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Lautes Stöhnen

Warum es für Frauen beim Sex dazugehört

Lautes Stöhnen beim Sex

Lautes Stöhnen beim Sex – dass das bei Frauen häufiger und heftiger vorkommt als bei Männern, ist nicht nur ein Klischee, das die Pornoindustrie erfunden hat. Sogar die Wissenschaft versucht mittlerweile hinter das Geheimnis exzessiver weiblicher Lustschreie zu kommen. Mit äußerst uncharmanten Ergebnissen.

Auch wenn man es gern glauben würde, aber leider ist der Grund, warum Frauen beim Sex oft lauthals Stöhnen und die ganze Wohnanlage zusammentreiben, nicht der, dass man gut bestückt oder gar ein Genie im Bett ist. Die Wahrheit ist viel banaler, wie zwei wissenschaftliche Untersuchungen vor kurzem herausgefunden haben. Und um es gleich vorweg zu sagen: Die Ergebnisse dieser Studien sind nicht unbedingt schmeichelhaft. Weder für die Männer- noch für die Frauenwelt.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Der amerikanische Psychologe und Autor Christopher Ryan hat in seinem Buch „Sex At Dawn. The Prehistoric Origins Of Modern Sexuality“ die Theorie aufgestellt, dass das laute Stöhnen der Frau beim Sex ein Resultat der Evolution ist. Es soll dazu dienen, andere Männer anzulocken. Bei seiner These stützt sich Ryan auf die Untersuchungen des britischen Forschers Stuart Semple, der dies anhand der Lustschreie bei Primaten herausgefunden hat. Das Weibchen brüllt beim Kopulieren und ruft damit andere Männchen auf den Plan. So ergibt sich eine Wettbewerbssituation und am Ende kann sich das beste Genmaterial durchsetzen. Der Primatenforscher stellte überdies fest, dass das Gekreische der Weibchen umso schriller und komplexer wurde, je höher der soziale Rang des Männchens in der Gruppe war. Das soll nun aber nicht heißen, dass Ihre Partnerin unbedingt den reichen Nachbarn herbeistöhnen will. Denn meist wird bei allzu langem und andauerndem Lustspektakel nur einer an die Tür klopfen: der freundliche Beamte von der herbeigerufenen Polizeistreife.

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Lautes Stöhnen beim Sex verspricht ein schnelles Ende

Äußerst unerfreulich ist auch die Begründung für das weibliche Stöhnen beim Sex, die Gayle Brewer von der University of Central Lancashire und Colin Hendrie von der Uni Leeds entdeckt haben wollen. Laut einer Umfrage unter 71 Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren wird im Bett hauptsächlich aus einem Grund die Stimme erhoben: um die ganze Angelegenheit zu beschleunigen. Denn je lauter und lustvoller gekreischt wird, umso mehr erregt es den Mann und umso schneller kommt er zum Orgasmus. Das heißt im Umkehrschluss: Wird die Partnerin laut, hat man sie im Bett nicht wirklich überzeugt und sie will es nur noch hinter sich bringen. Immerhin: Laut der Studie von Brewer und Hendrie gaben 87 Prozent der befragten Frauen an, dass sie mit ihrem Stöhnen unter anderem das Selbstbewusstsein des Partners stärken wollen.

Autor: Martin Trockner
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