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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Mein Schlitten & Ich

Jens Schönrock und sein Ford Mustang Sport Wagon

Exklusiver Showroom

Eigentlich macht Unternehmer Jens Schönrock in Immobilien. Doch sein exklusivster „Showroom“ ist äußerst mobil. Der Ford Mustang Sport Wagon - ein Muscle-Car mit Kombi-Heck

Eigentlich wollte ich nur einen VW Käfer ersteigern, als ich vergangenes Jahr auf der Website dieser Oldtimer-Auktion in Berlin vorbeischaute. Doch dann sah ich den Mustang-Kombi und war sofort begeistert.

Das legendäre Pony-Car kennt man ja normalerweise nur als Hardtop-Coupé oder Fastback, von der Hand voll Sport Wagons taucht ganz selten mal einer auf. Und plötzlich war einer hier und jetzt in Deutschland zu haben. Startpreis: 32.000 Euro.

Ich bot spaßeshalber mit - ohne mir irgendwelche Chancen auszumalen. Aber wie es manchmal eben so ist - zack, Zuschlag!

Angeblich hat Ford 1965 zwei Prototypen eines Sport Wagon gebaut. Er ging jedoch nie in Serie. Einer der Beteiligten soll dann später diesen Kombi auf Basis eines gebrauchten 1968er-Mustangs konstruiert haben. Ob die Geschichte stimmt, weiß man nicht. Das Auto ist einfach zu selten.

So selten, dass ich damit laufend neue Leute kennen lerne. Ich liebe es. Meist beginnen die Gespräche mit dem Satz: „So was hab ich ja noch nie gesehen!“

Mit dem Kommunikationswert des Autos kann der Nutzwert nicht ganz mithalten. Er tendiert gegen null. Die ganze schöne große Ladefläche ist kaum zu gebrauchen. Denn der Wagen hat keine Heckklappe. Er kann lediglich über die beiden vorderen Türen beladen werden. Ein Zweisitzer ist er zu allem Überfluss auch noch - Rücksitze hat er keine. Hinten ist nur „Showroom“. Irgendwie klasse!

So begeistert wie ich waren die TÜV-Prüfer allerdings nicht. Der Vorbesitzer hatte den Wagen nie in Deutschland angemeldet, und als ich es versuchte, präsentierte man mir einen Kostenvoranschlag im fünfstelligen Bereich für eine Einzelabnahme. Dies sei die einzige Möglichkeit, den Wagen in Deutschland legal zu fahren. Über viele Telefonate, die Firma Musclecarforyou in Berlin und einen anderen Prüfbetrieb klappte es am Ende aber doch. Und ein H-Kennzeichen gab’s gleich mit dazu.

Im Kino war mein Kombi übrigens auch schon. Er ist im Roadmovie „Nicht mein Tag“ mit Moritz Bleibtreu zu sehen. Der Kameramann hatte im Mustang nicht genug Platz. So ist im Film zwar ein Fastback zu sehen, alle Dialoge während der Fahrt wurden aber in meinem Kombi gedreht.

Der Kinoeinsatz erklärt auch, warum der Wagen heute nicht mehr knallrot ist. Denn für die Dreharbeiten wurde er schwarz foliert, und beim Ablösen der Folie kam der alte Lack mit runter. Seitdem leuchtet er in „Viper GTS Blue Pearl Effect“. Eine Dodge-Farbe! Die Ford-Ahnen mögen es mir verzeihen.

Text: Jens Schönrock 

Auch Sie lieben Ihren alten Schlitten und wollten außerdem schon immer mal im Playboy vorfahren? Dann schreiben Sie uns. Über sich und Ihr Auto. Ein Foto von Ihnen und Ihrem geliebten Wagen dazu, und schon ist Ihre Bewerbung fertig. Die schönsten Fahrzeuge und die besten Liebeserklärungen erscheinen immer an dieser Stelle.

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