Direkt zum Inhalt
Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Der Grappa

Was ist das für ein Schnaps

Alles, was Sie über den Grappa wissen müssen

Beim Italiener um die Ecke und natürlich im Urlaub hat man ihn schon getrunken: den Grappa. Doch was genau ist diese Spirituose? Von einer Grappabeere hat ja wohl noch niemand gehört...

Grappa gilt als die italienische Spirituose schlechthin. Eigentlich auch ein Modeschnaps der 90er Jahre.

Mal besser, mal weniger gut. Der Geschmack ist für Laien schwer einzuordnen, denn es ist weder ein Obstbrand noch ein Weinbrand – hat jedoch von beidem etwas. Der Hintergrund: Grappa ist ein Tresterbrand. Trester nennt man die Rückstände der Weinmaische, wenn der Wein abgepresst ist: Schalen, Kerne, Stiele. Diese vergorene – und somit alkoholische – Masse wird destilliert. Das Ergebnis: ein ordentlicher Schnaps.

Grappa ist ein Nebenprodukt

Lange galt Grappa als ein Arme-Leute-Schnaps. Das war er auch. Denn je ärmer ein Winzer, umso mehr musste er alles wiederverwenden. Und da der Trester eigentlich Abfall war, bekam der Grappa dieses Image.

Nicht ganz zu Unrecht: Denn bis in die 1980er Jahre wurde der Trester beim Abfüllen des Weins erst einmal achtlos in der Ecke liegen gelassen. Die Folge: Verunreinigungen und Schimmel minderten die Qualität. Erst die Familie Nonino machte aus dieser "Not" eine Tugend: Sie destillierten den Trester frisch, stellten auch sortenreinen Grappa her.

Was das Image und die Qualität gewaltig steigerte: Plötzlich wollte jeder Winzer einen Grappa anbieten, denn bei den Deutschen verkaufte sich das Zeug glänzend.  Die Preise stiegen, und nicht in jeder der phantasievollen Flaschen war auch wirklich edler Trester drin. Sondern billiger Fusel.

Video: Kann man sich eine Frau schön trinken?


Grappa lebt von der Kunst des Brenners

Inzwischen haben sich die Preise für Grappa relativiert. Denn auch den Deutschen haben kapiert, dass Grappa eigentlich ein Nebenprodukt ist.

Und jetzt produzieren auch schon viele deutsche und österreichische Winzer einen sehr guten und geschätzten Tresterbrand, der locker mit dem Grappa mithalten kann.

Anders als bei einem Obstbrand ist die Qualität des Grappa hauptsächlich von dem Brennvorgang abhängig: Von Natur aus enthält der Trester viel Methylalkohol und Fuselöle, die durch Stengel etc. entstehen. Und nur ein guter Brenner kann diese vom "guten" Ethylakohol abtrennen.

Autor: Klaus Mergel
Newsletter

Jede Woche neu:
die spannendsten Themen,
die schönsten Frauen

Jede Woche neu: die spannendsten Themen, die schönsten Frauen

The was an error. Please try again later.