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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Woran erkennt man eine gute Bar?

Wie Sie einen Porsche erkennen? Das wissen Sie. Wie Sie feststellen, ob eine Frau schön ist? Da geben wir Ihnen gerne ein anderes Mal Nachhilfe. Aber woran Sie eine gute Bar erkennen: Das erklären wir Ihnen heute

Sie haben viel zu tun im Job. Der Sport will auch irgendwann absolviert sein. Da bleiben nicht viele Abende für Kneipengänge. Und weil Sie nicht irgendwer sind, wollen Sie auch nicht in irgendeiner Spelunke irgendwas trinken, oder? Woran also erkennen Sie eine gute Bar?

die Begrüßung

Wenn Ihnen am Eingang Dutzende von Menschen kreischend um den Hals fallen, dann sind Sie vermutlich auf einer italienischen Familienfeier gelandet und nicht in einer Bar. Aber ordentlich begrüßt wird ein Gast in einer ordentlichen Bar schon, und sei es nur mit einem Kopfnicken. Wenn das Barpersonal Ihnen sogar bis zur ersten Treppenstufe entgegenkommt und Sie beim Abschied bis zur selbigen begleitet, dann wird dort auch am Tresen ganz korrekt, ganz old school gearbeitet.

Übrigens: „Einen Türsteher braucht eine ordentliche Bar nicht“, sagt Klaus St. Rainer, Barmann im Münchner „Schumann’s“. Rainer und seine Kollegen haben viel diskretere und effizientere Methoden, um Gästen zu zeigen, dass sie nicht gewollt werden: „Wer nicht erwünscht ist, kriegt keinen Tisch und keine Drinks. Das wird dann schon verstanden.“

Video: Kann man sich eine Frau schön trinken?


Die Karte

Die Karte ist in abwaschbares Plastik eingeschweißt und mit Spiralfedern zusammengehalten? Dann haben Sie sich leider ebenfalls verirrt und sind im örtlichen Schwimmbadcafé gelandet statt in einer ordentlichen Kneipe. Also bitte ganz schnell umdrehen, bevor der erste Drink bestellt ist oder Sie gar jemand erkennt.

Eine gute Karte passt zum Konzept der Bar: In der Nachbarschaftskneipe werden die 500 aufgelisteten Drinks wahrscheinlich eher aus dem Internet zusammengeklaut als wirklich schon mal gemixt worden sein. Ein Laden für gehobene Berufstrinker hingegen darf den Gästen ruhig ein kleines Lexikon hinstellen.

Die Auswahl

Nicht jede Bar muss bis zum Abwinken Caipirinhas, Latte Macchiato bis nachts um halb vier und dreizehn verschiedene Wodka-Marken im Angebot haben. Beim Porsche-Händler kriegen Sie schließlich auch keine Lamborghinis. Aber ein Barteam sollte sich dennoch die Mühe geben, irgendeine eigene Auswahl an Drinks anzubieten. Und: „Wenn Sie eine Margarita wollen, es aber bei mir keine Margarita gibt, dann muss ich mir als Barmann schon ein paar Gedanken machen über mögliche Alternativen“, sagt Tresenfachkraft Klaus St. Rainer.

bitte kein Cocktail-Fasching

Bei einem Drink sollte der Drink im Vordergrund stehen und nicht das Drumherum-Schischi. Wenn also die Gläser überquellen vor Orchideenblüten, Dreifach-Strohhalmen und Lametta-Schirmchen, dann ist der Verdacht groß, dass die Jungs am Tresen mit ihrem Cocktail-Fasching von der lausigen Qualität ihrer Gesöffe ablenken wollen. Einzige Ausnahme: Tiki Bars. Wo der Calypso wogt und wo Mai Tais oder sonstige Rum-Drinks im Vordergrund stehen, darf auch um das Glas herum ein bisschen Südsee stattfinden.

der Brand Call

Ob der Gimlet mit Hendrick’s oder mit Bombay Gin gemixt wird, macht einen großen Unterschied. Wenn also Kellner oder Barmann bei der Bestellung eines Gin Tonic fragt: „Welcher soll’s denn sein?“, wissen Sie: Da arbeiten Profis. Und wenn dann noch gefragt wird, ob mit Limette oder Zitrone, dann haben Sie es mit echten Tresenkönnern zu tun.

Der so genannte Brand Call macht aber nicht immer Sinn, manchmal ist er reines Poser-Gehabe: Aus einem Wodka-Cocktail mit vielen Zutaten schmeckt vielleicht Einer von Tausenden heraus, ob der nun mit Stolychnaya oder mit Grey Goose gemixt ist. An der Rechnung allerdings werden auch Sie es merken, darauf können Sie Gift nehmen!

Wasser gratis

Wer hartes Zeug trinkt, entzieht dem Körper Flüssigkeit. Gute Barmänner stellen ihren Gästen daher ein Glas Wasser auf den Tisch, und zwar ungefragt und gratis. So haben nämlich alle was davon: Sie vertragen mehr. Die Bar macht mehr Umsatz. Und Ihre Kollegen im Büro müssen morgen früh nicht ganz so viel Gejaule über das Schädelweh ertragen.

der Barmann als Flirthelfer

Eine Bar ist keine Partneragentur. Aber wenn Sie einer bezaubernden Dame einen ausgeben wollen, dann macht das ein anständiger Barmann auch möglich. Nur dürfen Sie’s ihm nicht übelnehmen, wenn er bei Lady Nummer fünf innerhalb von fünf Minuten in Streik geht. Außerdem ist eine ordentliche Bar auch bemüht um das Wohl ihrer weiblichen Gäste – und hält allzu aufdringliche Drink-Ausgeber vom Löwinnen-Stammtisch fern.

die Stammkundschaft

Die Lufthansa vergibt Frequent Flyer-Meilen, im Bordell gibt’s auf die Zehnerkarte Rabatt – und auch eine ordentliche Bar behandelt ihre Stammgäste bevorzugt. Das heißt, sie bekommen einen Platz, wenn es keinen Platz mehr gibt, und sie bekommen noch einen Drink ausgeschenkt, wenn eigentlich niemand mehr einen Drink ausgeschenkt bekommt.

der Abschied

Wir kennen das alle: Man sitzt so nett, man spricht so nett, man hat sich so nett warmgetrunken. Da merkt man manchmal gar nicht, wenn man ein Glas zu viel hat – oder sechs. Aber dafür gibt es ja den Barkeeper: Ein guter sagt Ihnen, wenn es reicht. Und dann sollten Sie auch auf Ihn hören und brav das Taxi bestellen. Sie wollen ja wiederkommen!

Autor: Christian Thiele
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