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Heiraten: Ja oder Nein?

Zwei Plädoyers zum Start der Hochzeitssaison

Heiraten: Ja oder Nein?

Frühsommer und überall läuten die Hochzeitsglocken. Zeit, sich mal wieder der ewigen Frage zu stellen: Ist die Ehe was für den Mann? Playboy-Chefredakteur Florian Boitin ist davon überzeugt – Playboy-Autor Maximilian Reich sieht das völlig anders.

Pro: "Verheiratete Kerle leben länger"

Der israelische Satiriker Ephraim Kishon formulierte es mal so: „Die Ehe ist gut für Frauen. Deshalb sollten nur Frauen heiraten.“ Was ein interessanter Gedanke ist, aber für klassische Mann-Frau-Beziehungen eher keine große Hilfe. Und außerdem Quatsch.

Die Ehe ist auch gut für Männer. Verheiratete Kerle leben nämlich länger, wie zahlreiche Studien belegen. Und bleiben länger gesund. Sofern sie nicht gerade mit einer Hohlbirne den Bund der Ehe eingehen. Die Wissenschaft konnte jetzt nachweisen, dass Männer, die mit einer intelligenten Frau zusammenleben, nicht nur glücklicher sind, sondern auch seltener an Demenz erkranken.

Das ist natürlich keine gute Nachricht für Robert Geiss. Aber Heiraten kann auch ganz einfach nur Spaß machen. So viel, dass so mancher davon offenbar gar nicht genug bekommt. Altkanzler Schröder etwa, auch schon sportliche 74, gab erst kürzlich wieder einer Auserwählten das Jawort. Und bringt es damit auf fünf Ehen.

Sogar achtmal verheiratet war und ist neben Elizabeth Taylor († 2011) auch der große Talkmaster Larry King. Bisher. Er wird zwar auch schon bald 85, aber wir wissen ja jetzt: Die Ehe rettet uns Männern das Leben!

Nun leitete kürzlich der jüngere Bruder von Prinz William lebenserhaltende Maßnahmen ein. Am 19. Mai führte Harry Mountbatten-Windsor, kurz Prinz Harry, die US-amerikanische Schauspielerin Rachel Meghan Markle („Suits“) vor den königlichen Traualtar.

Wie geistreich die 27-Jährige ist, weiß ich nicht. Allerdings müsste „Dirty Harry“ schon sehr, sehr alt werden, um sich doch noch die Krone Englands aufs Haupt setzen zu dürfen. Er steht in der Thronfolge nur an sechster Stelle. Aber man kann die Ehe ja schließlich nicht für alles verantwortlich machen.

Weg zum Traumaltar: Gehen oder nicht?

Contra: "Das ist was für Männer ohne Selbstbewusstsein"

Es ist noch gar nicht so lange her, dass mein Chefredakteur geheiratet hat. Klar, dass er hier nun für die Ehe in die Bresche springt. Ich war übrigens nicht eingeladen. Warum, weiß ich nicht, ist aber auch besser so. Sonst hätte ich ihm womöglich beim Bankett im Champagner-Suff Folgendes gesagt: Die Ehe ist unnötig wie der Blinddarm. Sozusagen ein Beziehungs-Steißbein.

Früher hat sie durchaus Sinn ergeben, weil der Mann für unehelichen Sex gesteinigt worden wäre, und die Frau brauchte einen Mann, der sie ernährt. Heutzutage kann man’s treiben, mit wem man will, und mein Chef hat auch keine Bauerntochter aus dem 11. Jahrhundert geheiratet. Glaube ich, ich war ja nicht eingeladen.

Jedenfalls hat die Zahl der Eheschließungen seit 1990 stark abgenommen – aus den genannten Gründen. Und 40 Prozent der Ehepaare streiten sich irgendwann vorm Scheidungsrichter um die gemeinsame Möbelgarnitur.

Aber bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe meine Freundin. Wir führen eine glückliche Beziehung. Bloß ohne Ehering. Weil er nichts anderes als eine Fessel am Finger ist, die zwei Menschen aneinanderkettet und dir bei jedem Blick auf deine Hand klarmacht, dass sie niemals die Brüste der attraktiven Nachbarin berühren wird.

Natürlich bin ich meiner Freundin treu. Aber ich brauche keinen Garantieschein, dass meine Freundin es auch ist. Die Ehe ist heutzutage nur noch etwas für Männer mit schwachem Selbstbewusstsein, die durch eine Hochzeit versuchen, ihre Frau an sich zu fesseln aus Angst, sie sonst an den nächstbesten Kerl zu verlieren.

Und ja, ich weiß, was die weich gespülten Rosamunde-Pilcher-Romantiker nun entgegnen: Aber eine Hochzeit stärke doch das Band zwischen zwei Menschen. Dazu kann ich nur sagen: Das tut Analsex auch.

Autor: Florian Boitin
Autor: Maximilian Reich
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