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Freundschaft mit der Ex

gibt es das?

Von wegen Freunde bleiben

Der berühmte Lass-uns-Freunde-Bleiben-Satz ist am Ende der Beziehung ein echter Klassiker. Doch wie viel Ernst steckt hinter dem Klischee? Und wollen wir das wirklich – eine Freundschaft mit der Ex? Wie es funktionieren kann – aber nicht muss

„Es ist aus!“ Mit diesem Satz beendet man nicht nur eine Beziehung, sondern oftmals gleichzeitig auch eine Freundschaft. Aber nur weil sich die Liebe verflüchtigt hat, bedeutet das ja nicht, dass man die Ex nicht mehr mag. Der Sex lief nicht mehr so gut, geschenkt. Aber das gemeinsame Schlapplachen über die Lieblings-Sitcom hat immer noch super funktioniert. Warum soll nicht aus der Partnerin eine gute Freundin werden?

Freunde bleiben? Später vielleicht

Niemand kann von heute auf morgen von Liebe zu Freundschaft übergehen. Verletzte Gefühle und falsche Hoffnungen machen dem oft einen Strich durch die Rechnung. Vor allem für denjenigen, der verlassen wurde. Will derjenige unbedingt eine Freundschaft, kann man davon ausgehen: Da geht es vor allem um Sehnsucht und Verlustängste. Schlägt der Schlussmachende eine Freundschaft vor, dann oft, weil er mit seiner Entscheidung unsicher ist und vielleicht noch einen Fuß in der Tür haben möchte. Alles keine gute Basis für eine wahre Freundschaft.

Diplom-Psychologin Lisa Fischbach weiß, wie wichtig es sein kann, erst einmal auf Abstand zu gehen: „Die mit der Trennung verbundenen Gefühle und Verletzungen müssen vollständig verarbeitet werden, das braucht viel Abstand und Zeit. Nur so kann man sich neu begegnen, ohne dass alte Emotionen wieder aufleben.“

Wer loslässt, kann gewinnen

Ein paar Monate sind vergangen, sie vermissen noch immer die guten Gespräche und Joggingrunden ihrer Ex – mehr aber auch nicht? Das ist eine gute Basis, aber nur, wenn der andere sich keine Hoffnungen mehr macht. „Das herauszufinden gestaltet sich oft sehr schwierig“, weiß Lisa Fischbach, „besonders, wenn der Ex-Partner versucht, seine Gefühle zu verstecken.“

Ein deutlich positives Zeichen: Der Ex-Partner orientiert sich neu oder hat sich sogar schon wieder verliebt. Trotzdem ist zunächst Vorsicht geboten. Ist die Freundschaft noch frisch, sollten Sie Themen wie spannende Flirts und Gefühle für andere Frauen erstmal außen vor lassen. Sprechen Sie darüber lieber mit einem „echten“ Kumpel.

Freunde bleiben – mit neuer Liebe?

Die Freundschaft mit der Ex läuft super und sie verstehen sich bestens. Prima, aber wie findet das wohl Ihre neue Freundin? Mit Sicherheit weniger prickelnd. „Wenn die Ex eine entscheidende Rolle als Vertraute im Leben spielt, kann das eine neue Beziehung belasten. Schließlich muss sich das Neue erst einmal finden“, sagt Lisa Fischbach. Eine sehr präsente Ex, die ständig Raum einnimmt, führt daher oft zu Unsicherheit und Eifersucht. Versetzen Sie sich einfach in die Lage ihrer neuen Freundin. Wollen Sie mit deren Ex-Partner abends mit einem Glas Wein anstoßen? Na also!

Konzentrieren Sie sich lieber auf die neue Frau an ihrer Seite und machen Sie ihr deutlich, dass sie in jeder Hinsicht die erste Geige spielt. Wenn das nicht der Fall ist und Ihnen die Beziehung zur Ex sogar wichtiger ist, sollten Sie sich darüber Gedanken machen. Vielleicht sogar darüber, ob sie nicht zu ihr zurückkehren sollten.

Alles kann, nichts muss

Auch wenn Ihnen eine Freundschaft mit der Ex sehr am Herzen liegt: Erzwingen kann man in dieser Hinsicht nichts. Derjenige, der verletzt wurde, sollte das Tempo bestimmen. Akzeptieren Sie, wenn Ihre Ex Zeit und Abstand braucht und machen Sie nie Druck. Auch wenn zunächst keine Freundschaft entstehen kann – wer weiß, vielleicht sieht das Ganze in eine paar Monaten schon anders aus und sie können über gemeinsame Zeiten freundschaftlich lachen.

Autor: Marlene Burba
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