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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Siezen oder duzen?

Alles über die richtige Anrede

So treten Sie bei der Anrede nicht ins Fettnäpfchen

Die korrekte Anrede im Deutschen erfordert Fingerspitzengefühl: Nicht nur das Alter, auch der soziale Status entscheiden darüber, ob duzen oder siezen angebracht ist. Wir wissen, wie man Fettnäpfchen geschickt ausweicht

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war es noch einfach: In der bürgerlichen Gesellschaft wurde jeder mit „Sie“ angesprochen, auch innerhalb der Familie – so wie es Ex-FC-Bayern-Trainer Louis van Gaal auch heute noch von seinen Töchtern erwartet. Doch die Gewerkschaftsbewegung führte das „Du“ ein, um für Brüderlichkeit und Gleichheit Flagge zu zeigen.

Ausdruck von Distanz und Nähe

Heute muss man sich schon ein bisschen mehr Gedanken machen: Siezen bringt Respekt zum Ausdruck, aber es bleibt immer eine gewisse Distanz. Duzen ist persönlicher und schafft Nähe – doch die Gefahr ist groß, dass sich der andere auf den Schlips getreten fühlt, wenn er direkt geduzt wird.

Grundsätzlich gilt: Der Ältere bietet dem Jüngeren das „Du“ an. Wenn eine Person Ihnen das „Du“ anbieten, können Sie davon ausgehen, dass auch Sie diese duzen dürfen. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Bei besonders großen Alters- oder Hierarchieunterschieden ist es auch mal üblich, einseitig zu duzen oder zu siezen.

Video: Diese Regeln sollten Sie beim Flirt im Büro beachten

Im Job entscheidet der Rang über „Du" und „Sie"

Im Geschäftsleben bietet meist der Ranghöhere das „Du“ an. Also der Boss dem Untergebenen und der ältere dem jüngeren Kollegen. Gerade Ältere finden es oft ärgerlich, wenn sie direkt geduzt werden, und werten dieses als Zeichen mangelnden Respekts.

Also: Auch, wenn es in der Branche üblich ist, und man locker wirken möchte, bitte nicht vorschnell zum „Du“ übergehen! Auch ein allgemeines „Du“, das an das gesamte Team gerichtet wird, wirkt unhöflich und kommt selten gut an: Es sollte jedem selbst überlassen werden, wie er angesprochen werden möchte. Was gar nicht geht, ist Duzen, ohne vorher zu fragen – auch, wenn man in der höheren Position ist.

Die schlaue Variante: das „Hamburger Sie“

Für alle, denen das „Du“ zu persönlich und das „Sie“ zu distanziert ist, wurde das „Hamburger Sie“ eingeführt: die Kombination aus der Anrede „Sie“ und dem Vornamen. Diese Variante findet sich häufig in internationalen Unternehmen, denn so ist klar, wie die englische Universalanrede „you“ übersetzt wird. Das „Hamburger Sie“ sorgt für einen vertrauteren Ton und kommt auch zwischen dem älteren Chef und dem sehr jungen Azubi oder in Schule und Uni zum Einsatz.

Im Zweifelsfall nachfragen

Also: Niemals ungefragt Duzen, beim ersten Kontakt ist das „Sie“ immer die bessere Wahl. Außerdem immer die berufliche Rangfolge und die Altersstruktur beachten. Eine direkte Anrede umständlich zu umschiffen, ist keine gute Idee: Das wirkt oft gekünstelt und unpersönlich. Im Zweifelsfall einfach höflich nachfragen, welche Anrede gewünscht ist.

Autor: Katharina Büchele
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