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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Flirten im Büro: Wie weit kann man gehen?

Statistisch gesehen entsteht jede dritte Ehe am Arbeitsplatz. Warum auch nicht? Man verbringt ja schließlich die meiste Zeit dort. Bevor man sich als Single abends auf dem freien Markt tummeln muss, schaut man sich die Kolleginnen vielleicht etwas genauer an. Doch, was ist mit Flirten am Arbeitsplatz, wenn man selber schon vergeben ist und wann wird aus einem Flirt eine Belästigung?

Der Flirt am Arbeitsplatz lässt den nervigen Chef und die Unmengen an Arbeit in Vergessenheit geraten. Man achtet plötzlich wieder mehr auf sein Aussehen und seinen Arbeitseinsatz, um im Kollegenkreis zu punkten. Dagegen kann doch keiner etwas haben. Doch, was ist, wenn der Flirt unangenehm wird, es zu einer Beziehung kommt, oder man sich auf eine Affäre einlässt?

Mit der Praktikantin

Bei der Praktikantin oder freien Mitarbeiterin lassen sich die Herren schneller zu einem Flirt verleiten. Man weiß, dass die Damen nur vorübergehend direkte Kolleginnen sind und das lässt schon manche Hemmschwelle sinken. Gegen einen kleinen Flirt ist sicher nichts einzuwenden, bei sehr jungen Kolleginnen von einer auswärtigen Agentur sollte man aber sehr behutsam vorgehen. Die trauen sich meistens nämlich nicht, etwas gegen die Flirterei zu sagen, auch wenn sie keine Lust auf ein Date haben.

Natürlich kann man sein Glück versuchen und der jungen Kollegin die Kantine zeigen oder Tipps fürs Berufsleben geben. Allerdings sollte von einer Einladung zu einem Cocktail abends abgesehen werden – vor allem, wenn man selber in einer Beziehung ist. Auffällige Veränderungen, wie zum Beispiel, dass man plötzlich in der Konferenz sein Hemd sehr weit offen lässt, um seine Tattoos und die Brustbehaarung zu zeigen, werden auch von anderen weiblichen Kolleginnen registriert. Das Gerede in der Gerüchteküche ist vorprogrammiert und man wird schnell zur Lachnummer.

Abweisung und Belästigung

Die neue Kollegin will nun partout nichts von einem wissen, fühlt sich langsam aber sicher bedrängt und bereut es täglich, dass sie den Kollegen bei Facebook als Freund angenommen hat. Er kommentiert alles und mutiert langsam zum Stalker. Höchstwahrscheinlich wird sie sich dann doch einer Kollegin oder einem Kollegen anvertrauen – das kann unangenehme Folgen haben. Häufig werden Frauen belästigt, die gerade frisch in die Firma gekommen sind und dementsprechend wenig Unterstützung im Kollegenkreis finden.

Aber auch Frauen, die direkte Konkurrentinnen oder höher gestellt sind, sind betroffen. Dann wird allerdings versucht, die Frau zu diskreditieren oder zu demütigen. Die sexuelle Belästigung beginnt bereits mit „zufälligen“ Berührungen oder dem Erzählen von versauten Witzen, um eine Reaktion zu provozieren. „Du siehst heute aber wieder sexy aus“, ist übrigens auch kein Kompliment.

Vorsicht: An manchen Arbeitsstellen ist bereits das Aufhängen von Bildern mit nackten Frauen eine Belästigung. Das sollte man – wenn man nicht gerade in der Playboy-Redaktion arbeitet – vorher mit den Kollegen und Chefs klären.

Die Anmache

Man hat schon alles versucht, um mit der Kollegin zu flirten, traut sich aber nicht wirklich, sie anzusprechen. Trotzdem sollte man es versuchen, mit ihr alleine Mittag essen zu gehen oder gemeinsam einen Kaffee zu trinken. Bis zur nächsten Betriebsfeier zu warten, sich Mut anzutrinken und es dann zu versuchen, kommt außerhalb der Karnevalssaison im Rheinland meistens nicht so gut an. Bevor man das weibliche Objekt der Begierde anspricht, sollte man aber nicht bei den männlichen Kollegen damit prahlen, dass man alle rumkriegt und jedes Detail der Unterhaltung weitergeben. Auch Männer quatschen und dann genießt man schnell einen zwielichtigen Ruf in der Firma.

Das Paar

Aus einem Flirt am Arbeitsplatz ist eine Beziehung entstanden. Eigentlich ist alles prima. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht erlaubt kein Verbot des Arbeitgebers gegen eine Beziehung unter Kollegen. Der Chef kann allerdings Paare auseinandersetzen, wenn sich deswegen die Rahmenbedingungen nicht gravierend ändern (zum Beispiel: Umzug von einem Einzelbüro in ein Großraumbüro).

Generell kann ein Arbeitgeber nichts gegen frisch verliebte Kollegen haben. Sie sind gut gelaunt und motiviert und gehen gerne ins Büro. Schwierig wird es allerdings, wenn die Beziehung wieder auseinandergeht. Die Arbeit sollte auf keinen Fall unter Beziehungsstress leiden. Wenn sich ein Paar gebildet hat, sollte es auf Geheimniskrämerei verzichten und lieber gleich die Kollegen offen darauf hinweisen. Alles andere heizt nur wieder die Gerüchteküche an und die Partnerin kann den Eindruck bekommen, dass man nicht zur Partnerschaft steht.

Neben den positiven Nebeneffekten wie eine Fahrgemeinschaft und Austauschen von Firmendingen kommen aber auch die negativen Effekte hinzu. Schnell nimmt man den Arbeitsalltag mit nach Hause und kann nur schwer abschalten. Man sollte darauf achten, dass man im privaten Rahmen nicht nur über die Arbeit spricht. Aber gilt das nicht auch für jede andere Beziehung auch?

Chef und Angestellte

„Wütend kommt die Ehefrau nach Hause und schmeißt ihrem Mann ein durchsichtiges Höschen aus schwarzer Seide vor die Füße: 'Das habe ich unter deinem Beifahrersitz gefunden. Es stammt bestimmt von deiner Sekretärin!' — 'Quatsch', antwortet er: 'Meine Sekretärin ist jetzt schon sechs Jahre bei mir. In der ganzen Zeit hat sie kein einziges Mal ein schwarzes Höschen getragen.'"

Diese Art von Witzen gibt es in rauen Mengen, aber der Alltag sieht nicht ganz so witzig aus. Der Chef ist in dem Fall immer fein raus und wird als Held gefeiert, die Angestellte ist meistens ein Flittchen, das sich nur hoch schlafen will. Man darf nicht vergessen, dass die Angestellte aus arbeitsrechtlicher Sicht sozial und materiell vom Chef abhängig ist. Falls die Beziehung beendet wird, kann der Chef seine Machtposition ausnutzen und sie auch beruflich schnell ins Abseits befördern. Darum sollte man sich gut überlegen, ob man einen Flirt im Büro riskieren will. Schließlich gilt: Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.

Autor: Britta Geiger
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