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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Die Flirt-Helfer: Das Feuerzeug

So bringt es den Funken zum Überspringen

Die Flirt-Helfer: Das Feuerzeug

Sie sind für dich da, wenn es bei der Paarungsanbahnung klemmt: die Flirt-Helfer. Hier erklären wir, wieso ein Mann stets Feuer in der Hose haben sollte

Du schaust mich an und ich fall in Hypnose, // Du stiehlst mir mein Feuerzeug. Ich spür deinen Atem, die leichte Narkose, // ich bin zu allem bereit. Ich werd dir verfallen ... (ANNETTE HUMPE VON IDEAL: FEUERZEUG, 1981)

Und wenn uns nichts, so überhaupt gar nichts mehr einfällt an einem Abend in der Bar, so bleibt uns doch noch dieser eine Satz: „Entschuldigung, haben Sie bitte Feuer?“ Dieser simple Satz hat schon die finstersten Schweigemomente zwischen Mann und Frau erhellt, und gleich darauf hat ein Feuerzeug mit einem surrend-kratzenden Geräusch das schönste Spiel überhaupt (nämlich das mit dem anderen Geschlecht) eröffnet.

Einen besseren Eisbrecher als Feuer gibt es nicht

Mögen Ästheten protestieren, diese Strategie sei dumm und der Intelligenz einer Dame nicht angemessen. In diesem Krieg ist jedoch jede Waffe recht. Wie sich ein Funken entzündet - ob durch Reibung eines Hölzchens oder durch Blitzschlag -, ist dem einsamen Wanderer in der Fremde letztlich egal, wenn das wärmende Feuer nur brennt.

Nicht anders verhält es sich mit unserer Leidenschaft. Auch die Umworbene zeigt sich – so sie wahrhaftig interessiert ist – erleichtert, wenn das Eis gebrochen ist. Wie lautete der Rat der Altvorderen: Ein junger Mann möge immer Feuer in der Hose und ein Feuerzeug in der Tasche haben!

Natürlich ist die große Macht des kleinen Feuerspenders eng mit dem Laster des Rauchens verbunden. In Zeiten des Rauchverbots konspirativer denn je, bietet das Feuergeben oder das Sich-Feuer-geben-Lassen unter Verschwörern eine unerhörte Möglichkeit körperlicher Nähe: Die knisternde Berührung der fremden Hand, mit der man das Feuer vor dem Wind beschirmt. Der hörbare, ja spürbare Atem des anderen. Dann der Augenaufschlag, der sich beim Anzünden der Zigarette – oder gar beim Feuerfangen? – mit dem Blick des anderen kreuzt.

Zweifellos eine magische Situation, wie es die deutsche Band Ideal einst treffend in einem Lied beschrieb.

Spender oder Empfänger – die Rollenverteilung ist entscheidend

Genau genommen, ist es aber gar nicht von Nöten, bei der Kontaktanbahnung zu rauchen. Gesundheitsbewusste wählen bei einem Rendezvous einfach ein Lokal, in dem Kerzen die Tische schmücken. Und erhellen mit einem Handgriff und einem „Darf ich ...?“ die Herzen. Mag der moderne Menschen nur noch wenig mit seinem Vorfahren aus der Steinzeit gemein haben - die Wärme und Erleuchtung einer Flamme entzünden in ihm nach wie vor Gefühle von Geborgenheit und Zuwendung.

Wer jedoch vor den Austausch von Zärtlichkeiten den des Feuers setzt, sei sich bewusst: Vom ersten Moment an ist entscheidend, ob man nun Spender oder Empfänger ist. Denn diese Rollenverteilung wird sich beim Liebesspiel fortsetzen, im Geben oder im Nehmen.

Selbst der Akt des Diebstahls eines dieser kleinen Zünd-Werkzeuge kann als Vorwegnahme des Herzenraubs gesehen werden. Die Forderung nach Zurückgabe – nichts als Theater. Der leise Protest einer Frau, ihr gespielter Widerstand gegen die Kraft der Liebe ist so alt wie unsere Faszination für das Feuer. Es wärmt uns – doch wer ihm zu nahe kommt, verbrennt sich daran.

Autor: Klaus Mergel
Mit Katrin Heß in den Kissen
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