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Wie Sie sich im Aufzug mit dem Boss nicht blamieren

Der Morgen ist noch nicht alt und dennoch voller Tücken: Kaffee alle, Stau auf dem Ring, voll besetzter Firmenparkplatz, der Fahrstuhl lässt auf sich warten – und dann kommt auch noch der Boss um die Ecke. Höchststrafe oder günstige Gelegenheit? So verhält man sich als Angestellter im Aufzug mit dem Chef.

Im Aufzug mit dem Chef? „In der Tat eine sehr knifflige Situation“, findet selbst Business-Coach Carolin Lüdemann („Business mit Stil“, FinanzBuch Verlag). Zunächst stellt sich die Frage: Wer grüßt wen zuerst? Denn hier kollidieren zwei verschiedene Knigge-Regeln: Eigentlich ist der Rangniedere als erster an der Reihe.

Das Gleiche gilt aber für den Hinzukommenden. Was nun, wenn der Hinzukommende der Chef ist? – „In diesem Fall würde ich dem Mitarbeiter empfehlen, lieber einmal zuviel Guten Morgen zu sagen, als zu wenig“, empfiehlt Carolin Lüdemann.

Wer hat den Vortritt?

Beim Einsteigen hat immer der Ranghöhere den Vortritt – und das ist im Geschäftsleben der, der die höhere Position bekleidet, also der Chef. Im Aufzug steht der Mitarbeiter dann idealerweise links von seinem Boss. „Diese Regel stammt aus Zeiten, in denen Männer noch Schwerter getragen haben. Und zwar links, damit sie es mit rechts ziehen konnten. Rechts neben dem Schwertträger lief die Dame – deshalb ist das auch heute noch der Platz des Ranghöheren“, erklärt Business-Coach Lüdemann. Wenn der Mitarbeiter mit einem Kunden unterwegs ist, bekommt der Kunde den Platz rechts.

Reden oder schweigen?

„Im Schnitt reden Mitarbeiter mit ihrem Chef nur zwei Stunden pro Jahr auf freiwilliger, privater Ebene. Doch Smalltalk ist ein Zeichen sozialer Kompetenz, deshalb sollte man die Gelegenheit im Aufzug nutzen, um ein paar Worte mit seinem Vorgesetzten zu wechseln“, rät Carolin Lüdemann. Ideal sind dabei Themen, die man mit dem Chef gemeinsam hat.

Das kann der anstehende Betriebsausflug sein, der Tabellenstand der Fußballbundesliga oder, wenn einem gerade partout nichts besseres einfällt, das Wetter. Wenn der Vorgesetzte von sich aus kein Gespräch beginnt, darf auch der Angestellte den Smalltalk eröffnen. Er sollte sogar, findet Lüdemann: „Denn es ist keinesfalls die Aufgabe, des ranghöheren Chefs, morgens seinen Mitarbeiter bei Laune zu halten. Da ist der Angestellte in der Bringschuld.“

... geschafft!

Wenn die Aufzugtür wieder aufgeht, steigt derjenige als erstes aus, der dichter an der Tür steht. Alles andere wäre auf solch engem Raum zu umständlich. Wenn man den Weg gemeinsam fortsetzt, ist es angebracht, aufeinander zu warten. Der Chef läuft dann rechts, der Mitarbeiter links – auf seiner Schwertseite.

Autor: Mareike Opitz
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