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iPhone 7 Plus: Professionelle Foto-Effekte dank der zwei Linsen

Unser "Vierauge", Technik-Chef Michael Görmann, hat sich mal mit dem neuen Doppelauge beschäftigt – den zwei Kameras des iPhone 7 Plus. Bei unserem Erklär-Video haben wir etwas im Büro herumgezoomt und ins Visier genommen, was uns gerade so vor die Linse kam. Da war Kamerakind Tim Geyer zwischenzeitlich etwas abgelenkt. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Das iPhone 7 Plus hat zwei phantastische Kameras. Hier erfahrt Ihr, wie Ihr sie richtig einsetzt.

Spannend ist vor allem der neue "Portrait-Mode" – eine Funktion, die es bisher so in keinem Handy gab. Den Effekt hat Apple-Chef Tim Cook zwar bereits Anfang September in seiner Keynote zur Vorstellung des iPhone 7 präsentiert, doch freigeschaltet wurde er erst vor wenigen Tagen per Software-Update.

Der „Portrait-Mode“ ermöglicht professionelle Bilder mit so genanntem "Bokeh". Das war bisher nur mit größeren (Spiegelreflex-) kameras und entsprechend lichtstarken Objektiven möglich. Das Bokeh ist ein Unschärfeeffekt, den man gezielt einsetzt, um ein Motiv – meist eine Person – scharf vor einem unscharfen Hintergrund darzustellen. Das Motiv wirkt dann viel plastischer und dramatischer. Dazu muss die Kamera eine möglichst große Blendenöffnung haben. Denn je größer die Blende, desto geringer die Schärfentiefe.

Wir alle kennen solche packenden Portaits, bei denen oft nur die Augen scharf sind und die Nasenspitze und die Ohren bereits unscharf.

So extrem ist das mit dem iPhone selbstverständlich nicht möglich. Aber der Effekt ist dennoch sehr beeindruckend.

Die Minimierung des Schärfebereichs erreicht Apple, indem die Foto-App die Bilder der beiden eingebauten Kameras miteinander kombiniert. Weitwinkel-und Tele-Objektiv verschmelzen so zu einem Ganzen. Der Effekt funktioniert nur bei ausreichend Licht und Abstand. Das Hauptmotiv sollte nicht dichter als etwa 30 Zentimeter und nicht weiter als 2,40 Meter entfernt sein. Der Hintergrund wiederum sollte möglichst weit hinter das Hauptmotiv Motiv zurücktreten. Schöne Strukturen im Hintergrund verstärken den Effekt. Also: Personen, die direkt an einer Wand lehnen – das funktioniert eher weniger. Personen im langen Gang der Playboy-Redaktion – funktioniert ganz prima. Wie hier zu sehen ist.

Die beiden Kameras erweitern den Funktionsumfang und die Abbildungsqualität des iPhones ganz beträchtlich. Doch eines muss man wissen: Der Zoom ist immer digital. Wer zwischen 1 und 1,9 zoomt, vergrößert das Bild also nicht optisch, sondern schneidet praktisch einen Ausschnitt aus dem Bild heraus. Die Qualität leidet. Ebenso verhält es sich beim Zoomen zwischen 2 und 10, wenn also die Teleoptik aktiviert ist. Die Zahlen werden jeweils auf dem Display angezeigt. Nur wenn man per Klick von 1 direkt auf 2 springt, erhält man eine optische Vergrößerung, weil das iPhone dann von Kamera 1 (Weitwinkel) auf 2 (Tele) springt. Ein Zoom im eigentlichen Sinne ist dies jedoch nicht.

Den Wechsel von der einen auf die andere Kameralinse kann man auch beim langsamen Zoomen auf dem Display sehen. Zwischen 1,9 und 2 sind ein leichter optischer Versatz und eine neue (bessere) Schärfe zu erkennen. 

Daher der Tipp von „Onkel Vierauge“: Wer mit Faktor 1,9 fotografiert, erhält im Endeffekt ein von der Auflösung her schlechteren Bild, als wenn er gleich manuell auf 2 getippt hätte. Dann wird der zuvor digital vergrößerte Ausschnitt auf optische Weise angewählt – und die Bildausschnitte sind annähernd dieselben. Das Ergebnis ist allerdings qualitativ viel besser.

Autor: Michael Görmann
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