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Trends im Kommen

So wird das Sex-Jahr 2019

Trends im Kommen: So wird das Sex-Jahr 2019

Wird 2019 das beste Sex-Jahr aller Zeiten? Mit dieser Frage reiste unsere Autorin zur Sex Expo nach New York und brachte sieben heiße Tipps mit.

Die Sex Expo in New York ist eine Erotik-Messe, wie es sie auch bei uns unbedingt geben sollte: ohne Live-Kopulationsprogramm, lüsterne Hobbyfilmer und Pornosternchen-Autogrammstunde. Dafür mit jeder Menge Sex-Experten, die in Workshops Themen wie „Mindful Masturbation“ (achtsame Selbstbefriedigung) oder „Advanced Blowjobs“ (fortgeschrittener Oralverkehr) so ernsthaft diskutieren, als wären es geisteswissenschaftliche Studienfächer. Und natürlich mit unzähligen Ständen voller vibrierender Spielzeugneuheiten. Ein perfekter Ort also, um zu erfahren: Wie geht Sex 2019? Ideen für ein maximal erfüllendes Jahr.

1. Koitus-Coaching per App

Die Smart-Watch war gestern, das neue heiße Ding ist das Smart-Sextoy. Denn das misst nicht nur, wie viele Kalorien beim Liebesspiel abkopuliert werden, sondern macht anhand der individuellen Vorlieben per App Vorschläge, mit welchen Tricks und Stellungen es beim nächsten Mal noch wilder werden könnte. Eine Art persönlicher Beischlaf-Unternehmensberater also. Getragen wird "Lovely" wie ein penisring mit zusätzlicher Stimulationsfunktion.

2. Solosex Olé

Selbstliebe – an diesem Begriff klebten lange Zeit Eso-Muff und Müslikrümel. Dass ihn sich die Erotikindustrie jetzt zum Neuaufladen schnappte, war wirklich ein schlauer Move. Seit Solosex nämlich ganz unverschmuddelt als Wellness und Selbstfürsorge gepriesen wird, findet er nicht mehr verschämt hinter geschlossenen Türen statt. "Orgasm Is A Human Right" propagieren Lifestyle-Vibratoren-Dealer wir Womanizer oder Crave. Und Porno-Veteran Rocco Siffredi verkündet, den besten Orgasmus überhaupt mit dem "Satisfyer Man" gehabt zu haben. Bleibt zu hoffen, dass all die Selbstliebe-Übungen eher als appetitanregende Trainingseinheiten statt als Ersatzverkehr gedacht sind. Sonst müssen wir bald noch mal über die Sache mit der Fortpflanzung sprechen...

3. Von der Sexpertin lernen

Die kanadische Sexologin Jessico O'Reilly ist so etwas wie eine Kreuzung zwischen Carolin Kebekus und einem Sex-Ratgeber. Mit handfesten Tipps und Gags aus einem Stand-up-Comedy-Programm bringt sie ihr Publikum dazu, erstaunliche Dinge zu tun. Aus der Sex Expo zum Beispiel: gemeinschaftlich zu schwören, die Klitoris der Frau nie mehr wie eine Türklingel zu behandeln. Als "Dr. Jess" spricht und coacht sie weltweit. Falls sich also irgendwo die Gelegenheit bieten sollte: unbedingt hingehen.

Playboy: Dr. Jess, warum ist Lachen beim Lernen über Sex so wichtig? Dr. Jess: Ich habe festgestellt, dass sich meine Zuschauer entspannen, wenn ich sie zum Lachen bringe – und dann sind sie aufnahmebereit. Wenn ich es schaffe, dass sie sich gut fühlen, indem ich eine Blowjob-Technik zeige und einen Witz dazu reiße, hören sie mir zu.

Wie sind Sie überhaupt zur Sex-Expertin geworden? Ich hatte eigentlich nicht vor, Sexologin zu werden. Ich war Highschool-Lehrerin und wollte Kollegen dabei helfen, besseren Aufklärungsunterricht zu machen. Aber dann begann ich, auch in Unternehmen Seminare für Führungskräfte zu geben. Denn was bringt es, erfolgreich zu sein, wenn es zu Hause nicht gut läuft?

Welches war das schönste Kompliment, das Sie für Ihre Arbeit bekommen haben? Ich freue mich, wenn Leute mir schreiben, dass ich ihnen geholfen habe, eine Konversation mit ihrem Partner zu beginnen.

Und was ist mit Komplimenten zu Ihren Sex-Techniken? Um ehrlich zu sein, sind die Sex-Techniken nur meine Eisbrecher, um die Leute dazu zu bringen, den wichtigeren Botschaften zuzuhören. Wenn du nicht gut in Blowjobs oder Handjobs bist, kannst du trotzdem ein großartiger Liebhaber sein: indem du lernst, leidenschaftlich zu sein und zu kommunizieren.

Wie geht gute Kommunikation über Sex? Nicht nur sagen, was man selbst möchte, sondern dem Partner zuhören. Wenn wir uns nicht so sehr auf unsere Performance konzentrieren, sondern mehr darauf, präsent zu sein, haben wir besseren Sex.

4. Hartsein Light

Diese ganze Sadomaso-Sache wurde ja in den letzten Jahren quasi mit dem Dampfhammer als Sex-Trend installiert. Kabelbinder und Lederpeitsche gehören längst zum Schlafzimmer-Standard-Equipment. Aber müssen es denn immer gleich „50 Shades of Grey“ sein? Dass nur fünf sogar viel reizvoller sein können, zeigen die stilvollen BDSM-Accessoires des Labels Bijoux Indiscrets, die glatt als Abendschmuck durchgehen. Geschenkidee, ick hör dir strapsen.

5. Nicht aufhören zu fragen

Guter Sex hat mit Verstehen zu tun. Und selbst in Zeiten frei zugänglichen Endloswissens im Internet geht nichts über einen persönlichen Rat: den von der Liebsten im Bett – oder auch den von Theresa Lachner, die als Sexual-Relationship-Managerin des Erotik-Konzerns Beate Uhse (theresa@beate-uhse.com) Fragen beantwortet.

Playboy: Frau Lachner, warum führt Fragen zu besserem Sex? Theresa Lachner: Weil jeder Mensch unterschiedlich ist und wir nicht in andere reinschauen können. Was sich für die Ex super angefühlt hat, findet die Neue vielleicht grauenhaft! Menschen kommen nun mal nicht mit Bedienungsanleitung, deswegen sind wir auf Feedback angewiesen. Ein einfaches „Gefällt dir das?“ oder „Was wünschst du dir?“ reicht oft schon aus.

Fällt das Männern schwerer als Frauen? Wer fragt, gibt zu, dass er sich bei etwas nicht ganz sicher sein kann. Das fällt Menschen mit großen Egos wesentlich schwerer.

Was macht eine Sexual-Relationship-Managerin genau? Ich helfe Menschen bei ihren Unsicherheiten zum Thema Sex, kläre auf und zeige, wie man seine Wünsche und Bedürfnisse besser kommunizieren kann.

Schon Beate Uhse bekam zu ihren Lebzeiten säckeweise Briefe. Wie hat sie den Leuten geholfen? Sie hat die Menschen mit ihren Unsicherheiten ernst genommen und ganz handfest Antworten und entsprechende Hilfsmittel zur Verfügung gestellt.

Was sind die häufigsten Fragen? „Wie kann ich zum besten Liebhaber aller Zeiten werden?“ Und das Pendant dazu: „Wie geht eigentlich ein richtig guter Blowjob?“ Auch da wiederhole ich gebetsmühlenartig: Frag doch die andere Person, wie sie es gern hätte.

Welche Themen gelten heute immer noch als Tabu? Analsex ist da natürlich der Klassiker – vor allem für heterosexuelle Männer in der passiven Rolle.

6. Dirty Talk

Um zu wissen, wie Frauen über Sex denken und reden, mussten sich Männer früher durch endlose „Sex and the City“-Staffeln kämpfen. Jetzt gibt es diese Einsichten auch ohne Shopping-Rahmenhandlung – via Podcast. Wie funktioniert Dirty Talk wirklich? Kann man zu viele Orgasmen haben? Und wo ist der verdammte G-Punkt? Über solche Themen sprechen zum Beispiel die beiden Freundinnen Amy und April aus Kalifornien in ihrer Talk-Reihe „Shameless Sex“. Aber auch bei uns ziehen die Ladys längst nach: Deutschsprachige Podcasts zum schönsten Thema der Welt wie „Oh, Baby“ oder „Besser als Sex“ gehören unbedingt auf die Zuhören-Liste.

7. Slow Sex statt Fast Fuck

Es klingt wie eine Yogamatten-Marke – aber daran führt nichts vorbei: Das Zauberwort „Mindfulness“ (zu Deutsch: Achtsamkeit) ist unter Sex-Experten der Begriff der Stunde. Denkt man sich den Esoterik-Anstrich allerdings weg, bleibt ein Trend, der ziemlich gut machbar ist: sich beim Sex voll und ganz auf Sex konzentrieren. Easy, kriegen wir hin. Und sind schon ganz vorn mit dabei.

Wir danken Beate Uhse für die Einladung zur Sex Expo nach New York.

 

 

 

Autor: Mareike Opitz
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