
Wichtiger ist das Gesamterlebnis, das für viele Besucher nach einem Ausflug zur festivaleigenen Tattoo- und Piercingbude unvergesslich wird. Neben dem Motto Nummer eins, Biertrinken, lautet die zweitwichtigste Festival- Losung: Noch mehr Bier trinken! Dazu kann man sich vor Ort Kühlschränke mieten oder die Kaltgetränke direkt ans eigene Zelt liefern lassen.

WANN UND WO: 3.-5. Juni, Zeppelinfeld Nürnberg, www.rock-im-park.com.
MUSIK: Rock, Pop, Indie, Alternative, Electro, HipHop.
BESUCHER: ca. 75.000.
BANDS: Korn, Black Sabbath, Fettes Brot, The BossHoss . . .
DAVOR LESEN: „Lemmy - White Line Fever“ von Lemmy Kilmister (Heyne, 9,99 Euro)
 

 

SPLASH! - FÜR TIEFENENTSPANNTE

Das Splash! ist so was wie eine alljährliche Bestandsaufnahme der deutschen HipHop-Szene und war deshalb früher eine reine Männerveranstaltung. Das hat sich zum Glück geändert, seit Künstler wie Casper, Marteria und Cro den Rap einer breiteren Masse geöffnet haben. Heute ist das Geschlechterverhältnis so ausgeglichen wie die Psyche der kiffenden Besucher. Diese bestehen zu zwei Dritteln aus Normalsterblichen und zu einem Drittel aus Leuten, die entweder selbst
Musiker, Musikjournalisten sind oder sonst irgendwie in der Musikindustrie tätig. Und wem’s gefällt, der bleibt einfach da. Das
Melt! findet eine Woche später an gleicher Stelle statt.

WANN UND WO: 8.-10. Juli, Ferropolis bei Gräfenhainichen, www.splash-festival.de.
MUSIK: HipHop
BESUCHER: ca. 20.000
BANDS: Action Bronson, Mac Miller, The Roots, Beginner, Haftbefehl, Wiz Khalifa, SSIO . . .
DAVOR LESEN: „Hip Hop Family Tree Box Set“ von Ed Piskor (Fantagraphics, 49,95 Euro)

 

WACKEN - FÜR HARTGESOTTENE

Headbanger aller Nationen vereinigen sich in der 1800-Seelen-Gemeinde Wacken beim weltgrößten Metal-Festival. Auf acht Bühnen treten rund 120 Bands auf, allen voran die Kapelle der örtlichen Feuerwehr, die zur Eröffnung verschiedene Metal-Songs intoniert. Und wenn die schweiß- und biergetränkten Körper vom Inferno der Liveshows allzu aufgeheizt sind,
sorgt jedes Jahr zuverlässig ein sintflutartiger Regenschauer für Abkühlung. Dann verwandelt sich der Acker in eine Schlammgrube, die einem mittelalterlichen Schlachtfeld in nichts nachsteht. Weibliche Fans nutzen den Modder gern für eine Schönheitsmaske auf freiem Oberkörper. Allgemeiner Dresscode: schulterlange Haare, Gasmasken, Wikinger-Helme,
schwere Ketten an der Lederkutte. Aber das Publikum ist tolerant.

WANN UND WO: 4.-6. August. Wacken, Schleswig-Holstein, www.wacken.com.
MUSIK: Metal, Hardrock, Mittelaltermusik. BESUCHER: ca. 85.000.
BANDS: Whitesnake, Iron Maiden, Twisted Sister, Saxon, Marduk, Deez Nuts...
DAVOR LESEN: „Draußen (über)leben“ von Bear Grylls (Plassen, 19,90 Euro)
 

 

LOLLAPALOOZA - FÜR DIE FAMILIE

Das in den USA geborene Festival war in den Neunzigern das, was Woodstock für die Hippies der Sechziger war: die größte Party des Jahrzehnts. Gut, dass es das Lollapalooza immer noch gibt und es dieses Jahr auch wieder in Deutschland gastiert. Mitten in Berlin bietet es neben den Shows auf der Hauptbühne, einer Open-Air-Galerie und vielen Performance-Künstlern mit dem Kidzapalooza auch ein Kinder-Festival im Festival. Dort kann man die Kleinen abgeben, um sich mit Prenzlauer-Berg-Muttis in Ruhe über ihre Lieblings-Yogapositionen auszutauschen.

WANN UND WO: 10.-11. September, Treptower Park, Berlin, www.lollapaloozade.com.
MUSIK: Pop, Indie, Alternative, HipHop, Electro
BESUCHER: ca. 45.000
BANDS: Radiohead, Paul Kalkbrenner, Kings of Leon...
DAVOR LESEN: „Woodstock: Die Chronik“ von Mike Evans und Paul Kingsbury (Collection Rolf Heyne, 49,99 Euro)

 

FESTIVAL AUSVERKAUFT - NA UND? SO KOMMEN SIE DOCH NOCH REIN

GEWINNSPIELE: Viele Blogs verlosen einige Wochen vorab noch Tickets. Dazu sollte man Seiten beobachten, die sich mit der gleichen Musik beschäftigen wie die Festival-Macher. Je unbekannter das Blog, desto höher die Gewinnchancen.

VIP-TICKETS: Die meisten Festivals bieten inzwischen exklusive Karten an, mit denen man Zugang zu speziellen
Zuschauertribünen oder zu den Backstage-Bereichen erhält. Weil die Nachfrage auf Grund der hohen Preise oft gering ist, sind die Chancen auf eines dieser Tickets höher.

VOR ORT: Festivalbesucher, die kurzfristig ihre Tickets loswerden müssen, machen das oft direkt am Einlass. Bevor Sie eines dieser Tickets kaufen, sollten Sie sich aber von anderen Besuchern ein Original zeigen lassen, um Fälschungen auszuschließen.

NÄCHSTES JAHR: Wer weiß, dass er 2017 wiederkommen will, sollte ab Spätherbst 2016 die Website des entsprechenden Festivals beobachten. Und dann ganz schnell zuschlagen, sobald der Ticketverkauf losgeht.

Autor: Tim Geyer, Redakteur
Die hübscheste Frau der Party - Darum lohnt es sich, sie anzusprechen
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