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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Der Wellenbrecher

Mit dem Seabob auf Tauchstation

Das taucht was

Der Seabob kann einen ganz schön runterziehen - bis auf 40 Meter Wassertiefe. Unser Gadget-Professor schlüpft in die Badehoseund geht auf Tauchgang

Joggen, radfahren, schwimmen - nicht mein Ding. Anstrengend. Wofür wurden schließlich Elektro-Longboard, Motorrad und Seabob erfunden? Seawas? Seabob - eine Art Jetski, nur viel kleiner. Ein Wasserschlitten. Der schnellste seiner Art, sagt Hersteller Seabob. Das Beste: Mit dem Ding kann man nicht nur auf dem Wasser Spaß haben, sondern auch abtauchen.

Also Vorsicht, Fische! Denn wenn ein Technik-Nerd erst einmal seine Badehose auspackt, ist nichts mehr sicher. Vor allem nicht die Badehose. Die rutscht mir nämlich gleich von der Hüfte, als ich dem Gashebel meiner Wasserrakete etwas übermotiviert nach hinten ziehe und mit vollem Speed losrausche. Ruhig, Brauner!

Der Seabob ist etwa so dick wie ein Seehund und wiegt 35 Kilo. Im Inneren steck patentiertes Hightech aus Bad Salzuflen. Das E-Jet Power System saugt unten durch zwei Öffnungen Wasser an, verdichtet es im Jet-Kanal und schießt es hinten aus einer Düse wieder heraus. Dadurch wird der Seabob bis auf 20 km/h beschleunigt. das klingt mau? Hängt man erst mal mit beiden Armen an dem Ding dran, relativiert sich dieser Eindruck sehr schnell. Meine Badehose ist Zeuge.

Die Bedienung ist kinderleicht. Man legt sich einfach auf den Seabob und umfasst die beiden Griffe neben dem mittigen TFT-Farbdisplay im Cockpit. Per Daumen und über den roten und grünen Knopf kann man nun hoch- und runterschalten, mit einem Gashebel Schub geben. Instesamt gibt es sechs Gänge, und wenn man nicht direkt im sechsten anfährt, bleiben auch die Kronjuwelen unbeobachtet.

Seabob F5 S

Maße: 1152x507x372

Gewicht: 35 KG

Top Speed: 20 km/h

max. Tauchtiefe: 40m

Betriebszeit: 1 h

Preis: 12.000 Euro

Info: seabob.com

Zweiter Versuch: langsam hochschalten. Geht doch! Wie auf einem Bodyboard cruise ich durch das Wasser, schieße durch die Wellen, verlagere meinen Körper nach links und rechts, um enge Kurven zu fahren und Pirouetten zu drehen. Das fetzt, würde meine Mutter sagen. Richtig spannend wird es aber erst unter Wasser. Mit den Armen drücke ich die Nase des Seabob gen Boden und tauche ab. Jetzt reißt mir der Druck fast die Taucherbrille von der Nase. Runter in den vierten Gang. Besser! Nein, ganz großes Kino! Da der Seabob elektrisch angetrieben wird, gleite ich lautlos auf etwa zwei Meter Tiee. Ich fühle mich wie Aquaman: blaue Unendlichkeit, hier Korallen, dort ein Fischwarm. Da kann man fast vergessen, dass man ja Luft zum Atmen braucht. Sechster Gang und steil nach oben. Mit einem kleinen Satz schieße ich durch die Wasseroberfläche, atme kurz ein und stoße wieder abwärts. So müssen sich Delfine fühlen. Und so macht das Cruisen mit dem Seabob auch am meisten Spaß. Ich tauche tief unter einer Yacht hindurch, schieße wieder nach oben, nur um gleich wieder hinabzutauchen.

Nach einer Stunde muss der Seabob aufgeladen werden. Und hier liegt auch die Achillesferse des Geräts. Es ist nicht nur schwer und teuer, man braucht auch immer eine Steckdose, um ihn problemlos dort benutzen zu können, wo es am meisten Spaß macht: im Meer.

Steckdosen gibt's auf Motoryachten. Chef, wie sieht es eigentlich mit einer Gehaltserhöhung aus?

Autor: Tobias Pützer
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