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Rechtsirrtümer: Die fünf häufigsten Missverständnisse im Arbeitsrecht

In der Arbeitswelt wird oft mit dem Gesetzbuch in der Hand gekämpft. Wer sich auskennt, überlebt. Der Berater hat für Sie die Paragraphen des Arbeitsrechts gewälzt.

Bewerbung, Einstellung, Kündigung: Für alles gibt es ein Gesetz und eine lange Paragraphenliste. Wer im Streitgespräch mit dem Chef nicht den Kürzeren ziehen will, ist deshalb besser vorbereitet. Wir erklären fünf Rechtsirrtümer, die in der Arbeitswelt lauern.

1. Rechtsirrtum im Arbeitsrecht: Eine mündliche Kündigung reicht aus

Wenn Ihnen Ihr Chef entgegenschreit „Sie sind gefeuert“, sollte Sie das nicht weiter beunruhigen. Denn Kündigungen müssen immer schriftlich ausgesprochen werden, auch eine elektronische Kündigung ist nicht ausreichend (§ 623 BGB). Im Gegensatz dazu können Arbeitsverträge aber in Ausnahmefällen auch mündlich geschlossen werden.

2. Rechtsirrtum im Arbeitsrecht: Man darf im Bewerbungsgespräch nicht lügen

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in einem Urteil am 6. Februar 2003 festgestellt, dass Arbeitnehmern nicht gekündigt werden darf, wenn sie beim Bewerbungsgespräch eine Schwangerschaft verschweigen. Das gleiche gilt für alle unzulässigen Fragen, also Fragen nach Familienplanung, Religion, Parteizugehörigkeit, sexuellen Neigungen, Gewerkschaftszugehörigkeit und Privatleben.

3. Rechtsirrtum im Arbeitsrecht: Ein kleiner Diebstahl führt nicht automatisch zur Kündigung

Ein weitverbreiteter Irrtum. Denn Diebstahl bleibt Diebstahl, selbst wenn es sich um Müll handelt. So musste 2006 ein Arbeitnehmer, der Aluminiumschrott aus seinem Betrieb mitgehen ließ, seine Sachen packen (LAG Rheinland-Pfalz - 5 Sa 341/05). Grund dafür war unter anderem das zerrüttete Vertrauensverhältnis.

4. Rechtsirrtum im Arbeitsrecht: Nebentätigkeiten können vom Arbeitgeber verboten werden

Das stimmt nur in Ausnahmefällen, denn laut Grundgesetz darf jeder seinen Beruf frei wählen (Art. 12 GG). Wenn durch die Nebentätigkeit ein Interessenkonflikt mit der Haupttätigkeit entsteht, darf der Arbeitgeber aber einschreiten. Eine Nebentätigkeit bei einem konkurrierenden Unternehmen muss zum Beispiel nicht genehmigt werden.

5. Rechtsirrtum im Arbeitsrecht: Krankheit schützt vor Kündigung

Auch das ist leider ein Irrtum, denn Arbeitgeber dürfen eine begründete Kündigung jederzeit aussprechen. In Ausnahmefällen kann sogar die Krankheit als Kündigungsgrund herangezogen werden.

Autor: Tim Geyer, Redakteur
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