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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Sex auf der Disko-Toilette

Auf einer Disko-Toilette Sex zu haben, ist in der Theorie eine reizvolle Vorstellung. In der Praxis entpuppt sich die Idee vom schnellen Liebesakt im Club jedoch als aufwändiges Vorhaben

Ob als spontane Lusteruption zwischen anonymen Clubbesuchern oder als pikante Erweiterung des Sexlebens von Pärchen: Sex auf Disko-Toiletten ist eine reizvolle Angelegenheit zumindest in der Theorie. Alles zu den wilden Vorstellungen des Liebesaktes zwischen Scherben und Spülkästen.

Prolog

Sie lernen eine junge Dame auf der Tanzfläche kennen bzw. werden kennengelernt. Sogleich läuft unbewusst die Androstenon- und Kopulinanalyse ihrer beider Hormonhaushalte ab, mit dem erfreulichen Ergebnis: Sie beiden wären einem Quickie nicht abgeneigt. Aus welchen Gründen auch immer Sie sich entscheiden, die Dame statt zu Ihnen, mit auf die Toilette zu nehmen (sei es, weil Sie vorhaben, nach dem Stelldichein noch weiter auf die Pirsch zu gehen, sei es, weil Sie postkoitale Dialoge vermeiden wollen, oder Sie einfach die Lust übermannt).

Sie sollten wissen: Eine Disko-Toieltte ist kein Ponyhof. Und schon gar nicht das heimische Schlafzimmer. Erwarten Sie mehr Stress als Spaß, mehr Krampf als Akrobatik. Wir haben Sie gewarnt. Die Umgebung stellt Anforderungen, denen man ehrgeizig und siegessicher entgegentreten muss.

Zu mir oder zu dir?

Eines vorweg: Seien Sie zuvorkommend im buchstäblichen Sinne. Beim Eintritt in die Herrentoilette des Clubs gilt die gleiche Regel, wie beim Eintritt in ein Restaurant gehobener Klasse: Der Herr geht voran und zieht so die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich. So wird zum einen seine Begleiterin nicht beschämt, zum anderen können Sie den gewünschten Platz (in diesem Falle eine freie Kabine) aussuchen.

Präferieren Sie unter allen Umständen die Herrentoilette! Entgegen vieler Vorurteile sind diese in Diskos meist sauberer als die Waschräume der Damen. Der Grund: Männer stellen sich zum Urinieren vor die dafür vorgesehenen Becken. Die Angst, sich auf verdrecktes Porzellan setzen zu müssen, zwingt Frauen oft in die Hocke, was wiederum... – Sie wissen, worauf wir hinauswollen. Ganz abgesehen davon, ist Sauberkeit auf einem Clubklo nur eine relative Größe. Seien Sie sich darüber bewusst: Es wird schmutzig.

Ausziehen

Allein durch mangelnden Platz ist es nahezu unmöglich, sich in einer schmalen Toilettenkabine vollständig zu entkleiden. Auch wenn Sie sich für Superman halten der Trick mit der Telefonzelle funktioniert nicht. Hinzu kommt eine weitere Tücke: Ist der Boden feucht und scherbenbedeckt, was anzunehmen ist, da Clubböden meist feucht und scherbenbedeckt sind, ziehen Sie Ihre Hose nur so weit hinunter, wie nötig und halten Sie sie breitbeinigerweise davon ab, herunterzurutschen. Trägt Ihre Partnerin weder Kleid noch Rock, sondern ebenfalls Jeans, sparen Sie sich das Prozedere oder gehen zu Oralsex über. All dies gilt übrigens nicht für geräumige Unisex-Kabinen, die in immer mehr Clubs ihre Verbreitung finden.

Tipp: Zwei Kabinen des Berliner Watergate (im 1. wie 2. Stock jeweils auf der linken Seite) sind nicht nur großzügig bemessen, sondern bieten Blick auf das nächtliche Spreeufer.

 erbitterter Stellungskrieg

Das Handgemenge beginnt: Wer bringt sich wie in Position? Am einfachsten: Stellen Sie sich hinter Ihre Partnerin. Jede andere Möglichkeit ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Obacht: Spülkästen wirken solider als sie sind. Vermeiden Sie es deswegen, Füße darauf abzustellen, sich darauf abzustützen, daran festzuhalten, anzustoßen, in irgendeiner Weise in Mitleidenschaft zu ziehen. So heiß ihre Nummer auch sein mag: Eine mehrere hundert Euro schwere Rechnung eines Sanitärunternehmens lohnt sich nie.

Epilog

Ordnen Sie Ihre Kleidung, bevor Sie wieder hinaus auf die Tanzfläche treten. Sorgfalt walten lassen: Checken Sie besser ein Mal mehr, ob sich Scherben zwischen den Falten ihrer Hose versteckt haben! Wischen Sie sich Ihr verschmitztes Grinsen und den Schweiß aus dem Gesicht. Lassen Sie sich nichts anmerken und beanworten Sie jede Frage nach den Stickerresten auf Ihrem Rücken, den Wasserflecken auf Ihrer Hose mit einem jovialen Achselzucken.

Autor: Sebastian R. Tromm
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