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Liebe auf Distanz: So hält die Fernbeziehung

Jedes achte Paar führt angeblich eine Beziehung auf Distanz. Klingt erstmal blöd – wenn man sich liebt, will man einander schließlich so nah sein wie möglich. Trotzdem können Fernbeziehungen funktionieren

Man kann sich nicht aussuchen, in wen man sich verliebt. Zufällig surften Sie also auf dieser Dating-Seite und lernten Ihre Traumfrau kennen. Oder Sie flirteten im Urlaub mit ihr in der Strandbar. Vielleicht haben Sie sie auch zufällig in Ihrer Eckkneipe getroffen. Völlig egal. Wichtig sind nur drei Tatsachen.

Tatsache Nummer eins: Sie haben sich verliebt.
Tatsache Nummer zwei: Die Person, in die Sie sich verliebt haben, wohnt in Mexico City.
Tatsache Nummer drei: Sie nicht.
Die einzig vernünftige Reaktion auf das Problem: Weinen und mit dem Fuß aufstampfen.

Doch auf Dauer brauchen Sie einen Plan. In einem Anfall vorauseilenden Gehorsams Schluss zu machen wäre idiotisch: Eine Fernbeziehung hat genauso große Chancen zu überleben wie jede andere Beziehung auch. Das hat der amerikanische Psychologe Gregory Guldner vom „Center for the Study of Long Distance Relationships" herausgefunden. Aber es gelten für die Liebe auf Distanz ein paar Sonderregeln, die Sie beachten sollten.

Sprechen Sie in einer Fernbeziehung vorher über Erwartungen

Egal, ob Sie von Anfang an eine Fernbeziehung führen oder ob Ihre Freundin erst nach vielen gemeinsamen Jahren den Drang verspürt, das Land zu verlassen: Erstmal müssen Sie essentielle Beziehungsfragen miteinander klären. Haben Sie dieselben Vorstellungen von Treue? Wie viel Kontakt erwarten Sie voneinander? Wie oft planen Sie, einander zu besuchen? Stellen Sie klare Regeln auf. Dr. Gregory Guldner fand heraus, dass sich der Großteil der Paare, die sich nicht auf ihre Fernliebe vorbereiteten, innerhalb von sechs Monaten wieder trennen.

Bleiben Sie in Kontakt

Telefonieren Sie, skypen Sie, schicken Sie sich SMS, Mails, Briefe oder kleine Päckchen. Die modernen Kommunikationsmöglichkeiten bieten beste Voraussetzungen für regelmäßigen Kontakt. Nutzen Sie das! Einerseits, um einander immer wieder zu bestätigen „Ja, Schatz, ich liebe und vermisse dich“.

Andererseits sollten Sie auch Alltägliches miteinander teilen. Denn über das Leben des Anderen Bescheid zu wissen, beugt Eifersuchtsattacken vor. (Die verständlich, aber in den meisten Fällen unbegründet sind. Studien zeigen, dass Fernliebende nicht häufiger fremdgehen als Männer und Frauen in Normalo-Beziehungen).

Und: Je besser Sie einander auf dem Laufenden halten, desto schneller werden Sie auch wieder miteinander warm, wenn Sie sich das nächste Mal persönlich in die Arme schließen. Ach ja, das gilt auch für eine andere Art von Austausch... äh, Stichwort Telefonsex.

Bleiben Sie realistisch – gerade, wenn es um Fernbeziehungen geht

Wenn die Tage, die man miteinander verbringt, so selten sind, dann neigt man zu einer hohen Erwartungshaltung. Ein Programm abzuturnen, das Samstag und Sonntag alles nachholen soll, was normale Paare in einem Monat erleben, führt nur zu Stress. Entspannen Sie sich, genießen Sie die Zweisamkeit. Suchen Sie nicht auf Krampf und ununterbrochen intensivsten Kontakt, wenn sich nebeneinander Zeitung lesen oder zusammen in den Supermarkt gehen auch super anfühlt.

Und: Auch Fernliebende müssen mal streiten. Stellen Sie deswegen nicht gleich die ganze Beziehung infrage. Statt Diskussionen und unangenehme Themen gänzlich zu vermeiden, geht es darum, richtig miteinander zu streiten. Heißt: Schuldzuweisungen vermeiden, Kompromisse eingehen, liebevoll versöhnen. Vielleicht sogar mit Versöhnungssex.

Genießen Sie Ihre Unabhängigkeit

So sehr Sie Ihre Partnerin auch vermissen – vergessen Sie nicht die Vorteile, die Ihnen eine Fernbeziehung bringt. Unter der Woche können Sie Ihr Leben leben, wie es Ihnen passt. Ohne, dass Ihnen jemand reinredet oder Ansprüche stellt. Sie können Ihre Hobbies und Freundschaften pflegen, die sonst vielleicht Pärchenabenden zum Opfer fallen würden. Sie haben die Unabhängigkeit eines Singles, ohne die traurige Gewissheit, von niemandem geliebt zu werden, Sie haben die Geborgenheit einer Beziehung, ohne heimischen Meckerterror. Beneidenswert!

Bleiben Sie optimistisch

Dazu gehört, bei jeder Abreise schon den nächsten Anreise-Termin zu kennen. Oder, langfristig, eine ungefähre Ahnung zu haben, wann beide wieder im selben Postleitzahlenbereich wohnen werden. Anstatt sich darüber zu beschweren, dass Sie sich nie sehen, reden Sie lieber über die schönen Dinge, die Sie letztes Mal zusammen unternommen haben oder die, die Sie nächstes Mal zusammen unternehmen werden.

Und lassen Sie sich in schwierigen Phasen von Gregory Guldners Worten aufbauen: „Dass Fernbeziehungen an der Distanz zerbrechen, ist ein Mythos. Paare trennen sich aus vielen Gründen, aber nicht aufgrund der Entfernung. Fernbeziehungspaare geben in Befragungen die gleichen Werte an Intimität, Vertrauen, Verbindlichkeit und Zufriedenheit an wie Paare, die sich geografisch näher sind.“

Autor: Birgit Querengäßer
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