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Holger Stromberg Salat für den Herrn

Rezepte für Kerle

Rezepte für Kerle: Holger Stromberg Salat für den Herrn

Grünfutter lockt uns nicht besonders. Es sei denn, der Salat wird richtig getunt. Starkoch Holger Stromberg weiß, wie.

Wenn ein Mann sagt, er wolle einen Salat essen, meint er fast immer einen Wurstsalat. Oder einen Fleischsalat. Und zwar meist mit extra viel Käse und Zwiebeln! Ich kenne keinen Typen, der sich mit ’nem Mango-Ananas-Salat abspeisen lässt. Warum auch? Wir Männer haben ein starkes Bedürfnis nach würzigem Essen, da hat ein öder Blattsalat mit blassem Dressing keine Chancen. Aber auch wir können nicht immer pures Fleisch essen - gerade jetzt im Frühjahr. Denn wir haben ja alle unsere guten Vorsätze, oder?

Ich sage: Salat muss nicht langweilig sein. Mit ein wenig Speck, ein paar Pfifferlingen und Käse wird die Sache herzhaft. Ich etwa mag gern Bittersalate. Die haben a) einen hohen Polyphenolanteil: Dies fängt die freien Radikale ein, die krank machen. Und b) sind Bittersalate geschmackvoller, haben so einen nussigen Charakter: Trevisano, Radicchio oder Chicorée. Das ist das richtige Grünzeug für uns! Den Salat waschen, klein machen, das kann jedes Kind. Den Speck - am besten italienischen Pancetta - brate ich in der Pfanne auf kleiner Flamme an und schütte das Fett ab. Muss ja nicht sein. Dann geb ich die Pfifferlinge und die Zwiebeln zu.

Pilze übrigens nicht waschen, sondern nur vorsichtig mit Krepp oder Bürste abreiben. Sonst hast du die ganze Pfanne voll Wasser. Da darf ein wenig Butter ran, für den Geschmack. Und Rosmarin und eine angeschlagene Knoblauchzehe. Nun das Wichtigste: das Dressing. Mein Vater sagte immer, wenn das Dressing nicht richtig abgeschmeckt war: „Meine Gäste sind doch keine Kaninchen!“ Recht hatte er. Ich nehme - neben weißem Balsamico und einem kräftigen Olivenöl - gern Agavensaft. Das bringt Fruchtgeschmack - und jagt den Insulinspiegel nicht so rasant hoch wie Zucker. Ich rühre alles in einem Gefäß an, mahle frischen Pfeffer drüber und ein wenig Meersalz. Vom Salz brauche ich nicht viel: Da ist ja schon der Speck dran.

Nun wende ich den Salat in der Soße. Mit den Händen. Für einen zarten Salat brauche ich Gefühl - da geh ich nicht mit grobem Werkzeug ran. Die Finger kann ich mir hinterher wieder waschen, oder? Fehlt noch was? Der gewisse Pfiff. Ich kann Nüsse drüberstreuen oder Pinienkerne. Trüffel würde ich nicht drüberhobeln. Zu dominant im Geschmack und irgendwie zu protzig. Viel lieber Käse. Besonders gut passt eine sogenannte Belper Knolle (gibt’s etwa bei kaeseversand24.de): Das ist ein Schwarzer Hartkäse aus Rohmilch, besser gesagt aus Quark. Würzig und staubtrocken. Ein hübsches Stück Brot dazu, mehr braucht es nicht. Und ich wette: Dafür lässt auch jede Frau ihren Diätsalat stehen!

Bittersalat: Das Rezept

  • 400 g Treviso-Salat
  • 200 g Chicorée
  • l weiße Zwiebel
  • 200 g Pfifferlinge
  • 2 EL Butter
  • 200 g Pancetta (Speck)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 EL weißer Balsamicoessig + Pfefferknollenkäse, geröstetes Brot nach Geschmack

Gericht für: 4 Personen Dauer: 20 Minuten

Zubereitung

Salatblätter von Strünken lösen, waschen und mit Salatschleuder trocknen. Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Pilze säubern und nach Wunsch klein schneiden. Pilze mit Butter, Knoblauch und Rosmarin anschwitzen, von der Flamme nehmen. Speck in feine Streifen schneiden. In einer beschichteten Pfanne ohne Öl auslassen, Pilze und die rohen Zwiebelringe zugeben. Salat mit dem Zwiebel-, Pilz-, Speckgemisch vorsichtig vermengen. Mit Meersalz, Pfeffer, Agavensaft und Balsamico abschmecken. Mit frischem Brot servieren.

STROMBERG-Kniff: Wenn man die Bitterstoffe nicht so mag: Salat vorab zehn Minuten in warmes Wasser einlegen!

Autor: Klaus Mergel
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