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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Bewerbungsgespräch

So bleiben Sie selbst bei kuriosen Fragen tough

Nur wer cool kontert, hat Chancen auf den Job

Steht Ihnen der Schweiß auf der Stirn, wenn Sie nur an das nächste Bewerbungsgespräch denken? Keine Bange! Wir erklären Ihnen, wie Sie selbst kuriose Fragen wie „Welches Küchengerät wären Sie gerne?“ entspannt beantworten können

Mit den Bewerbungsgesprächen ist das immer so eine Sache: Manchmal stimmt die Chemie auf Anhieb und alles läuft nach Plan. Es gibt aber auch Interviewer, die einfach nur stur ihren Fragenkatalog abarbeiten und bei denen man sich so richtig unter Beschuss fühlt.

Und wenn dann auch noch richtig dumme oder kuriose Fragen gestellt werden, die mit dem gewünschten Job so gar nichts zu tun haben oder die man einfach nicht erwartet hätte, kann man schon mal richtig doof aus der Wäsche gucken. Wir verraten Ihnen, wie Sie reagieren sollten, um nicht unterzugehen.

Bewerbungsgespräch: die richtige Haltung

Die angemessene Vorstellung in einem Unternehmen, fängt schon bei Ihrer Haltung an. Da Sie bereits seit einigen Jahren fest im Berufsleben verankert sind, sollte man vielleicht meinen, dass Sie von selbst darauf achten. Aber gerade im Alltag achten sehr viele Leute erfahrungsgemäß nicht auf Ihre Körpersprache.

Hier gilt: Die Mischung macht’s. „Man sollte nicht den Lässigen raushängen lassen und sich auf den Stuhl fläzen“, verrät Uwe Schnierda von der Karriereakademie im schleswig-holsteinischen Bredenbek. Ihre Haltung sollte signalisieren, dass Sie die Bewerbungssituation ernst nehmen, aber trotzdem nicht zu steif rüberkommen. Absolutes Tabu ist die sogenannte Pavianhaltung – das für Männer typische Sitzen mit breiten Beinen.

Bewerbungsgespräch: kluges Kontern

Wenn Sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen sind, sollte es absolute Pflicht sein, wenigstens ein Mal auf der Homepage des Unternehmens gewesen zu sein, zu schauen, welche Kunden die betreffende Firma hat, was die Schwerpunkte sind usw. Wie sonst glauben Sie den Interviewer davon überzeugen zu können, dass gerade Sie für den Job perfekt geeignet sind?

Sie müssen immer daran denken, dass Sie sich „verkaufen“ müssen und dass es immer gut ankommt, wenn Sie eine oder mehrere Eigenschaften aus der Stellenbeschreibung herauspicken, die Sie besonders herausfordert und gut zu Ihnen passt – und dies entsprechend im Gespräch erklären können. Und noch wichtiger: Sie sollten daheim, am besten mit einem guten Freund, Bekannten oder Nachbarn, die Interviewsituation üben. Dann können Sie testen, wo noch Unsicherheiten bestehen und können prüfen, wie Sie auf unerwartete Fragen, wie zum Beispiel „Wie würden Sie jemanden beim Zubereiten eines Omeletts anleiten?“ reagieren. Derlei skurrile bis lachhafte Fragen werden nämlich bei Vorstellungsgesprächen immer mehr zum Trend – die Omelett-Frage stammt tatsächlich aus einem Interview der Firma PETCO. Der Interviewer möchte Sie mit solchen Frage bewusst aus der Reserve locken und in einen akuten Stress-Zustand versetzen, um zu schauen, ob sie cool und klug kontern können.

Und genau dieses Kontern muss erst geübt werden. „Am besten übt man das Vorstellungsgespräch im Rollenspiel und bittet einen Freund, einem die verrücktesten Fragen zu stellen. Und wenn man bei dieser Übung darauf geantwortet hat, welches Verkehrszeichen man gerne wäre, kann einen im Vorstellungsgespräch nichts mehr schockieren“, betont der Karriereberater und Autor Martin Wehrle.

Bewerbungsgespräch: Sich so präzise wie möglich beschreiben

Im Gespräch sollten Sie sich immer bewusst sein, dass Ihr Gegenüber Sie so gut wie möglich in der kurzen Zeit kennenlernen möchte. Also etwas mehr als ein „Ich liebe es, im Team zu arbeiten und genieße das Gefühl, wenn alle an einem Strang ziehen“ darf es schon gerne sein. Denn solche Phrasen erzählen leider viel zu viele, sie wirken auswendig gelernt und abstrakt, weil es nichts mit dem spezifischen Job, auf den Sie sich gerade bewerben zu tun hat.

Antworten Sie auf die Frage, ob Sie lieber allein oder im Team arbeiten, lieber differenziert, etwa: „Das ist von der Situation abhängig. Bei neuen Projekten bevorzuge ich das Brainstorming im Team, aber eine Routine-Tätigkeit kann ich auch selbständig meistern.“ Klingt zwar im ersten Moment so, als würden Sie etwas Schwäche zeigen oder sich neue Sachen nicht so ganz zutrauen, aber Ihr Vorgesetzter/Interviewer wird sehr schnell verstehen, dass es Ihnen darum geht, bei einer neuen Aufgabe nicht gleich aus lauter Übermut den Karren an die Wand zu fahren.
Wenn Sie danach gefragt werden, was Sie machen, um dem Stress die Stirn zu bieten, vergessen Sie das übliche Blala à la „Mir macht Stress nichts aus“ oder „Ich bin hart im Nehmen“.

Zählen Sie stattdessen Dinge auf, die Sie entspannen, wie zum Beispiel Musik hören, mit einem Kollegen nett plaudern etc. Das ist viel präziser und wirkt nicht so verbissen. Wenn Sie gerade bei Standard-Fragen noch so Ihre Probleme haben, kreativ zu antworten, wagen Sie einen Blick in „Die 111 wichtigsten Fragen im Vorstellungsgespräch“ von Carolin und Heiko Lüdemann. So kann es Ihnen garantiert nicht mehr passieren, dass Sie einfach nur Ihren Lebenslauf nacherzählen.

Bewerbungsgespräch: Der Ton macht die Musik

Ganz gleich wie doof oder langweilig Sie die Fragen vom Personaler im Bewerbungsgespräch finden, Sie müssen die Situation wie ein Profi meistern und sich nichts anmerken lassen. Immer optimistisch antworten, den oder die Interviewer direkt anschauen und auch bei Fragen, wo Sie etwas nachdenken müssen, nicht zu lange nach unten schauen oder gar ein bedrücktes Gesicht machen.

So strahlt man sicherlich viel aus, aber leider keine Kompetenz und Selbstbewusstsein. Und auch auf Fragen wie „Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch?“, sollten Sie auf den Ton Ihrer Antwort achten. Niemals in einen weinerlichen oder aggressiven Ton aus Hilflosigkeit fallen, denn das lässt Sie labil und unhöflich dastehen. Mit kurzen und optimistischen Antworten wirken Sie dagegen viel eher tough!

Wichtig ist, immer eine plausible Begründung parat zu haben – dann gehen Sie schnell als Argumentationstalent durch und können eventuell sogar Nicht-Romantiker davon überzeugen, dass es sich lohnt, Margaret Mitchells „Vom Winde verweht“ zu lesen.

Autor: Laura Popescu
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