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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Lustlosigkeit im Schlafzimmer: Was hilft dagegen?

Wenn statt Leidenschaft plötzlich Lustlosigkeit im Schlafzimmer herrscht, können Männer sich sicher sein: Sie sind in einer festen Beziehung. Die Angebetete lässt den Mann an ihrer Seite dann nur noch zum Geburtstag ran und statt heißem Sex will sie lieber eine Aspirintablette gegen die Kopfschmerzen. Warum ist das so? Und wie wird jetzt aus Lustlosigkeit wieder Leidenschaft?

Es ist schon merkwürdig: Frischverliebt sind Frauen kaum zu bändigen – sie verzehren sich nach dem Partner mit solch einer Leidenschaft, als handle es sich um die erste Tafel Schokolade nach der Fastenzeit. Ist aber erstmal Alltag in die Beziehung eingekehrt, herrscht im Schlafzimmer plötzlich Lustlosigkeit. Wo zum Beginn die Leidenschaft kochte, brüht sie heute nur noch Schlummertee zum Einschlafen auf. Und Action im Bett bekommt der Hengst von damals nur noch, wenn er die Laken frisch bezieht oder einen Krimi liest.

Aber wer ist eigentlich schuld daran, wenn die Leidenschaft flöten geht und sie keine Lust mehr hat? Der Mann? Die Frau? Der Alltag? Die Liebe? Und viel wichtiger: Wie bekommt man die Leidenschaft wieder zum Kochen?

Die Hormone sind Schuld

Die Lust, Körper aneinander zu reiben, verdanken wir in erster Linie dem Sexualhormon Testosteron. Dumm daran: Männer haben 10- bis 20-mal mehr davon, als Frauen. Einzige Ausnahme: Frischverliebte. Wie der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) meldet, steigert ein Hormon-Cocktail aus Dopamin, Noradrenalin, Cortisol und Testosteron in dieser Zeit das weibliche Verlangen nach Sex und stellt sicher, dass sie nicht nur turteln, sondern auch vögeln will. Nach sechs Monaten lässt die Wirkung des Cocktails allerdings wieder nach und mit ihr zieht dann auch bei Frauen das unstillbare Verlangen von dannen.

Das Hirn ist schuld

Es ist ein Klischee: Männer denken nur mit dem Schwanz. Das ist so allerdings nicht ganz richtig. Vielmehr sollte es heißen: Männer denken nicht, wenn der Schwanz im Einsatz ist. Laut der Wissenschaftlerin Louann Brizendine ("Das männliche Gehirn", Hoffmann und Campe) schaltet sich das männliche Gehirn nämlich ab, wenn sein Besitzer gerade mit dem Penetrieren einer Frau beschäftigt ist.

Damit es soweit kommt, genügt dem männlichen Hirn ein visueller Reiz (= Porno, nackte Frau, etc). Folgt ein physischer Reiz (= Küssen, Berührung unter der Gürtellinie, etc.), führt das Gehirn des Mannes quasi ein Schattendasein. Bei Frauen verhält es sich, wie so oft, natürlich anders. Damit das weibliche Gehirn das Sorgen- und Angstzentrum stumm stellt, muss, laut Brizendine, schon ein kleines Wunder geschehen.

Die Natur ist schuld

Da können Frauen noch so viele BHs verbrennen – für Mutter Natur ist Gleichberechtigung ein Fremdwort. Deshalb stattete sie Männer mit einem stärkeren Geschlechtstrieb aus als Frauen – veranlasste, dass Männer über mehr Testosteron und ein leicht abzuschaltendes Hirn verfügen. Und das nicht ohne Grund. Einen Erklärungsversuch liefern die Autoren Allan und Barbara Pease ("Warum Männer immer Sex wollen und Frauen von der Liebe träumen", Ullstein). Sie sagen, dass zu Neandertalers Zeiten nur wenige Säuglinge überlebten und Männer ihren Samen deshalb möglichst oft und bei vielen verschiedenen Frauen verbreiten mussten, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Frauen leisteten ihren Beitrag, indem sie den Nachwuchs so gut wie möglich versorgten. Um die Qualität der Fürsorge nicht zu gefährden, durfte eine Frau aber nicht zu viele Kinder bekommen.

Lösung: Wer weniger Lust auf Sex hat, wird auch seltener schwanger. Ihre Lustlosigkeit ist also nichts weiter als eine natürliche Form der Verhütung – dass jemand mal die Antibabypille erfinden würde, konnte Mutter Natur ja nicht ahnen.

Der Stress ist schuld

Neben der Natur gibt es noch einen weiteren Spielverderber, der für die Lustlosigkeit vieler Frauen verantwortlich ist: der Stress. Autorin Maria Quinn ("Between Clean Sheets", HarperCollins) beschreibt es so: „Wenn man als Frau ständig auf den Beinen ist und die Leute viel von einem erwarten, wird Sex schlicht zu einer weiteren Verpflichtung. Man hat das Gefühl, man tut es für jemand anderen, nicht für sich selbst. Und so wird man immer verbitterter, erschöpfter, zickiger und wütender über alles, was von einem erwartet wird.“

Wie man Frauen trotzdem rumkriegt

Von Natur aus haben Frauen einen niedrigeren Testosteronspiegel als Männer. Um den in die Höhe zu treiben, gibt es zwar schon Hormonpflaster, die sind derzeit aber noch nicht für jedermann erhältlich. Da hilft nur noch eins: das richtige Timing. Denn auch während dem Eisprung, also an den fruchtbaren Tagen, produzieren Frauen mehr Testosteron, das der weiblichen Libido gehörig einheizt. Wem dieses Zeitfenster noch zu klein ist, muss tiefer in die Trickkiste greifen und dafür sorgen, dass das Gehirn der Angebeteten mal eine Pause macht. Lassen Sie Ihr ein heißes Bad zum Entspannen ein und hören Sie sich die Geschichten über die zickige Arbeitskollegin an. Hat sie sich erstmal alles von der Seele geredet, ist ihr Kopf vermutlich frei, um bei ihrem Anblick auch auf andere Gedanken zu kommen.

Das Autorenpaar Pease hat übrigens noch ein Geheimrezept: Helfen Sie im Haushalt, denn das soll die Lust der Partnerin mehr als alles andere steigern. Zugegeben, Abspülen und Bügeln ist eher was für Weicheier. Die Kosten-Nutzen-Analyse macht trotzdem Sinn: Einmal Geschirr einräumen und dafür die Freundin verräumen, Wäschewaschen und dafür Wäsche vom Körper reißen und einmal Staubsaugen für, ja, Sie wissen schon.....

Sollte allerdings auch das nichts bringen, hilft nur noch eines: Sex verweigern. Hören Sie auf, zu betteln und lassen Sie die Angebetete mal spüren, wie es sich anfühlt, nicht begehrt zu werden. Ihre Lustlosigkeit wird sich dann ganz schnell in Leidenschaft verwandeln. Denn schließlich will jeder das am meisten, was er nicht haben kann!

Autor: Johanna Zimmermann
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