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Ansprechen

Warum ist der erste Schritt immer noch Männersache?

Darum wollen Frauen angesprochen werden

Ob im Beruf oder in der Partnerschaft: In allen Bereichen wollen Frauen emanzipiert sein. In allen? Nein! Geht es um's Ansprechen, um den ersten Schritt bei einem Flirt, ist das immer noch klar Männersache. Doch warum?

Eine Studie des Flirtportals ElitePartner.de enthüllte, dass jede dritte Singlefrau der Meinung ist, dass der erste Schritt beim Flirten auf jeden Fall Männersache sei. Besonders jüngere Frauen wollen Initiative sehen: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen möchte jede zweite lieber angesprochen werden, als selbst auf einen Mann, der ihr gefällt, zuzugehen. Bei den über 55-jährigen Frauen wollen das nur noch 17 Prozent. Doch warum ist das so? Warum pfeifen viele Frauen auf Emanzipation, wenn's ums Flirten geht?

Die Frau, das rätselhafte Wesen

Warum Frauen auf so gut wie allen Gebieten selbstbestimmt sein wollen, nur beim Flirten nicht, das ist laut Diplom-Psychologin Lisa Fischbach, Single-Coach bei ElitePartner.de, ganz einfach: "Bei der Emanzipation geht es größtenteils um das Erstreiten von Rechten in Bereichen, in denen Frauen benachteiligt sind. Beim Flirten haben Frauen im Vergleich zu Männern in den traditionellen Rollen jedoch den Joker gezogen." Der Vorteil sei, dass die Frauen abwarten und in Ruhe auswählen könnten. Viele würden in dieser Beziehung ganz bewusst die klassische Frauenrolle auskosten. "Das ist doch sehr komfortabel, dem Mann dabei zuzuschauen, wie er sich um sie bemüht", so Fischbach.

Angst vor einem Korb

Neben Bequemlichkeit kommt auch noch Angst dazu. Auffällig: Frauen fürchten sich genau vor dem Gleichen, vor dem es auch den Männern unwohl ist - vor Gesichtsverlust durch einen Korb: "Schließlich zeigt man Interesse und bemüht sich um den anderen. Bleibt das ohne Resonanz, bereut man, sich so deutlich offenbart zu haben", erklärt die Hamburger Diplom-Psychologin.

Zudem hätten viele Frauen die Sorge, durch Eigeninitiative auf Männer zu forsch zu wirken - und so in manchen Männerköpfen das Bild zu erzeugen, leicht zu haben zu sein. Weibliche Offensive kann bei einem bestimmten Typ Mann jedoch durchaus ankommen: Gerade schüchterne Kerle mögen es, wenn Frauen auf sie zugehen. Anders ist das beim Jäger unter den Männern: "Der Mann, der Frauen gerne erobern will, mag es lieber, wenn sie sich rar macht!", so Fischbach. Frauen, die deutlich zeigen, was sie wollen, könnten Männer verunsichern, weil sie ihnen ihre Rolle streitig machen.

Das kommt bei Frauen an

Jetzt wissen wir also, warum Männer beim Ansprechen meist immer noch den ersten Schritt machen müssen. Der Umkehrschluss ist aber leider nicht, dass das schöne Geschlecht jede männliche Flirt-Attacke zu schätzen weiß. Doch was müssen Männer beachten, um bei Frauen einen guten ersten Eindruck zu machen? "Es ist die richtige Mischung aus Interesse, Charme, Humor und Intelligenz, die ankommt", verrät Lisa Fischbach. Sie empfielt ein gutes Selbstmarketing: "Mit seinen Schokoladenseiten beim Flirten zu trumpfen ist richtig!" Aber auch hier ist der Grat schmal: Wer das Motto "Zeig, was du hast" übertreibe, der schlage sein Gegenüber mit der Prahlerei schnell in die Flucht.

Beim Ansprechen gilt: Runter vom Gas!

Doch nicht nur Aufschneiderei kann zum Flirt-Misserfolg führen. Frauen mögen es gar nicht, wenn es zu schnell zu nah wird. "Männer flirten sehr zielorientiert", sagt die Flirt-Expertin, "sie haben oft ein anderes Tempo und beachten nicht die äußerst sensiblen Körpergrenzen von Frauen." Die Folge: Wer zu schnell aufrückt, erntet ziemlich sicher eine gehörige Abfuhr. Auch von anzüglichen Witzen und platten Anmachsprüchen halten Frauen nichts.

Dating-Mechanismen bieten auch Sicherheit

Aha. Also Gasgeben - aber mit angezogener Handbremse. Komplimente machen - aber nicht zu viele. Näher kommen - aber nicht zu nah. Ansprechen und Flirten sind einfach ein hochsensibles Feld für Männer. Und das, wird sich so schnell auch nicht ändern, oder? Lisa Fischbach dazu: "Flirten ist doch bereits gleichberechtigter und flexibler geworden. Es gibt sehr mutige und offene Frauen!" Doch vieles werde auch noch lange erhalten bleiben, weil das Rollenverhalten beim Kennenlernen ganz tief in unserer Geschlechterrolle verankert sei.

Männer, das muss aber nicht nur Nachteile haben: Jahrzehntelang erprobte Dating-Mechanismen bieten auch Orientierung und Sicherheit. "Meldet er sich nach einem Date nicht, ist das ein ziemlich sicheres Zeichen, dass er doch kein Interesse hat", erklärt Fischbach. Umgekehrt sei es genauso: Verschiebt sie ständig Dates unter irgendeinem Vorwand, sei das keine Aufforderung, noch mehr nachzusetzen, sondern es einfach zu lassen. "So einfach ist das", schmunzelt die Diplom-Psychologin. Alles kapiert?

Autor: Angelika Zahn
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