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Die sechs größten Ernährungs-Irrtümer

Diese Ratschläge haben schon unsere Eltern von ihren zu hören bekommen: Pilzgerichte ja nicht aufwärmen! Muscheln nie in Monaten ohne "r"! Iss Spinat, da ist viel Eisen drin! Doch was ist dran, an diesen Volksweisheiten? Die sechs größten Ernährungs-Irrtümer.

Volksweisheiten halten sich immer hartnäckig – vor allem, wenn es ums leibliche Wohl geht. Doch nicht alles, was die Oma am Herd erzählt hat, stimmt auch:

1. Ernährungsirrtum: Man soll Muscheln nur in Monaten mit "r" essen

Eine jahreszeitliche Eignung von Muscheln zum Verzehr gibt es an sich nicht: Die leckeren Schalentiere müssen etwa zwei bis drei Jahre alt werden, bevor man sie essen kann. Diese Weisheit stammt aus der Zeit, in der es noch keine Gefrierschränke gab: Muscheln enthalten viel Eiweiß und verderben rasch. Mit der geschlossenen Kühlkette von heute ist es überhaupt kein Problem, Muscheln im August oder Juli zu verspeisen. Damit ist dieser Ernährungsirrtum vom Tisch.

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2. Ernährungsirrtum: Spinat enthält viel Eisen

Ein Hinweis, mit dem Generationen von Kindern zum Verzehr der grünen Pampe gezwungen wurden - freiwillig hätte er den meisten vielleicht sogar geschmeckt! Doch in Wahrheit beruht dieser Ernährungsirrtum auf einem Rechenfehler: 1890 untersuchte der Physiologe Gustav von Bunge getrockneten Spinat. Er wusste jedoch nicht, dass die Blätter im trockenen Zustand einen zehnmal höheren Eisengehalt aufweisen als frische. So kam Bunge auf 35 Milligramm pro 100 Gramm Spinat. In Wahrheit enthalten 100 Gramm zubereiteter Spinat nur rund 2,2 Milligramm Eisen. Macht also doch nicht so stark, das grüne Zeug. Doch immerhin bescherte uns dieser Mythos die Cartoonfigur Popeye!

3. Ernährungsirrtum: Kaffee entzieht dem Körper Wasser

Ein Ernährungsirrtum, der sich bis vor wenigen Jahren sogar in der Wissenschaft hielt und auch dadurch genährt wurde, dass die Italiener zum Espresso traditionell ein Glas Wasser servieren (das allerdings zur Reinigung der Geschmacksnerven vor dem Genuß gedacht ist). Es stimmt zwar, dass Kaffee diuretisch, also harntreibend wirkt. Der Umkehrschluß, dass deswegen auch der Körper mehr Wasser verliert, ist jedoch nicht wahr: Mehrere Untersuchungsreihen haben festgestellt, dass Kaffee tatsächlich einen positiven Beitrag zum Flüssigkeitshaushalt im Körper bringt.

4. Ernährungsirrtum: Pilzgerichte darf man nicht aufwärmen

Wenn man Pilze nochmals aufwärmt, entwickeln sich Giftstoffe, so die Mär. Unsinn. Wobei: Hinter diesem Irrtum steckt dennoch ein Erfahrungswert. Pilze enthalten viel Eiweiß, in dem sich in kaltem Zustand Bakterien entwickeln. Wird nun die Pilzspeise nicht gut gekühlt und anschließend beim Aufwärmen nicht richtig erhitzt, können die Bakterien für Verdauungsprobleme - sprich Bauchschmerzen und Durchfall – sorgen.

5. Ernährungsirrtum: Brauner Zucker ist gesünder als weißer

An diesem Ernährungsirrtum ist ein bisschen was dran: Denn unser weißer Zucker wird aus Rüben raffiniert und enthält nur Glucose und Fructose. Rohrzucker dagegen enthält auch die Melasse und bietet deswegen ein wenig Mineralstoffe und Vitamine. Allerdings ist das, was bei uns im Supermarkt als brauner Zucker angeboten wird, praktisch nie Rohrzucker, sondern karamelisierter und mit Sirup eingefärbter Rübenzucker. Übrigens: Wenn Brasilianer sehen, wie wir ihren Caiprinha trinken, lachen sie sich kaputt. Am Zuckerhut bevorzugt man dazu weißen Zucker, der sich einfach viel besser auflöst.

6. Ernährungsirrtum: Steaks sind innen blutig

Ein Ernährungsirrtum, der schön gruselig klingt, jedoch völliger Grundlage entbehrt. Denn wäre die rötliche Flüssigkeit, die beim Braten austritt oder die wir bei einem Steak im "English style" an der Schnittfläche sehen, tatsächlich Blut – es wäre längst geronnen. Und damit auch nicht rot, sondern rostbraun. Der Fleischsaft ist in erster Linie Wasser: Zellfüssigkeit, der Myglobin (ein dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin verwandter Farbstoff) enthält. Und so wird ein "blutiges Steak" zu einem ganz harmlosen Lebensmittel...

Autor: Klaus Mergel
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