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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Die High Tech-Schmiede

Labor statt Fabrik

Hausbesuch im McLaren Technology Centre

Das McLaren Technology Centre in Woking wird normalerweise vor neugierigen Blicken abgeschirmt. Denn hier werden nicht nur Straßengeschosse gebaut, sondern auch neue Techniken für die Formel 1 entwickelt. Wie der Alltag beim "Apple der Auto-Industrie" von innen aussieht... 

Die Türpolitik des McLaren Technology Centres ist strenger als an jedem Nachtclub-Einlass: Kein neugieriger Blick dringt bis zu den verglasten Fronten des Tüftler-Zentrums vor. Wer nicht gerade Mitarbeiter, Formel 1-Pilot, oder potentieller Käufer eines Straßengeschosses ist, bzw. eine persönliche Einladung von McLaren bekommen hat, scheitert schon am Pförtnerhäuschen. Wir haben eine Einladung. Die Schweizer Uhrenschmiede TAG Heuer, jahrelanger Partner von McLaren, ermöglicht uns, den Technikern im britischen Woking über die Schulter zu schauen. Zumindest für ein paar Stunden.

Dass der Empfangsbereich des futuristischen Baus clean und lichtdurchflutet ist, versteht sich von selbst. Legendäre McLaren-Modelle, wie Ayrton Sennas MP4/4 oder M12GT säumen den Gang in die Fertigungsstätten. Die sind noch cleaner. Noch heller. Noch futuristischer. Sowas haben wir schon einmal gesehen. Bei der NASA. Kein einziger Ölfleck beschmutzt die weißen Böden und Wände. Statt verschwitzter Schrauber hantieren hier Profis in weißen Kitteln. Die Supersportwagen und Formel 1-Geschosse werden rund um die Uhr in sterilem Umfeld umsorgt. Als seien sie Patienten auf der Intensivstation.

 

Alle 15 Minuten ein Upgrade

Allein die F1-Flotte bekommt eine Sonderbehandlung. Sobald die Wagen nach einem Rennen wieder in Woking eintreffen, werden Sie bis auf die kleinste Platine auseinandergenommen, gereinigt, durchgecheckt und auf den nächsten Kurs eingestellt. Die Ingenieure verpassen den Boliden durchschnittlich alle 15 Minuten ein Upgrade. Eine Entwicklungsphase ist also nie abgeschlossen – der Rennstall tritt niemals zwei Mal mit ein und demselben Auto an.

Computergesteuerter Wahnsinn, der dem Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnet hat. Denn der am schnellsten wachsende Part des Konzerns ist McLaren Applied Technologies. Ein Subunternehmen, das sich auf die Entwicklung von spezialisierter Mess – und Steuerungstechnik beschäftigt. Kluger Schachzug. Jedes Formel 1-Team benutzt das elektronische Messsystem von McLaren. Da kann man über vereinzelte Pannen im eigenen Stall auch mal hinwegsehen.


McLaren Automotive

Ein Tunnel verbindet das Technologie-Center mit der Fertigungshalle von McLaren Automotive. Der Ort, an dem die Road Cars nach den Wünschen der Kunden in Handarbeit zusammengesetzt werden. Aus vier Millionen Optionen kann man sich sein perfektes Auto gestalten. Plus Sonderwünsche. Denn wenn der Lack des McLaren nicht zur Farbe der Sneaker passt, muss er umgesprüht werden. Ist schon vorgekommen. Ehrlich.

Bevor eines der rosa Car-Modelle auf die freie Wildbahn losgelassen wird, unterziehen ihm die Mitarbeiter noch einer Probefahrt, dem Motorentest (bei dem sie das Gerät durch alle Gänge prügeln) und einem Aufenthalt im "Monsoon Room". Ein Ingenieur fährt den Wagen in eine Kammer, in der in 6 Minuten 16.000 Liter Wasser auf die Karossiere einprasseln. Bleibt der Mitarbeiter im Inneren trocken, ist der McLaren bereit für die Auslieferung. Theorie ist gut. Praxis ist besser. 

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Autor: Sebastian R. Tromm
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