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Orgasmus? Fehlanzeige!

Warum manche Frauen beim Sex nicht kommen können

Kein Orgasmus

Sie tun alles Männermögliche, um ihr Lust zu bereiten, aber Ihre Zweifel bleiben? Vielleicht haben Sie sich einfach auf die falsche Methode fixiert, nämlich den „normalen“ Geschlechtsverkehr. Rund ein Drittel der Frauen kann so nicht kommen

Es war eine Frau, die diesen Verdacht hegte, was ihre eigene Orgasmusfähigkeit betraf: Marie Bonaparte, eine Urenkelin eines Bruders von Napoleon, außerdem Psychoanalytikerin und Sigmund Freuds Statthalterin in Frankreich, liebte Sex. Doch sie hatte auch ein Dogma im Kopf, das leider auch heute noch verbreitet ist: Der „normale“ Orgasmus ist der durch die Penetration des Penis. Alles andere ist nur billiger Ersatz.

Man weiß nicht, ob diese Meinung schon vor Sigmund Freud verbreitet war, zumindest ist sicher, dass er sie zementierte, indem er vom „reifen“ vaginalen und „unreifen“ klitoralen Orgasmus sprach. Heute steht fest, dass der Orgasmus der Frau immer durch die Klitoris ausgelöst wird. Diese reicht nunmal auch ins Innere der Vagina. Freuds Definition ist also praktisch absurd. 

Marie wollte beim Geschlechtsverkehr kommen 

Damals jedenfalls hatte Marie Bonaparte nur ein Ziel: erfüllenden Sex beim Geschlechtsverkehr. So wie es für alle Männer ganz normal ist, wollte auch sie durch die Reibung des Penis in ihrer Vagina kommen. Doch alle Versuche waren vergebens, es ging nicht. Wie genau sie auf die Idee kam, ist unbekannt, doch sie startete 1924 eine wissenschaftliche Untersuchung bei zwar nur 43 Frauen, die 1940 von dem amerikansichen Kollegen Carney Landis bei 37 Frauen wiederholt wurde.

Ihr Verdacht bestätigte sich durch die Messungen und Befragungen. Diejenigen, bei denen der Abstand geringer war, konnten durch die Penetration mit dem Penis kommen. Diese Ergebnisse ließen Marie und fünf weitere Frauen einen radikalen Schritt unternehmen: Sie ließen ihre Klitoris operativ versetzen. Leider funktionierte es bei keiner. Denn wahrscheinlich wurden bei der Operation die Nerven zerstört. Marie Bonaparte verlegte sich danach auf die Psychoanalyse, wie Freud, als Grund für Orgasmusunfähigkeit. Anstatt einfach mit anderen Methoden zufrieden zu sein.

Als erstes einen Blick riskieren

Sie müssen ja nicht gleich mit dem Maßband anrücken, vielleicht hilft auch schon ein Kennerblick auf die betroffene Region. Beispielsweise beim Cunnilingus Ist die Klitoris mehr als 2,5 Zentimeter vom Scheideneingang entfernt? Dann können Sie gleich da weitermachen, wo Sie sind. Denn höchstwahrscheinlich hat Ihre Bettgenossin es nicht so leicht, durch die Stimulation Ihres Penis zum Orgasmus zu kommen.

Zwei amerikanische Wissenschaftlerinnen, Kim Wallen und Elisabeth A. Lloyd, haben jetzt in einer erneuten Studie die Vermutungen von Marie Bonaparte bestätigt. Dazu haben sie allerdings keine neuen Messungen bei heutigen Frauen vorgenommen, sondern bisher nur das alte Material mit neuen statistischen Methoden untersucht.

Warum haben Frauen es mit dem Höhepunkt so schwer?

Sie haben es schwer, das stellen Wallen und Lloyd erst einmal fest. Zehn Prozent der Frauen bekommen nie einen Orgasmus, bei keinerlei Methode. Die anderen variieren sehr stark, so die Autorinnen. Die simple und für Männer naheliegende Methode des Geschlechtsverkehrs – denn, so die Forscherinnen, diese kommen gewöhnlich alle auf diese Art – ist also für die Damenwelt nur eines von vielen Angeboten. Das leider nicht jede annehmen kann. Aber doch meist jede als erstes gemacht bekommt.

Weil es noch immer als „normal“ gilt, bringt es die Frauen in Konflikte. Können sie so nicht, fühlen sie sich unzulänglich. Als einen der möglichen Gründe für die generelle Unregelmäßigkeit des weiblichen Orgasmus nennen die Forscherinnen auch die Tatsache, dass dieser für die Fortpflanzung anders als die Ejakulation des Mannes nicht notwendig ist. 25 Prozent der Befragten kommen immer beim Geschlechtsverkehr, ein Drittel „jedes zweite Mal“ und ein Drittel „nie“.

Große Bandbreite

„Die spezielle Stimulation, die bei Frauen den Orgasmus auslöst, variiert sehr stark“, stellen die Wissenschaftlerinnen fest. Direkte klitorale Stimulation, indirekte klitorale Stimulation, vaginale Stimulation oder Stimulation der Umgebung der Vagina sind Beispiele. Einige Frauen erreichen den Orgasmus so leicht wie Männer, auch mehrmals „während einer Session“, so die Studie. Doch „das ist nicht die typische Erfahrung von Frauen mit dem Orgasmus“, heißt es in der Veröffentlichung. Dass diese großen Unterschiede von anatomischen Unterschieden herrühren, halten die Forscherinnen angesichts ihrer Auswertungen für sehr wahrscheinlich.

Mehr männliche Hormone

Absurderweise haben die Frauen, die beim Geschlechtsverkehr eben nicht kommen können, offenbar im Mutterleib eine höhere Dosis männlicher Hormone abbekommen, so die Wissenschaft. Diese Hormondosis bewirkt angeblich den größeren Abstand. Um das Ganze endgültig zu beweisen, sollte man vielleicht aktuelle Studien mit neuen Messungen vornehmen. Sie können bei Ihrer Freundin ja schon mal anfangen.

Autor: Anne Hanssen
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