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Fünf Meisterwerke der Literatur

die helfen, Frauen zu verstehen

OB Fünf Meisterwerke der Literatur

Lesen bildet – auch in Bezug auf Frauen. Wer die richtigen Literatur-Klassiker zur Hand nimmt, hat davon mehr als reine Schöngeisterei. Einige Werke können einen Mann zum Frauenversteher machen. Und der Berater weiß, welche das sind.

Frauen lesen mehr als Männer. Was auch daran liegt, dass sich Frauen häufig in Figuren wiederfinden können und sich vom Autor verstanden fühlen. Dabei gibt es einige Schriftsteller und Schriftsstellerinnen, die besonders gekonnt weit verbreitete, weibliche Wesenszüge eingefangen haben. Wer sich also als Mann eben diese Werke einverleibt, hat gute Chancen, beim anderen Geschlecht mehr Durch- bzw. Einblick zu erlangen. Doppelt gut am Lesen: Bildung wirkt auf die meisten Frauen sexy. Klar, sollten Sie nicht zum Klugscheißer mutieren. Hin und wieder unaufdringlich mit der ein oder anderen Weisheit aus einem Literatur-Klassiker aufwarten zu können, wird jedoch garantiert beeindrucken. Also Buch auf oder Kindle an. Damit Sie sich nicht durch einen Berg an Literatur kämpfen müssen, verrät der Berater, welche Plots Sie in Sachen Frauenverstehen weiterbringen.

Frauenversteher-Literatur: 1. Christoph Hein „Drachenblut“

Meist sind ja eher Männer Experten darin, niemanden wirklich an sich heran zu lassen und verschlossen zu sein. Aber es gibt natürlich auch Frauen, an die nur sehr schwer ranzukommen ist. Wenn Sie drauf und dran sind, sich die Zähne an einem solchen Exemplar auszubeißen und einfach nicht verstehen können, was eigentlich ihr Problem ist, kann dieses Werk helfen. Kaum ein Schrifststeller hat so perfekt und einfühlsam wie Christoph Hein über das Innenleben einer Frau geschrieben, die keine Nähe zulassen kann – oder, um die Metapher aufzugreifen, die in Drachenblut gebadet hat und deshalb unverwundbar, gleichzeitig aber auch isoliert ist. Und wer „Drachenblut“ liest, wird vielleicht mehr Verständnis aufbringen können. Und somit hat er auch bessere Chancen, die aufgebaute Mauer doch noch einzubrechen und die Dame seines Herzens zu erobern.

Frauenversteher-Literatur: 2. Friedrich Dürrenmatt „Der Besuch der alten Dame“

Im Grunde sinnen Frauen eher selten auf Rache – wenn es aber doch dazu kommt, zeigen sie sich unerbittlich. Claire Zachanassian als „alte Dame“ kehrt in Dürrenmatts Satire in ihr Heimatdorf zurück, um sich an ihrem ehemaligen Liebhaber zu rächen. Am Ende ist der tot. Wenn, dann eben richtig. Besonders geschickt daran: Sie instrumentalisiert andere, um die Drecksarbeit zu machen. Ein guter Plan, der die Schwächen der Mitmenschen ausnutzt. Natürlich überzogen. Dennoch ist die unmissverständliche Botschaft: Hüte dich vor des Weibes schrecklichem Zorn! Und die Wahrheit, die darin verborgen steckt: Wenn es sein muss, können Frauen gnadenloser sein, als jeder Krieger – ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Dürrenmatt hat ohnehin – zwar meist nicht sehr schmeichelhafte, aber dennoch nicht unwahre – Weisheiten über Frauen parat gehabt. In „Die Physiker“ lässt er den vermeintlichen Einstein sagen „Es gibt nichts Unsinnigeres auf der Welt als die Raserei, mit der sich die Weiber aufopfern“ – und tatsächlich steckt fast in jeder Dame ein Helfersyndrom, das bis zur Selbstaufgabe ausgereizt werden kann – aber natürlich nicht muss. Der andere Dürrenmatt-Kracher: „Frauen sind im Stande, einen Mann nur deshalb zu lieben, weil sie ihn einer anderen nicht gönnen“ – auch wahr, sonst würde die „Ich mache sie eifersüchtig“-Nummer nicht so oft so gut funktionieren.

Frauenversteher-Literatur: 3. Jane Austen – von „Sinn und Sinnlichkeit“ bis „Emma“

Die meisten Frauen stehen auf Romantik. Und kaum eine Schriftstellerin hat die weiblichen Sehnsüchte und romantischen Träumereien treffender zu Papier gebracht als Jane Austen in ihren Meisterwerken. Kleiner Test: Erwähnen Sie „Mr. Darcy" und die Chancen stehen gut, dass Ihre Liebste mit verklärtem Blick oder einem schmachtenden Seufzer reagiert. Hauptthematik bei Austen im Grunde immer wieder: Der innere Kampf der Frau zwischen Vernunft und Gefühl, zwischen Realität und Träumerei. Natürlich müssen sich Frauen heute nicht mehr mit den Konventionen des viktorianischen Englands herumschlagen, dennoch können sich auch moderne Damen in den Geschichten bzw. dem Dilemma wiederfinden. Was bei Jane Austen besonders deutlich wird: Frauen träumen anders. Ist Frau in einen Mann verliebt, läuft meist gleich die potenzielle Zukunft mit ihm als Film vor dem geistigen Auge ab. Und während der Mann einfach nur den Moment genießt, verliert seine Liebste vor lauter Träumen den Blick für die Realität. Als Mann hat man da schlechte Karten, weil man den Vorstellungen eigentlich nie gerecht werden kann. Die Enttäuschung ist also vorprogrammiert. Damit es kein allzu böses Erwachen gibt, ist es daher von Vorteil, ein Gefühl für weibliche Träumereien und Romantikvorstellungen zu bekommen – wozu sich die Lektüre von Jane Austen perfekt eignet. Wer „Emma” liest, kann zudem verstehen lernen, warum es viele Frauen einfach nicht lassen können, Menschen miteinander zu verkuppeln und warum das eigentlich immer eine ausgesprochen miese Idee ist.

Frauenversteher-Literatur: 4. Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos „Gefährliche Liebschaften“

Mit der Marquis de Merteuil hat Laclos eine der faszinierndsten, aber auch bösartigsten Frauengestalten der Litertaur geschaffen. Was man von dieser Dame lernen kann? Frauen beherrschen das gesellschaftliche Spiel der Täuschung und Intrigen – wenn sie denn wollen – perfekt. Sie bewahren Geheimnisse besser und lügen gekonnter als die meisten Männer. Und sie verstehen es, insbesondere Männer, zu manipulieren. Und Reue müssen sie dabei nicht empfinden. Wie weit das gehen kann, erklärt das Buch – zum Fürchten. Weich, zart und gütig muss also nicht sein – geht aber auch. Bei Laclos haben wir neben der bösen Hure de Merteuil auch die tugendhafte Heilige in Madame de Truvel – beides stilisierte Extreme. Echte Frauen liegen mit ihrem Facettenreichtum – je nach Laune – irgendwo dazwischen oder jenseits. Dennoch führt der Roman vor Augen, zu was Frauen im Stande sind, wenn sie sich nicht frei entfalten können, unterdrückt sind. Fazit: Der Liebsten immer schön Freiraum zur Selbstverwirklichung lassen. Eine Weisheit, die die alte Tante der tugendhaften Madame mit auf den Weg gibt: „Eine Frau kann nur das Glück genießen, dass sie schenkt. Ein Mann dagegen, genießt, was er hat". Klar, überzogen. Aber ein bisschen Wahrheit steckt schon darin. Die meisten Frauen brauchen ab und an die Gewissheit, dass ihr Mann glücklich ist und dass er schätzt, was sie zu diesem Glück beitragen. In der Regel fällt es der Damenwelt nämlich wesentlich schwerer als den Männern, einfach egoistisch zu sein und sich zu nehmen, was Frau will und sich nicht darum zu scheren, wie es dem Mann dabei geht. Ein Mann, der das verstanden hat, wird automatisch mehr Wertschätzung zeigen – öfter als er es bisher für nötig gehalten hat. Wem Lesen zu blöd ist: In diesem Fall ist die Verfilmung genial. John Malkovich und Glenn Close sind in den Hauptrollen derart großartig, dass Ihnen hier der Griff zur DVD sogar zu empfehlen ist. Falls Sie was zitieren wollen, verweisen Sie aber auf das Buch von Laclos, wie er unter Literaturkennern genannt wird – kommt noch besser.

Frauenversteher-Literatur: 5. Astrid Lindgren „Pippi Langstrumpf“ oder „Ronja Räubertochter”

Klar, das sind Klassiker der Kinderliteratur, aber so gut wie jede Frau hat sie als Mädchen verschlungen und sich im Innern – wenn alles gut lief – ein bisschen Pippi oder Ronja bewahrt. Das Motto bei Astrid Lindgren für alle Mädchen: Sei frech, frei, wild und wunderbar! Warum das auch bei erwachsenen Frauen noch so gut ankommt? Dahinter steckt die im Alltag so oft unerfüllte Sehnsucht nach Abenteuer, Unabhängigkeit, Freiheit, Mut, Stärke und Lebensfreude. Frauen kümmern sich meist bereitwillig um andere, Kinder, Männer, sind verantwortungsbewusst und übernehmen auch in der Beziehung oft den vernünftigen Part. Aber hin und wieder will auch eine Frau ausrasten und die unvernünftige Ronja oder Pippi frei lassen. Wenn Sie eine Frau also wirklich glücklich machen wollen, müssen Sie ihr solche Pippi-Momente gönnen oder – noch besser – ihr schenken, indem Sie sie dazu ermutigen. Schließlich ist Kindsköpfig sein kein Männermonopol. Und um herauzufinden, was das Kind im Weibe so begehrt: Nachlesen und mit Pippi und Ronja auf Abenteuerreise gehen. Die großartige Astrid hat's nämlich erfasst und wusste genau, was Mädchenherzen begehren und brauchen, um große, starke, glückliche Frauen zu werden.

Autor: Kirstin Macher
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