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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Würdig Abschied nehmen

Es ist der letzte Tag in vollkommener Freiheit: der Junggesellenabschied. Bevor man heiratet, ist es mittlerweile Brauch geworden, noch mal die Vorzüge wahrer Männerfreundschaft zu zelebrieren. Wir verraten Ihnen, wie die perfekte Junggesellenparty aussehen kann. Und organisiert wird

Besonders im Frühjahr tummeln sich Horden von zukünftigen Ehemännern in den Innenstädten und versuchen – meist schlecht verkleidet – BHs von fremden Frauen zu kaufen oder ihnen Rosen zu anzudrehen, bevor die komplette Mannschaft im Striplokal oder im Bordell landet. Einen Junggesellenabschied kann man so machen. Muss man aber nicht. Sie entscheiden. Hier ein paar Tipps und Vorschläge, wie Sie das Schlimmste verhindern können und den Abend würdig über die Bühne bringen.

Geschichte

Angeblich waren es gerade die so enthaltsamen Spartaner, die schon im antiken Griechenland dem zukünftigen Bräutigam eine Abschiedsfeier angedeihen ließen. Eine noch wahrscheinlichere Variante lautet, dass der Brauch des Junggesellenabschieds aus England stammt. Dort musste der Schwiegersohn in Spe am Abend vor der Hochzeit in festlicher Garderobe vor den Brautvater treten und ihm Rede und Antwort stehen. Gefragt wurde unter anderem, ob sich der Anwärter mit den ehelichen Pflichten auskenne und imstande sei, die Familie zu ernähren.

Start

Für den perfekten Junggesellenabend braucht man nicht nur Alkohol und Frauen. Man benötigt vor allem eins: Stil. Ziel des Abends ist es, sich zu amüsieren und sich noch mal als Single zu fühlen (im Idealfall ohne One-Night-Stand). Und damit ist auch klar: So etwas geschieht nicht von alleine, sondern muss organisiert werden. Gut organisiert werden. Eigentlich sollten die Kumpels das für einen erledigen, aber falls die so zuverlässig sind wie Formel-1-Motoren von Renault, nehmen Sie die Sache selbst in die Hand und delegieren die Angelegenheit.

Zeitpunkt

Ihre Hochzeit planen Sie seit über einem halben Jahr? Dann sollten sie auch mindestens einen Monat vor dem Junggesellenabschied mit dessen Planung beginnen. In Amerika ist es Brauch, den Polterabend am Tag vor der Hochzeit zu feiern. Hierzulande würden so wahrscheinlich die meisten Ehen wegen Übelkeit, Kater und anderen Gebrechen gar nicht erst stattfinden. Der ideale Zeitpunkt ist 14 Tage vor der Hochzeit. So bleibt danach noch genügend Zeit, sich von den Folgen der Feier zu erholen (und sich notfalls die ganze Sache auch noch mal anders zu überlegen).

Strategie

Stellen Sie sich zuerst folgende Frage: Welche Art von Abschied will ich haben? Den Klassiker, der im Stripschuppen endet, oder doch lieber ein ganzes Männerwochenende irgendwo im Ausland? Haben Sie das erst mal abgeklärt, sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Wen wollen Sie dabeihaben? Was soll bei dem Junggesellenabschied passieren? Und was auf keinen Fall? Sind Sie mit diesen Überlegungen zu Rande gekommen, teilen Sie das auch genau so Ihrem Freundeskreis mit. Es ist Ihr Abschied, und wenn Sie lieber ins Casino gehen würden, um im Anzug und Krawatte zu Pokern, sollten das auch alle wissen, bevor Sie im nächsten Titti-Twister-Laden enden und für 120 Euro Aldi-Champagner bestellen.

Zeremonienmeister

Selbst eine Kindergartenparty braucht jemanden, der das ganze überwacht. Das sollte Ihr bester Freund sein, Ihr Blutsbruder, dem Sie bedingungslos vertrauen. Er ist dafür verantwortlich, dass alles reibungslos abläuft, alle beieinander bleiben und diejenigen, die zu schnell betrunken sind, auch versorgt werden und nicht auf der Strecke bleiben.

Zahlmeister

Einer muss am Ende die Zeche zahlen. Und das sollten nicht Sie sein. Normalerweise legen Ihre Freunde zusammen und halten Sie an diesem Abend aus. Klappt das tatsächlich: Herzlichen Glückwunsch. Ihre Kumpels sind die besten. Und damit ist auch klar, dass Sie sich nach dem Abend in Bälde bei Ihnen revanchieren.

Spielchen

Dass es bei einem Junggesellenabschied für Sie ein wenig peinlich wird, gehört einfach dazu. Man muss es ja nicht übertreiben und Dildos in der Fußgängerzone feilbieten oder Frauen bitten, ihnen die Waschzettel von der Unterwäsche schneiden zu dürfen. Es gibt auch andere, unterhaltsame Aufgaben. Zum Beispiel, dass der zukünftige Bräutigam mindestens zehn Kneipen besuchen muss. Oder drei Frauen finden, die Nina heißen. Vor allem aber sollte es nicht zu kompliziert sein und nicht den ganzen Abend in Anspruch nehmen. Sonst wird es schnell langweilig und der Spaß in der Gruppe geht verloren.

Kleidung

Viele finden es lustig, in gleichen T-Shirts rumzulaufen. Ist es aber nicht. Allzu leicht wird man mit dem örtlichen Kegelclub verwechselt. Da ändern auch die lustigen Sprüche auf den Shirts nichts. Trotzdem sollte man nicht auf ein verbindendes Element verzichten. Armbänder, wie sie auf Konzerten oder Clubs ausgegeben werden, reichen vollkommen aus.

Nahrung

Es ist trotz aller Albernheiten ein wichtiger Abend. Von daher sollten Sie das Thema Essen nicht vernachlässigen und nicht auf den erstbesten McDonald’s-Laden bauen. Auch Männergruppen sind in jedem Restaurant gern gesehen. Gönnen Sie sich ein ordentliches 3-Gänge-Menü. So schaffen Sie sich für den späteren Abend eine solide Grundlage im Magen und beweisen einmal mehr, dass Sie Stil haben.

Trinken

Ohne Alkohol geht es an diesem Abend nicht. Aber trinken Sie kontrolliert. Wer schon um 22 Uhr nur noch kriechen kann, dem entgeht auch der ganze Spaß. Halten Sie sich mit den Schnäpsen bis weit nach Mitternacht zurück und lehnen Sie bis dahin alles Hochprozentige ab. Nein, das macht Sie nicht zum Spielverderber, sondern zu einem weisen Mann, der aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.

Stripperin

Zwar hat sich noch nie klären lassen, was es bringen soll, sich von einer halbnackten Frau heiß machen zu lassen, die man Ende nicht vernaschen darf, aber scheinbar gehört ein Ausziehschuppen unabänderlich zu einem Junggesellenabschied dazu. Wenn Sie auf diese Einlage nicht verzichten wollen (oder können/dürfen), tun Sie sich selbst den Gefallen und suchen im Vorfeld ein angemessenes Etablissement aus. In jeder Stadt gibt es mindestens einen Club mit Niveau und Frauen, die nicht so aussehen, als bräuchten Sie schon morgens um 8 Uhr einen kleinen Schnaps.

Beweismaterial

Natürlich wollen Sie sich an so einen denkwürdigen Abend auch erinnern. Und dazu gehören auch Fotos. Treffen Sie mit Ihren Kumpeln eine Absprache: Fotografiert und gefilmt wird nur bis Mitternacht. Sie wollen doch nicht, dass Ihre zukünftige Gemahlin auf Facebook ein Bild von Ihnen findet, auf dem Sie Ihren Kopf zwischen die Brüste eine Stripperin namens Mandy pressen.

Schweigegelübde

Sie kennen die erste Regel des Fight Clubs? Und die zweite? Sehr gut, denn das gilt auch für den Junggesellenabschied. Über den Abend wird im Anschluss kein Wort mehr verloren. Zumindest nicht vor anderen. Wer dabei war, weiß, was passiert ist und Sätze wie: „Was hast du dann eigentlich mit der Kleinen gemacht, der du den Tanga mit den Zähnen ausgezogen hast?“ kommen nie gut an. Schon gar nicht am Tag der Hochzeit.

Autor: Martin Trockner
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