Direkt zum Inhalt
Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Ehevertrag

Wie sinnvoll ist er wirklich?

Was mein ist, ist auch dein?

Heiraten ohne Ehevertrag? Das ist heutzutage in Deutschland kaum noch vorstellbar. Doch warum ist ein Ehevertrag eigentlich sinnvoll? Und was passiert, wenn man keinen hat? Wie Sie sich im Juristen-Deutsch nicht verirren

Heiraten ist - zumindest im besten Fall - eine romantische Angelegenheit. Trotzdem bestehen immer mehr Männer (und auch Frauen) auf einen Ehevertrag. Doch wie passen eine Liebesheirat und knallharte juristische Vereinbarungen zusammen? Vielen Paaren widerstrebt es, sich schon vor der Hochzeit Gedanken über eine etwaige Trennung zu machen.

Sinnvoll ist es trotzdem: "Welt Online" zufolge scheitert in Deutschland jede dritte Ehe. Wenn Sie also am Ende nicht ausgenommen werden wollen wie eine Weihnachtsgans, sollten Sie vor einer Eheschließung die eine oder andere Regelung vertraglich festhalten. Aber Vorsicht: Was immer Sie in Ihrem Ehevertrag beschließen, muss notariell beglaubigt werden. Andernfalls ist der Vertrag ungültig. Noch Fragen? Der Berater zeigt Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Wem gehört was?

Nach 15 Ehejahren ist es meist schwer, 'meins und deins' noch auseinanderzuhalten. Um hier Streitfälle zu vermeiden, ist es sinnvoll, den Güterstand in einem Ehevertrag zu regeln. Ist dies nicht der Fall, gilt automatisch der Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Das heißt, dass alles, was beide Partner mit in die Ehe gebracht haben, auch im Fall einer Scheidung ihnen allein gehört. Während der Ehe hinzugewonnenes Vermögen wird allerdings bei der Scheidung zu gleichen Teilen zwischen den Lebenspartnern aufgeteilt.

Eine andere Möglichkeit ist die Gütertrennung: Hierbei wird in der Ehe erworbenes Vermögen nicht einfach durch zwei geteilt, sondern gehört dem Ehepartner, der es verdient bzw. gespart hat. In diesem Fall muss auch kein Zugewinnausgleich gewährt werden. Das genaue Gegenteil hiervon ist die Gütergemeinschaft. Bei dieser Regelung gehört sämtliches Eigentum der Eheleute beiden Ehepartnern.

Versorgungsausgleich?

Der sogenannte Versorgungsausgleich ist der zweite große Punkt, der ehevertraglich geregelt werden sollte. Es geht dabei um das Recht auf Rente, diverse Altersvorsorgen und Lebensversicherungen, welches während der Zeit der Ehe von beiden Ehepartnern erworben wurde. Grundsätzlich gilt, dass die Versorgungsansprüche im Fall einer Scheidung zwischen beiden Partnern halbgeteilt werden.

Für den Fall, dass einer der beiden Partner einen versorgungstechnischen Vorteil hat - beispielsweise eine hohe Lebensversicherung - muss dem anderen Partner ein Versorgungsausgleich gezahlt werden. Für alle, die das nicht wollen: Bei einer kurzen Ehe von bis zu drei Jahren findet ein Versorgungsausgleich nur dann statt, wenn einer der beiden Ehepartner ihn beantragt.

Nach der Scheidung für den anderen zahlen?

Nach der Scheidung muss in der Regel einer der ehemaligen Partner Unterhalt zahlen. Unterschieden wird zwischen Unterhalt für den ehemaligen Partner und Unterhalt für die gemeinsamen Kinder. Dabei gibt es aber natürlich auch Überschneidungen: Bleiben beispielsweise die Kinder bei der Mutter, die daraufhin nur noch halbtags oder gar nicht mehr arbeiten und dadurch ihren Lebensstandard nicht halten kann, so ist der Vater zu Unterhaltszahlungen an beide verpflichtet.

Dieses Prinzip funktioniert natürlich auch umgekehrt, kommt aber deutlich seltener vor. Zwar können Ehepartner von der Norm abweichende Unterhaltszahlungen vertraglich festhalten, allerdings muss die Zahlung in jedem Fall die Sicherstellung des Lebensbedarfs der jeweiligen Person garantieren.

individuelle Regeln

Neben den drei großen Punkten Güterstand, Versorgungsausgleich und Unterhalt können Ehepaare natürlich noch ganz eigene Klauseln in Ihren Vertrag einbauen. So kann beispielsweise festgelegt werden, ob Kinder geplant bzw. gewollt sind, wann sie kommen sollen und wie das gemeinsame Eheleben gestaltet werden soll. Solche Regelungen sind zwar vor Gericht nicht einklagbar - niemand kann einen anderen Menschen verklagen, weil er keine Kinder will - können aber unter Umständen zu einer schnelleren Abwicklung einer Scheidung führen.

Autor: Lena Kluth
Newsletter

Jede Woche neu:
die spannendsten Themen,
die schönsten Frauen

Jede Woche neu: die spannendsten Themen, die schönsten Frauen

The was an error. Please try again later.