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Rechtsirrtümer: Die fünf häufigsten Missverständnisse im Mietrecht

Nur die Schlauen überleben, zumindest auf dem Wohnungsmarkt. Damit Sie bei Streit mit dem Vermieter keinen Rechtsirrtümern aufsitzen, hat der Berater in die Gesetzbücher geschaut und für Sie das Mietrecht studiert.

Hamburg, München, Berlin: Vor allem Großstädte ächzen unter steigenden Mieten. Doch selbst wenn man eine Wohnung gefunden hat, ist der Ärger nicht vorbei. Wir helfen Ihnen bei den Fallstricken des Mietrechts und erklären, wann Sie die Miete mindern dürfen, ob der Vermieter in die Wohnung kann und ob man nach über einem Jahr noch Nebenkosten zahlen muss.

1. Mängel als Grund für Mietminderung gelten nur, wenn der Vermieter Schuld hat

Eine Baustelle vor dem Fenster oder eine überraschend umgeleitete Einflugschneise sind Lärmquellen, für die der Vermieter nichts kann. Aus Mietersicht ist das jedoch egal. Es spielt keine Rolle, ob der Vermieter an dem Mangel schuld ist oder nicht – der Mieter darf in jedem Fall die Miete kürzen (§ 536 BGB).

2. Der Vermieter muss Untermieter nicht erlauben

Falsch. Dazu gibt es eine Regelung, die für juristische Laien kurios klingt: Mieter dürfen ihre Wohnung zwar untervermieten, brauchen dazu aber die Erlaubnis des Vermieters (§ 540 BGB). Der wiederum muss diese Erlaubnis erteilen (§ 553 BGB), falls die Mieter ein berechtigtes Interesse daran haben. Ein „berechtigtes Interesse“ kann zum Beispiel sein, dass Mieter den Wunsch haben, in einer Gemeinschaft zu leben. Das bedeutet, dass der Vermieter die Untervermietung quasi immer erlauben muss.

3. Vermieter dürfen einen Wohnungsschlüssel behalten

Das ist falsch. Der Vermieter darf einen Schlüssel nur dann behalten, wenn der Mieter es ausdrücklich gestattet. Allgemein darf der Vermieter die Wohnung nur in Notfällen und zur Gefahrenabwehr, also zum Beispiel bei einem Wasserrohrbruch, betreten. Laut einem Urteil des Amtsgerichts Köln (Az: 217C483/93) darf der Mieter sogar auf Kosten des Vermieters die Schlösser austauschen lassen, falls der ihm nicht alle Schlüssel gibt.

4. Ist die Wohnung zu klein, darf die Miete gekürzt werden

Das stimmt leider nur dann, wenn der Quadratmeterpreis vertraglich festgehalten wurde. Ansonsten darf eine Wohnung bis zu zehn Prozent kleiner sein, als im Mietvertrag steht. Alles was darüber geht, rechtfertigt eine Mietminderung (BGH, Az. VIII ZR 295/03). Ein Beispiel: Ist die Wohnung um 17 Prozent zu klein, kann die Miete um 17 Prozent gekürzt werden.

5. Nebenkosten dürfen auch Jahre nach dem Auszug eingefordert werden

Auch das ist ein Irrtum, denn Nebenkostenabrechnungen verlieren ihre Gültigkeit ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums. Verpennt der Vermieter die rechtzeitige Nebenkostenabrechnung, zahlt er sie aus eigener Tasche (§ 556 BGB). Ein genauer Blick auf die Abrechnung lohnt sich übrigens. Kosten für Hausverwaltung, Instandhaltung und Reparatur zählen nicht zu den Nebenkosten, obwohl sie oft so deklariert werden.

Autor: Tim Geyer, Redakteur
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