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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Wie Don Juan: So quatscht man eine Frau ins Bett

Wie überrede ich eine Frau mit mir zu schlafen? Mit goldenen Worten, mit Charme und Witz und aufmerksamen Augen – oder mit heldenhaften Geschichten und gespieltem Desinteresse? Ja, vielleicht ein bisschen von all dem, je nach Mann und je nach Frau, je nach Laune und Ort der Begegnung. Das Don-Juan-Rezept

Es gibt diese Szene im Film „Don Juan“ mit Johnny Depp. Der albern maskierte Don Juan de Marco erspäht eine wunderschöne Frau, sie sitzt alleine in einem Restaurant, der Tisch ist gedeckt für zwei Personen. Er setzt sich zu ihr, lässt sich nicht beirren, obwohl sie ihn abwimmeln will und belustigt scheint: Wo denn gerade der Maskenball stattfinden würde, zu dem er hinwolle. Sie fragt ihn, ob er Frauen verführen würde, so wie man einen Zwölfjährigen fragt, ob er schon einmal ein Mädchen geküsst habe.

Don Juan verneint, er nutze Frauen nicht aus, stattdessen schenke er ihnen Lust. Die Frau hängt an seinen Lippen. Als er die Hand der Schönen ergreift und ihre Finger mit ihren Beinen vergleicht, ihre Fingerkuppen mit den Füßen und dann sanft den Punkt küsst, an dem ihre Finger zusammenlaufen, hat er sie. Nach einer Minute und dreiundfünfzig Sekunden wird eine neue Szene eingeblendet, sie zeigen, wie sich die Hand von Don Juans Eroberung vor Lust verkrampft. Nun sind die meisten von uns keine Don Juans. Aber ein paar Lektionen können wir aus dieser Szene doch lernen.

Lektion I: Sei ein guter Beobachter

Don Juan sucht sich nicht die Erstbeste aus, sondern zum einen eine sehr schöne Frau. Zum anderen eine, die offensichtlich jemanden an ihrer Seite vermisst. Im Film kehrt die Schöne leicht frustriert von einem Telefonat zu ihrem Tisch zurück, an dem sie alleine sitzt. Wer flirten möchte, sucht sich oft Frauen in seiner Gewichtsklasse. Ein Bekannter hat neulich erzählt, er grabe immer Frauen an, die „gerade noch so gehen“. Weil er sich da mehr Chancen ausrechne.

Und weil sich scheinbar alle Männer mit ernsthaften Flirtambitionen auf einen ästhetischen Kompromiss einlassen, bleiben die überdurchschnittlich attraktiven Frauen paradoxerweise übrig. Oder müssen jene abwehren, die sich zwar den Mut angetrunken haben, sie endlich anzusprechen, gleichzeitig aber zu voll sind, um noch irgendwo zu landen. Deswegen: Geh ruhig auf die Hübschen zu. Sie werden es dir danken.

Lektion II: Sei nicht bedürftig

Don Juan will Frauen nicht verführen – er gibt sich ihnen als Geschenk. Du willst Sex, du hast ihn wirklich unglaublich nötig? Dann zeig das bloß nicht! Es bedeutet entweder, dass du ein Sexmaniac bist, der alles vögelt, was nicht bei drei über die Theke hechtet. Oder, dass du das komplette Gegenteil bist. Nämlich jemand, der auf den zweiten Blick noch uninteressanter ist als auf den ersten. Mach dich ein bisschen locker.

Dein Mantra des Abends sollte sein: „Ihr wollt Sex von mir. Ich will nur einen schönen Abend.“ Sei nicht unfreundlich, aber provozierend unaufgeregt. Suche das Gespräch, aber führe es nicht zum Ende. Zeig oder sag einer Frau, dass du sie attraktiv findest, als sei es das Selbstverständlichste der Welt. Hol ihr einen Drink, verkleide es als einen reinen Akt der Freundlichkeit und des persönlichen Interesses, auf das Gespräch anzustoßen. Hole ihr aber keinen zweiten Drink. Geh weiter. Nicht unbedingt direkt zur nächsten Frau. Aber geh weiter. Hab Spaß. Eure Wege werden sich sicherlich wieder kreuzen, vielleicht früher als du denkst.

Lektion III: Sei selbstbewusst

Don Juan tut die spöttische Bemerkung zu seiner Kostümierung selbstbewusst ab. Und Selbstbewusstsein macht attraktiv, ist aber auch das Resultat von Erfolgserlebnissen. So wie hin und wieder erfolgreich jemanden abzuschleppen. Oder wenigstens die Gewissheit zu besitzen, es theoretisch zu können. Nun ist die oben genannte Unaufgeregtheit sicherlich ein Kind des Selbstbewusstseins. Und das Grundvertrauen in die eigene Wirkung auf Frauen wirkt nun einmal auf Frauen. Egal ob man hässlich ist oder stottert. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Denn es gehört auch ein kleiner Trick dazu. Wenn man nur ein gewisses Talent hat, sich selbst ein wenig anzuflunkern, verinnerlicht sich das Mantra „Ich will nur einen schönen Abend“, macht sich breit in den eigenen Gedanken.

Was hat man schon zu verlieren? Dass man keinen Sex hat? Den gibt es erst recht nicht für diejenigen, die das Maul nicht aufkriegen, weil sie Angst vor einem Korb haben. Abzublitzen, nicht zu gefallen, das passiert auch den größten Schönlingen und den derbsten Aufreißern. Das wird euch jede Frau bestätigen. Heruntergezogene Schmolllippen und eine Karma-Backpfeife gibt es allerdings, wenn die Blickkontakte etwas anbahnen, zu dem es dann aber nicht kommt.

Lektion IV: Sei detailversessen

Don Juan erklärt seiner verzückten Eroberung, dass es die Details sind, auf die man bei einer Frau achten muss. „Eine bestimmte Struktur des Haares, eine Unebenheit am Ohr“, nennt er zwei Beispiele, auf welche die meisten Männer sicherlich nicht achten. Die Titten und der Arsch lenken ja auch zu sehr ab vom Rest. Klammer sie also zunächst einmal aus. Achte auf den kleinen Fleck im linken Auge. Auf das Kinn. Mach ihnen ein Kompliment. Wie viele Frauen haben schon gehört: „Ich finde dein Kinn toll“? Eben, sehr wenige. Achte aber darauf, dass du nicht wie ein Fußfetischist rüberkommst, wenn du sagst, du würdest den schwarzen Nagellack auf ihren Zehen sehr heiß finden. Achte auch darauf, dass es wirklich Nagellack ist.

Lektion V: Sei kein großer Aufschneider (aber ein kleiner)

Don Juan de Marco erlegt seine Beute mit dem Mund, nicht mit dem Bizeps. Um Frauen ins Bett zu kriegen, muss man kein Modellathlet sein. Ein schlanker Körperbau und ein ausgeprägtes Sixpack sind natürlich prima, weil man beim Treppensteigen nicht so ins Schwitzen kommt. Aber für Frauen ist eine spannende Geschichte und ein ausgeprägter Humor mindestens ebenbürtig.

Deswegen gilt: Erzähle deine besten Geschichten. Auch wenn deine Freunde es nicht mehr hören können, wie du den Bandwettbewerb gewonnen hast, obwohl du gar nicht singen kannst. Oder, dass du mit einem russischen Kosmonauten Vodka trinkend per Anhalter durch die halbe Ukraine gefahren bist. Denn sie kennt die Geschichten nicht. Es ist auch nicht ganz so wichtig, immer bei der Wahrheit zu bleiben. Übertreibungen und das Hinzuerfinden von kleinen Ausschmückungen sind durchaus erlaubt. Denn du willst unterhalten, das Versprechen geben, ein großartiger Typ zu sein, das dann durch eine gemeinsame Nacht eingelöst werden kann. Und in dem Moment, in dem sie anspringt auf die Geschichte, findet sie nicht nur dich und deine anderen Geschichten witzig. Dafür brauchst du garantiert keine schwarze Maske.

Autor: Tom Rottmann
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