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Holger Stromberg macht Schinkennudeln

Rezepte für Kerle

Rezepte für Kerle: Holger Stromberg macht Schinkennudeln

Wer sagt, dass Schinkennudeln nur ein Resteessen seien? So simpel dieses Gericht auch ist, so vorzüglich kann es schmecken. Und es füllt unsere Energiereserven auf. Starkoch Holger Stromberg erklärt, wie Schinkennudeln zum Niederknien gehen.

In diesem Land gibt es einen hartnäckigen Irrglauben: Schinkennudeln sollen angeblich ein Resteessen sein. Stimmt aber nicht. Klar, man kann sie auch mit den Nudeln von gestern machen. Und es ist ein einfaches Gericht. Aber: Schinkennudeln sind - wenn sie richtig zubereitet werden - etwas ganz Göttliches. Einen schönen Salat dazu, mehr braucht es nicht.

Woher diese abfällige Meinung kommt? Wahrscheinlich daher: Dieses Essen hat halt jeder so im Hinterkopf als das, was der Papa für seine Kinder gerade noch zu Stande bringt, wenn die Mama nicht da ist. Ich denke, das wird diesem Gericht heute nicht mehr gerecht: Zum einen kochen heute viele Väter oft ambitionierter als ihre Frauen. Zum anderen: Schinkennudeln sind weitaus mehr. Ein leckeres Essen für echte Macher. Es füllt die Energietanks wieder auf, schmeckt herzhaft, und man braucht nicht viele Zutaten. Ich mache mir Schinkennudeln selbst eher selten - aber wenn ich sie irgendwo angeboten sehe (was leider nicht so oft der Fall ist), bestelle ich sie mir immer gerne.

Bei der Auswahl der Nudeln sollte man darauf achten, dass sie sich leicht in der Pfanne schwenken lassen: also besser keine Spaghetti. Wir brauchen hier kurze und flache. Gut eignen sich dafür Spiral- oder Bandnudeln. Die zeitliche Koordination beim Nudelkochen kriegt wirklich jeder hin, das ist nicht so wild: Während ich meine Nudeln auf dem Herd stehen habe, kann ich schon mal die Zwiebeln anbraten. Ganz normale Zwiebeln, die ich leicht anbräune. Dabei karamellisiert der Zucker in den Zwiebeln - das gibt später ein starkes Zusammenspiel mit dem herzhaften Schinken: echtes Gaumenkino!

Den gekochten Schinken gebe ich erst relativ spät rein. Ich mag es nicht so, wenn der richtig angebraten ist, da wird das Gericht sonst zu salzig. Es gibt auch Leute, die machen noch Käse drüber: Okay - kann man machen. Knoblauch würde ich auf jeden Fall weglassen - da sind wir dann schon zu nahe an der klassischen Carbonara. Und jetzt sind auch schon die Nudeln fertig. Am besten al dente rausholen, denn die Nudeln garen noch in der Pfanne nach. Abseihen, in die Pfanne geben und wenden. Ein wenig Butter bringt Geschmack. Jetzt kann ich auch schon den Herd abstellen. Denn das Geheimnis guter Schinkennudeln ist der halbfeste Zustand. Und auch die Eier, die ich jetzt drüberschlage, garen noch mit der Resthitze nach. So bleibt alles schön saftig. Und schon kann die goldgelbe Pracht auf die Teller. Schmeckt wundervoll! Aber dass wir Erwachsenen das gut finden, heißt nicht, dass wir nicht auch die Kids damit glücklich machen. Die stehen da richtig drauf - ob angebliches Resteessen oder nicht.

Schinkennudeln: das Rezept

  • 500 g kurze Nudeln
  • 1 Zwiebel
  • 200 g gekochter Schinken (gewürfelt)
  • 60 g Butter, 2-3 Eier + Meersalz, schwarzer Pfeffer

Gericht für: 4 Personen Dauer: 20 Minuten

Zubereitung

Zwiebel schälen, fein würfeln und in Butter goldbraun dünsten. Den gewürfelten Schinken zugeben. Nebenbei die Nudeln in ausreichend Salzwasser al dente kochen, abseihen und sofort in die Pfanne geben. Herd abstellen. Eier über den Nudeln aufschlagen. Mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und verrühren. Das Ei wird ausschließlich mit der Resthitze gegart, damit es schön saftig bleibt.

STROMBERG-KNIFF: Ein bisschen Muskat über die Nudeln reiben. Das gibt ihnen den richtigen Pfiff!

Autor: Klaus Mergel
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