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Oxytocin

Was ist dran am Mythos Kuschelgen?

Oxytocin

Warum wollen Frauen nach dem Sex immer kuscheln? Ist das eine seltsame Frauenkrankheit – oder ist der Grund tatsächlich das viel beschworene Kuschelgen. Gibt es das überhaupt, oder ist das nur die Ausrede der Frauen, um ordentlich betätschelt zu werden? Der Berater ist dem Mythos Kuschelgen auf den Grund gegangen.

Was im Volksmund Kuschelgen genannt wird, trägt eigentlich den höchst wissenschaftliche Namen Oxytocin. Oxytocin, das Kuschelgen, ist ein zyklisches Peptid (eine Sequenz aus Aminosäuren). Produziert wird das Kuschelgen im Hypothalamus, dem Steuerzentrum des vegetativen Nervenzentrums im Gehirn. Freigesetzt wird Oxytocin an den Oxytocin-Rezeptoren, die sich in den Milchdrüsen, im Gewebe der Geschlechtsorgane, in den Nieren, dem Herzen, dem Thymus, der Bauchspeicheldrüse und den Fettzellen befinden. Das Oxytocin dient dabei als Botenstoff zwischen den Nervenzellen und bewirkt die Kontraktion der glatten Muskulatur. Die geschieht zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, wenn sich Gebärmutter und Samenleiter zusammenziehen.

Das Kuschelgen bildet sich beim Austausch von Zärtlichkeiten

1953 bekam der US-Chemiker Vincent du Vigneaud den Chemie-Nobelpreis für die Entdeckung des Neuropeptids Oxytocin. Was er damals noch nicht wusste: 60 Jahre später ist Oxytocin in aller Munde – und zwar unter dem Namen Kuschelgen. Wissenschaftler fanden heraus, dass Oxytocin zwischenmenschliche Beziehungen intensiviert und damit Vertrauen schafft. Gebildet wird das Peptid nämlich bezeichnenderweise beim Austausch von Zärtlichkeiten. Die größten Mengen Oxytocin werden beim Sex produziert. Und es entsteht nicht nur beim Austausch von Zärtlichkeiten oder beim Sex, sondern es steigert auch das sexuelle Verlangen bei Frauen und Männern gleichermaßen.

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Das Kuschelgen hat eine beruhigende Wirkung

Bei Männern erhöht Oxytocin außerdem die Empathie, das bedeutet die Fähigkeit sich in andere Personen hinein zu versetzen. Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass Oxytocin bei sich streitenden Ehepaaren eine beruhigende, deeskalierende Wirkung hat. Na, wer sagt´s denn: Es ist also was dran an der These vom Versöhnungssex. Das Kuschelgen gibt es also wirklich, nur eins muss uns klar sein: Auch wenn ein signifikanter Zusammenhang zwischen Oxytocin und dem Fühlen und Handeln besteht, heißt das nicht, dass das Kuschelgen für die ewige Liebe sorgt.

Autor: Lena Iker
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