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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Die Flirt-Helfer (Teil 6): Das Leihkind

Wie es zum gewitzten Komplizen wird

Sie sind für dich da, wenn es bei der Paarungsanbahnung klemmt: die Flirt-Helfer. In Teil 6 unserer Serie erklären wir, wieso Sie sich häufiger mal als freiwilliger Babysitter betätigen sollten.

Tempora mutantur, sagt der Lateiner, die Zeiten ändern sich. Und wir ändern uns mit ihnen. Während es etwa zu Großvaters Zeiten keinesfalls statthaft war, sich einer jungen Mutter in amouröser Absicht zu nähern, ist dies in unseren Tagen gänzlich anders: Damen mit Kind, dafür aber ohne Mann, gibt es heute zuhauf. Nicht selten sind sie geneigt, erneut ihre Herzen zu verschenken. Doch wie, fragt sich da der eifrige Galan, kommt man an sie heran? An diese anmutigen Wesen, zugleich Mutter und Geliebte? In nächtlichen Bars trifft man sie gewiss nicht.

Das Leihkind eröffnet neue Pirschgebiete

Die Antwort liegt auf der Hand: Wer eine Mutter begehrt, muss selbst Vater sein. Oder sich zumindest als solcher geben. Denn die Pirschgebiete für dieses Wild sind Spielplätze, Kindergärten, Kinderarztpraxen und Spielwarengeschäfte. Wer selbst in einem früheren Leben einen Sprössling in die Welt gesetzt hat, ist da sicherlich im Vorteil. Herren ohne Nachwuchs, dafür mit einem hohen Maß an Verwegenheit ausgestattet, können sich an dem orientieren, was ein gewisser Nick Hornby, Schriftsteller aus England, in seinem Werk „About a Boy“ beschreibt.

Über das Herz des Kindes ins Herz der Mutter

Selbiger Literat lässt nämlich seinen Protagonisten Will Freeman an einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende teilnehmen, um sich die Bekanntschaft junger Mütter zu erschleichen. Und er findet auch prompt über das Herz eines Kindes den Weg zu dem seiner Mutter. Nun mag der eine oder andere einwenden, es sei unlauter, den Status eines Vaters vorzutäuschen. Diesen Kritikern sei entgegnet: Ein liebendes Herz verzeiht! Sogar die Schliche eines Mannes, der sich – im Namen der Liebe – den Spross eines befreundeten Paares „ausleiht“. Vorausgesetzt, er zeigt Talent und Zuneigung im Umgang mit dem Kinde und dasselbige ist mit dem Spiel auch einverstanden.

Ein Köder, der junge Mütter anlockt

Eine leichte Übung ist es, ein Kleinkind (ab etwa einem Lebensjahr) im Kinderwagen durch den Park zu schieben. Dann wirkt der kleine Erdenbürger wie ein Köder, der junge Mütter anlockt, die einen Blick auf das Goldköpfchen werfen wollen. Und dabei ein freundliches Wort mit dem Vater wechseln. Bald schon färbt der Nimbus der Niedlichkeit auf den väterlichen Begleiter ab, er genießt so ein großes Maß an Vorschuss-Vertrauen.

Das Leihkind kann zum gewitzten Komplizen werden

Ein wenig schwieriger, doch nicht weniger reizvoll ist die Patenschaft für ein älteres Kind: Der Spielplatz, der Supermarkt (Süßigkeiten) oder das Café sind dann das Revier. Doch sollten Sie sich vorher in den Disziplinen Papierdrachenbau oder Schiffchenschnitzen üben, auch Pflasteranbringen und Trösten sollte Ihnen geläufig sein. Ist Ihnen Ihr kindlicher Begleiter gewogen, kann er zum gewitzten Komplizen werden: indem er mit dem Kind der Dame Freundschaft schließt. Oder mit seinem naiven Charme die Erwachsenen belehrt, dass die beiden einander doch unbedingt kennenlernen mögen.

Ist der Kontakt geglückt und gar ein Paar entstanden, ist die Stunde der Wahrheit unvermeidlich: Sie müssen der Dame gestehen, dass dies nicht ihr Kind ist. Höchstwahrscheinlich wird sie es Ihnen schmunzelnd verzeihen. Zögert sie, bleibt Ihnen immer noch eine Finte: Sie hätten sie testen wollen, ob sie Sie auch mit „Altlasten“ genommen hätte. Welche Mutter könnte da widersprechen?

 
Autor: Klaus Mergel
Mit Katrin Heß in den Kissen
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