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So bringen sie ihr Kind zum essen

Fünf nervenschonende Tipps

Fünf nervenschonende Tipps, wie Sie Ihr Kind zum Essen bringen

Sie wollen einfach nur gemütlich zu Abend essen, doch schon wieder entpuppt sich Ihr Kleiner als Zappelphilipp, dem einfach gar nichts in den Kram passt. Der Berater erklärt Ihnen, wie Ihr Kind mehr Spaß am Essen hat – und Sie Ihre Ruhe.

Es ist doch immer das Gleiche: Sobald Sie sich mit Ihrem Kind an den Esstisch setzen, wird das einst so liebe Engelchen schlagartig zum „Bengelchen“. Die Erbsen werden über den Tisch katapultiert, es wird geschrien bis der Arzt kommt und am Ende fragen Sie sich als nur eines: Kann ich das wirklich schaffen? Ja, können Sie. Wir geben Ihnen vier Basis-Tipps, die erhitzte Kleinkind-Gemüter beim Essen besänftigen.

1. Tipp zum Essen mit Kindern: viel loben, wenig schimpfen

Wieso denn immer gleich so ruppig? Schon bevor sich Ihr Sohn oder Ihre Tochter noch an den Tisch gesetzt hat, heißt es: „Pass bloß auf, dass du nicht vom Stuhl fällst. Du sollst dich unter keinen Umständen bekleckern, weil die Iris nachher vorbeikommt usw.“ Schluss damit! Wenn Sie Ihrem Kind noch bevor es zur Tat schreitet, mit so vielen Einschränkungen in den Ohren liegen, wird es auch keine besondere Freude am Essen haben. Kinder machen sich nun einmal schmutzig, das ist eine unangefochtene Tatsache. Dafür hat der liebe Gott die Waschmaschine erfunden! Konzentrieren Sie sich bei Ihrem Kind lieber auf das, was es schon ganz richtig bzw. eigenständig macht, zum Beispiel selber zum Lätzchen greifen. Loben Sie Ihr Kind dafür, dann ist es gleich viel glücklicher und motivierter.

2. Tipp zum Essen mit Kindern: Gemeinsam vorbereiten ist schöner

Dass Sie hin und wieder Angst um Ihr schönes Porzellan haben, ist wohl verständlich, aber lassen Sie die Panik nicht allzu groß werden. Wenn Max sagt „Papa, ich will auch den Tisch decken“, dann ist das durchaus ernst gemeint. Hier gilt: Beziehen Sie das Kind auf jeden Fall mit ein und zwar in den gesamten Essensprozess. Das vermittelt dem Kleinen, dass Sie Vertrauen in ihn setzen. Dazu gehört auch das Tischdecken. Lassen Sie ihn doch beispielsweise das Besteck an den Tisch bringen oder Teller und Tassen, die nicht so zerbrechlich sind, zum Beispiel solche aus Plastik oder Melamin. Sie werden staunen, wie viel ruhiger Ihr Kind dann ist, wenn es dann ans Essen geht.

3. Tipp zum Essen mit Kindern: Kompromisse beim Auswählen der Mahlzeit

Nein, ein Kompromiss bedeutet nicht, aus lauter Angst vor Konflikten immer nur Schoko-Pudding als Abendmahl zu servieren – auch wenn Sie nicht der geborene Koch sind. Allerdings sollten Sie sich auch nicht zum überstrengen Papa entwickeln, der immer rein egoistisch beim Aussuchen des Essens vorgeht. Geben Sie lieber Ihrem Kind zwei oder drei Alternativen – es gibt Kinder, die überhaupt nichts mit Broccoli als Beilage zum Schnitzel anfangen können. Dafür ist gegen ein paar Buttermöhrchen nichts einzuwenden, also wagen Sie ruhig das Experiment. Das Essen sollte ja von Ihrem Kind auch genossen werden und wenn Sie bis in alle Ewigkeit auf eine bestimmte Fleisch-oder Gemüsesorte bestehen, wundern Sie sich hinterher nicht, wenn es ordentlich Radau gibt und über die Hälfte des Essens in den Müll wandert. Abwechslungsreiche Anregungen erhalten Sie auch in Monika Arndts Buch „Das Kinder-Kochbuch. Gesundes Essen, das schmeckt“ oder aber auf der Internetseite www.chefkoch.de.

4. Tipp zum Essen mit Kindern: bestimmte, ruhige Ansagen

Ihr Kind hat sich endlich zu Tisch begeben, stochert aber seit fünf Minuten lustlos im Essen herum. Oder noch schlimmer: Es fängt an, Sie mit dem Essen zu beschmeißen. Jetzt gilt es, Ruhe bewahren. Werden Sie auf gar keinen Fall unnötig laut gleich beim ersten Mal! Seien Sie ruhig, aber bestimmt, indem Sie sagen: „Ich will nicht, dass du mit dem Essen spielst. Wenn du nichts essen kannst oder möchtest, dann darfst du aufstehen, aber dann gibt es eben erst um 18 Uhr wieder was!“. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Kind sich unbeeindruckt von dieser mitschwingenden Drohung zeigt, denn das tun die meisten. Aber wenn es einmal die Erfahrung gemacht hat, wie es ist, ein bisschen länger auf die nächste Mahlzeit zu warten, dann wird es sich beim nächsten Mal doppelt überlegen, ob es vorzeitig den Tisch verlässt. Wichtig ist, dass Sie nicht nach einer halben Stunde schon wieder weich werden und Ihrem Knirps aus Bequemlichkeitsgründen die Milchschnitte aus dem Kühlschrank holen. Wie wollen Sie ansonsten jemals ernst genommen werden? Eine Ansage ist nun mal eine Ansage. Andererseits sollten Sie Ihren Sprössling nicht dazu zwingen, alles aufzuessen. Wenn es schon einen Großteil verputzt hat und dann einfach nicht mehr kann, wozu der Stress? Gerade Babys und Kleinkinder wissen ganz genau, wie viel sie sich holen müssen, also brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Bestehen Sie eher darauf, dass von allen Sachen, die auf den Tisch gestellt werden, etwas probiert wird, anstatt darauf, dass alles restlos wegkommt.

5. Tipp zum Essen mit Kindern: Keine Hektik oder störende Einflüsse

Auch wenn Sie insgeheim ganz genau wissen, dass Sie Ihren Fernseher wie die Luft zum Atmen brauchen, lassen Sie es in keinem Fall und niemals zu, dass er während des Essens läuft. Die ablenkende Wirkung wird von Erwachsenen, die Fernseher oder Radio gerne als „Backgroundmedium“ verwenden, gern unterschätzt. Kinder reagieren noch besonders stark auf Geräusche und Bilder aus dem Fernseher, weil vieles für sie noch neu ist und sie diese Dinge begreifen und/oder lernen wollen. Aber wie können Sie erwarten, dass Ihr Kind ruhig am Tisch sitzen bleibt und sich seinem Abendbrot widmet, wenn Psy auf Viva gerade seinen „Gangnam Style“ zum Besten gibt? Sorgen Sie also immer dafür, dass niemand Sie und Ihr Kind beim Essen unterbricht, stört, ablenkt und dass Sie sich immer ausreichend Zeit für dieses Beisammensein nehmen. Mit dem Hintergrund, dass Sie in zwanzig Minuten zu einem wichtigen Geschäftsmeeting müssen, werden Sie ein hektischer, chaotischer Esser sein und genau das wird sich auch auf Ihr Kind übertragen. Und auch wenn die heutige Arbeitswelt einiges von Ihnen abverlangt: Versuchen Sie, feste Essenszeiten einzuführen und nicht einmal das Abendessen um 18 Uhr und am nächsten Tag um 20 Uhr zu servieren. Das bringt den Rhythmus kleiner Kinder stark durcheinander. Wenn Sie wissen, dass Sie sich an einem Tag mal besonders verspäten, bitten Sie jemand aus der Familie mit dem/der Kleinen zu essen.

Autor: Laura Popescu
Die besten Überlebens-Strategien bei nervigen Schwiegereltern
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