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Flirthelfer Alkohol: Kann man sich eine Frau schön trinken?

Für jeden Topf gibt es einen Deckel. Das Problem dabei: Nicht immer ist das gerade angebotene Deckelsortiment auch attraktiv. Wer nur Spaß für eine Nacht sucht, greift daher auch gerne mal zum Alkohol als Deckelpolitur. Aber kann Mann sich die Frauen wirklich schön trinken?

Für eine dauerhaft glückliche Beziehung braucht es natürlich eine Frau mit inneren Werten. Gar keine Frage. Sich eine ganze Ehe schön trinken - da würde schon alleine die Leber nicht mitspielen. Doch für den einmaligen Sex ist es ziemlich schnuppe, ob die dafür Auserkorene kinderlieb ist, oder den Nachwuchs mit Wonne aus dem Bus tritt – Hauptsache die Verpackung stimmt. Und wenn nicht, dann kann ein Schluck Alkohol nachhelfen. Wird in Tresen-Kreisen zumindest berichtet. Aber klappt das wirklich?

Ja, man kann sich Frauen schön trinken!

Ja! Und zwar aus zwei Gründen: Zum einen, weil Alkohol uns - man staune - verblödet. Und deswegen kommen uns Frauen im Suff tatsächlich schöner vor. Im nüchternen Zustand finden wir symmetrische Frauengesichter anziehender, weil wir sie als weiblicher empfinden und sie uns obendrein gute Gene signalisieren. Haben wir aber erst einmal ordentlich Wodka in der Vene, ist unsere Wahrnehmung in Hinblick auf die Symmetrie gestört. Das haben Jörg Huber und sein Team von der Rohehampton University London herausgefunden. Sie kamen bei Tests zu dem Ergebnis, dass es uns im trunkenen Zustand große Probleme bereitet, symmetrische von windschiefen Gesichtern zu unterscheiden. Mit der Folge, dass uns auf einmal viel mehr Frauen im Raum gefallen. Toll!

Wundermittel Dopamin

Der zweite Grund ist hingegen chemischer Natur. Und deutet strenggenommen darauf hin, dass wir uns die Frauen nicht schöner trinken – es ist uns nach den ersten Gläsern Bier nur schnurz piep egal, wie sie aussehen. „Schon wenige Schluck Alkohol bringen unser Gehirn dazu, das Glückshormon Dopamin auszuschütten“, erklärt der Experte für Suchtforschung, Prof. Dr. Jochen Mutschler von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. „Dadurch kann eine gewisse Angstminderung und Enthemmung der Persönlichkeit zu einer Erleichterung sozialer Beziehungen führen. Ausserdem können sexuelle Bedürfnisse gesteigert werden.“ Überspitzt zusammengefasst bedeutet das: Wenn wir betrunken sind, finden wir fast alle Frauen attraktiv, weil wir so spitz sind, dass wir eh jede mit nach Hause nehmen würden.

Man kann sich Frauen auch schön denken

Doch selbst der strenge Nichttrinker kann sich mithilfe des Alkohols schnurstracks von der letzten Matrosenabsteige auf eine Victoria Secret-Party beamen – ohne den Fusel auch nur anzurühren. Der Gedanke an Alkohol reicht schon, um Frauen attraktiver zu finden. Sozialpsychologe Markus Denzler von der University of Amsterdam grenzt allerdings ein, dass das nur auf Männer zutrifft, „die nicht mitbekommen, dass in ihrem Gedächtnis gerade Alkohol aktiviert wird, und die außerdem von vorneherein die Erwartung haben, dass Alkohol ihre sexuelle Lust steigert.“ Im Grunde erklärt sich Denzler das mit einer simplen Placebo-Wirkung: „Wenn wir andere beim Trinken beobachten, sehen wir automatisch, welche Effekte das auslöst und bilden uns eine Erwartung über die Wirkung von Alkohol.“

Das heißt: Sehen wir beispielsweise einen Freund, der hemmungslos jeden Rock anbaggert, sobald er einen über den Durst gekippt hat, lernen wir, dass Alkohol möglicherweise sozial offener macht oder das sexuelle Verlangen steigert. „Wenn dies nun gelernt wurde, können diese Erwartungen bei uns ganz unabhängig von der Alkoholeinnahme aktiviert werden.“ Allerdings fehlt uns dann die Ausrede, mit der wir unseren Fauxpas der letzten Nacht vor den Kumpels rechtfertigen können.

Autor: Maximilian Reich
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