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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Universe 2 Go

Die Sternenbrille im Playboy-Test

Universe 2 Go: Krieg die Sterne!

Mit Plastikbrille und Smartphone machte sich unser Gadget-Professor auf, um Welten zu erkunden, die keiner seinesgleichen je zuvor gesehen hat

Immer wenn mir ein neues Produkt unter die Augen kommt, versuche ich, zunächst mal den Preis zu "erraten". ich schaue mir an, was das Ding kann, und überlege mir dann, was es wohl kosten könnte. Das ist natürlich meist nicht möglich, denn der Preis pappt ja immer irgendwo groß drauf. Umso schöner, wenn es mal klappt. Beim Universe2Go zum Beispiel. Ein Plastikkasten mit Platz für ein Smartphone, den man sich vor den Kopf hält. Keine großartige Konstruktion, das Geheimnis liegt eher in der dazugehörigen App.

Die Neugier ist geweckt

Mal schauen, dachte ich, als mir das Leihgerät auf den Tisch flog. Wie oft hast du schon ahnungslos in den Nachthimmel gestiert und hättest gern gewusst, was das da eigentlich alles ist. Die vielen kleinen Leuchtpunkte. Gut, den Großen und den Kleinen Wagen kann ich gerade noch ohne fremde Hilfe erkennen, aber das liegt natürlich daran, dass ich Autotester bin. Aber Mars, Neptun, Beteigeuze? Das Universum und der ganze Rest? Keinen Schimmer.

Los geht's

Wie also soll ich meiner Angebeteten den Sternenhimmel erklären (wie man das ja so macht), wenn ich bereits knapp hinter dem Mond schon scheitere? Also her mit dem mobilen Besserwisser. Die Handhabung des Universe2Go ist simpel. Man legt das Telefon und ein paar der beiliegenden Schaumstoffstückchen mittig in den Rahmen, klappt alles zu und – bemerkt, dass man es vorher doch besser erst mal angeschaltet hätte. Kann man nämlich nachher nicht mehr. Ach ja, und ganz am Anfang sollte man sich natürlich die dazugehörige App laden. Sie wird einfach mit dem Code, der der Brille beiliegt, gestartet. Nun noch durch ein paar Drehungen das GPS-System kalibrieren – und schon kann es losgehen.

Das Bild des Smartphones wird über ein Prisma in mein Blickfeld gespiegelt. Das sieht wirklich gut aus. Alle Infos aus der App landen direkt vor meinem Auge, während ich wie früher in den Himmerl stiere – vielleicht noch etwas blöder mit dem komischen Kasten vor der Birne.

So. Viele. Infos.

Ein Haufen unnützes Wissen prasselt auf mich ein. Die App spricht mit mir. Erzählt mir aus der griechischen Mythologie. Will mir Ratespiele aufdrängen. Natürlich alles per Lautsprecher, was das Sternenstündchen nicht eben lauschig macht. Was mich aber wirklich wundert, ist, dass die App unseren Mond nicht erkennt. Na ja, vielleicht ist er ihr einfach zu nahe liegend. Dafür erfahre ich alles über die hinterletzten dahergeleuchteten Minipünktchen. Gut, das klingt jetzt etwas despektierlich. In der App steckt wirklich Arbeit. Und wer sich für Astronomie interessiert, kann hier sicher viele schöne Stunden voll interstellaren Amusements verbringen. Mehr noch: Da er sich den Kasten ständig vors Gesicht halten muss, schlafen ihm die Arme ein und irgendwann er selbst. How chilling!

Vielleicht doch lieber ein schönes Abendessen?

Ich habe trotzdem versucht, meiner Holden den Himmel zu Füßen zu legen. Als ich dann bei einem ungeschickten Dreh die Kante des Plastikgehäuses in ihre Schläfe rammte, wusste ich, dass mein erster Gedanke nicht so falsch war: Mehr als 45 oder 50 Euro wäre mir dieser Spaß nicht wert. Und dafür kann man eigentlich auch ganz ordentlich essen gehen. Vielleicht bei Vollmond. Alles andere ist dann eh schnuppe.

Universe2Go – Infos:

Maße: 190x100x90mm
Gewicht: 250g
passende Handys: iPhone ab Modell 4, Android-Modelle mit System ab Version 4.2
Inhalte: Sternbilder, Planeten, mehrere Stunden Audiodateien
Preis: 99 Euro
Info: www.universetogo.com/de/

Autor: Michael Görmann
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