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Wer hat eigentlich die Pizza erfunden?

Zeit, dem Mythos ein Ende zu bereiten

Wer hat eigentlich die Pizza erfunden?

Vom Nordpol bis zum Südpol, von Finnland bis Australien – Pizza kennt jeder. Doch wer hat den belegten Fladen eigentlich erfunden? 

Wer schon mal in den USA war, wird mit Sicherheit einem Einheimischen begegnet sein, der im Brustton der Überzeugung behauptete, dass die Pizza in den USA erfunden worden sei. In Europa dagegen gesteht man diese Erfindung neidfrei den Italienern zu. Schließlich gibt es am Stiefel das Gericht in jedem Dorf zu essen, und auch die Standardvariationen wie Margherita oder Quattro Stagioni tragen italienische Namen. Doch sind die Italiener wirklich die Erfinder?

Die Italiener machen gute Pizza, aber erfunden haben sie sie nicht

Unter Italienern gilt Neapel einstimmig als die Geburtsstadt der Pizza. Dies macht insofern Sinn, da typischerweise im Norden Reis- und Nudelgerichte auf den Tisch kommen, und im Süden eher Pizza. Außerdem ist die Pizza eigentlich ein Arme-Leute-Essen: Auf den Brotteig kam das, was man gerade besaß. Und Italiens Süden ist weitaus ärmer als der Rest des Landes. Außerdem befindet sich die erwiesenermaßen älteste Pizzeria Italiens, die Antica Pizzeria d'Alba (seit 1830), in Neapel.

Haben die Araber die Pizza erfunden?

Doch vermutlich ist die Pizza noch viel älter, als den Italienern lieb ist. Denn zum einen verwendeten bereits die Griechen und Römer Hefe als Triebmittel für Brotteig – und aus nichts anderem besteht ein Pizzaboden. Zum anderen deutet der Name auf einen älteren Ursprung hin: "Pita" bedeutet im Arabischen Brot (auch noch im Neugriechischen). Vermutlich wurde schon vor 3000 Jahren manches Fladenbrot im Mittelmeerbereich mit dem belegt, was die Speisekammer gerade hergab – wahrscheinlich aber erst nach dem Backen. Archäologische Funde weisen darauf hin, dass diese vor allem bei den Etruskern und den Griechen im ersten Jahrtausend vor Christus beliebt war.

Die italienische Königin und die Pizza Margherita

Das Wort "Pizza" taucht schließlich erstmals im Jahr 997 nach Christus im süditalienischen Gaeta auf – in einem Pachtvertag. Demnach musste der Pächter dem Bischof von Gaeta an Ostern und Weihnachten "duodecim pizze" geben. Am Ende des 19. Jahrhundert erfuhr die Pizza den Ritterschlag, als die damalige italienische Königin Margherita sich von örtlichen Bäckern gerne die Speise in den Palast liefern ließ. Angeblich wurde ihr die gleichnamige Pizza in den Nationalfarben – mit roter Tomate, grünem Basilikum und weißem Mozzarella – gewidmet.

Die Amerikaner erfanden zumindest die Tiefkühlpizza

Doch wie kommen nun die Amerikaner darauf, dass die Pizza in den USA erfunden wurde? Ganz einfach: Die große Einwandererwelle am Ende des 19. Jahrhunderts bestand – neben Iren und Deutschen – zu einem Großteil aus italienischen Menschen. Im Gepäck hatten sie alle das Pizzarezept, das als kostengünstiges Essen in der Neuen Welt sehr schnell populär wurde. Bereits in den 1950er Jahren nahmen Fastfood-Ketten wie Pizza Hut das Gericht auf ihre Speisekarte. Wirklichen Erfindergeist bewiesen die Amerikaner 1959: In diesem Jahr kam die erste Tiefkühlpizza auf den Markt. Und dieses – wenn auch kulinarisch zweifelhafte – Essen ist bis heute mit Abstand das beliebteste Fertigessen überhaupt.

Autor: Klaus Mergel
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