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Und am Schluss wird geheiratet?

Darum geht's in Frauenpornos

Und am Schluss wird geheiratet? Darum geht´s in Frauenpornos

Sexfilme und Frauen – passt das zusammen nach Emanzipationsbewegung, Gleichberechtigung und Alice Schwarzer? Und worum geht's in Frauenpornos eigentlich? Der Berater weiß es

Sicher, man ist geneigt, mit einem klaren „jein“ zu antworten, wenn es darum geht, ob Frauen Pornos mögen. Wie so oft im Leben, wenn es um die wirklich wichtigen Fragen geht. Und schließlich ist jede Frau anders. Aber nach langer Recherche: in diesem einen speziellen Fall bedarf es einem lautstarken und eindeutigen „JA!“ Denn Frauen mögen Pornos. Tatsächlich. Wenn sie gut sind. Und geschmackvoll gemacht. Wenn es keine fünf Typen gibt, die einer fast schon hysterisch erwartungsfrohen Frau ins Gesicht spritzen. Oder drei besockte Osteuropäer, die eine Frau „beackern“ – und zwar auf einem fleckigen Sofa vor einer 70er-Jahre-Gardine. Bei solchen Bildern ist es mit der weiblichen Lust nämlich sehr schnell vorbei.

Frauen und Pornos – das kann sehr gut funktionieren

Wann Frauen sehr gerne hinsehen? Wenn zwei Menschen richtig viel Spaß im Bett haben und man ihnen das auch ansieht. Denn Frauen schauen Pornos nicht zur reinen Lustbefriedigung – ein Sexfilm ist für sie in erster Linie keine Rubbelvorlage, sondern Inspiration, die sie mit ins (Ehe)bett nimmt. Ja, Frauen lassen sich gerne anstecken, entflammen, enthemmen. Und nein, Frauen wollen keine langen Dialoge über Liebe und ewige Treue. Sie möchten expliziten Sex sehen. Aber gut sollte er schon sein. Nachahmenswert. Und auch Orgien dürfen sein. Aber gepflegte.

Video: So wird der Privat-Porno ein Meisterwerk

Frauen und Pornos – auch ein Thema für die Wissenschaft

Dass Frauen Sexfilme mögen, bestätigt auch die Wissenschaft: Hirnforscher der Universität Atlanta fanden heraus, dass Frauen von Pornos fast genauso erregt werden wie Männer. Dass 61 Prozent der Frauen Pornos im Internet sehen, was eine Umfrage der amerikanischen Zeitschrift „Self“ herausfand, ist da nicht überraschend.

Gibt es Pornos für Frauen? Aber ja doch!

Es sind junge Filmemacherinnen, die erkannt haben, dass eine große Nachfrage nach Sexfilmen herrscht – und zwar vonseiten der Frauen. In „Five hot stories for her“ von Erika Lust gibt es beispielsweise kein uninspiriertes Dampfgerammel von einem Loch ins nächste, sondern heißen Sex, bei dem eine Frau in erster Linie eine Menge Freude hat. Mit einem Mann. Mit mehreren Männern. Und vor allem viel Leidenschaft. Und: Das Setting macht den Unterschied. Das Loft einer Metropole, das geschmackvoll eingerichtete Schlafzimmer oder die stylische Küche. Letztlich gibt eine plausible Story den Kick. Da rächt sich eine Frau an ihrem untreuen Gatten, indem sie auf ihrer Party zwei seiner Fußballerkollegen verführt. Da erfüllt sich eine ihren Sextraum und treibt es mit dem Pizzaboten. Da lebt ein Paar seine sexuellen Wünsche mit Masken und allerlei SM-Zubehör aus – in einem Hotel ganz weit weg vom Alltagsstress. Auch die Deutsche Petra Joy ist eine, die erkannt hat, dass Frauen weit mehr als Blümchensex sehen wollen. Mit „Female Fantasies“ drehte sie Szenen voll mit expliziten Sex-Darstellungen und Zügellosigkeit. Und weil es mittlerweile eine ganze Riege von Filmemacherinnen gibt, die ihre Kamera gerne auf kopulierende Paare halten, gab Petra Joy mit „Her Porn“ eine Doppel-DVD heraus, in der ganz unterschiedliche „Frauenpornos“ versammelt sind. Mit dabei auch eine Sequenz der US-Amerikanerin Candida Royalle, die schon in den Achtzigern, als Alice Schwarzer mit ihrer „PorNo-Kampagne“ Sexfilme als frauenfeindlich beschimpfte, das prüde Amerika mit ihren Sexfilmen schockte. Fazit: Frauenpornos sind was für SIE und auch für IHN – vorausgesetzt, die Filmwahl stimmt.

Video: Vorzeitiger Orgasmus – Auch Frauen können zu früh kommen

Autor: Kira Brück
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