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Keine Lust auf Sex

Wie man gegen Lustmangel vorgeht

Lustlosigkeit muss nicht sein

Keine Lust – für Männer noch immer ein Tabuthema. Während Frauen längst offen darüber reden, Ursachenforschung betreiben und die Probleme angehen, tut sich Mann schwer, Lustlosigkeit überhaupt zuzugeben. Dabei sind nicht wenige Männer davon betroffen – und Gründe dafür gibt es jede Menge. Doch wie kommt man aus dem Teufelskreis von Versagensängsten, Unzufriedenheit und Unlust raus?

Die Liste der Gründe für mangelnde Lust beim Mann ist lang: Seelische Probleme wie Dauerstress, Ängste oder Beziehungsprobleme und soziale Faktoren wie längere Arbeitslosigkeit oder Familienprobleme können die Libido belasten. Auch körperliche Probleme, etwa wie Hormonschwankungen oder neurologische Störung, können die Libido beeinträchtigen. Ganz gleich, warum es an der Lust mangelt – wer unglücklich damit ist, sollte schleunigst dagegen angehen.

Keine Lust auf Sex – kann das geheilt werden?

Die Psychologen Dr. Steffen Fliegel und Dr. Andreas Veith sind sich sicher, dass „unter Berücksichtigung der körperlichen und psychischen Möglichkeiten, des Alters und der Lebensbedingung, Männer grundsätzlich wieder zur Lust und leidenschaftlichen Sex finden“. Wer sich also eingesteht, an Unlust zu leiden und etwas dagegen tun will, der hat gute Vorraussetzungen, wieder neue Begierde zu wecken. Fliegel und Veith betonen in ihrem Buch „Was jeder Mann über Sexualität und sexuelle Probleme wissen will“ allerdings auch, dass die Erwartungen nicht zu hoch sein dürfen.

Eine viele Jahre andauernde Partnerschaft wird auch durch Therapie nie die Kicks und sexuellen Highlights der ersten Wochen wieder erleben, und auch körperliche Einschränkungen, zum Beispiel durchs Alter, setzen immer wieder Grenzen. Doch wer seine Krise zu überwinden versucht, kann seine Sexualität wieder in befriedigende Bahnen lenken.

Wo bekomme ich Hilfe?

Es können Sexualberatungsstellen, Sexualtherapeuten oder auch Psychotherapeuten sein, die bei Lustmangel Hilfestellung leisten. Zunächst kann aber auch die Selbsthilfe ein gutes Mittel sein, die Lustlosigkeit zu überwinden. Wichtig ist, dass eine Veränderung stattfinden muss. Dafür muss klar sein, worauf die Lustlosigkeit basiert.

Zunächst sollte der Hausarzt aufgesucht werden, um Nebenwirkungen von Medikamenten oder Hormonschwankungen als Faktoren für die mangelnde Libido auszuschließen. Sind keine Krankheiten für die Unlust verantwortlich, sollte man sich fragen, was man selbst tun kann: Müssen sexuelles Verhalten und sexuelle Praktiken verändert werden, so dass es für beide Partner befriedigend ist? Sollte man Einstellungen und Gedanken verändern, die einen unter Druck setzen. Zum Beispiel der Glaube daran, dass es nicht okay ist, längere Zeit keinen Sex zu haben? Oder muss eine Veränderung in der Gefühlswelt, in der Partnerschaft oder gar der allgemeinen Lebensbedingung stattfinden, um sexuelle Lust wieder neu zu erleben?

Wenn die Lustlosigkeit in einer Partnerschaft auftritt, ist es außerdem ratsam, die Partnerin mit einzubeziehen. Kommunikation und Offenheit sind hier das A und O, auch wenn man dafür über seinen eigenen Schatten springen muss.

das Partner-Programm

Speziell für Paare, die das Problem mit der Lustlosigkeit gemeinsam angehen wollen, gibt es eine spezielle Therapie: das Sensate-Focus-Programm. Ursprünglich wurde es von Masters und Johnsons entwickelt. Die Psychologen Veith und Fliegel erklären in ihrem Buch, dass dieses Programm Teil einer Paartherapie ist. Neben zahlreichen Übungen wie Massagen, Streicheln und Erregen des Körpers steht hier auch Konfliktbearbeitung von möglichen Beziehungsproblemen auf dem Programm.

Zunächst dient diese Methode dazu, Druck und Angst abzubauen. Das Paar verzichtet anfangs außerdem bis auf Weiteres auf Sex, denn nur so kann der Teufelskreis der Frustration durchbrochen werden. Das Sensate-Focus-Programm kann dabei helfen, neue Erfahrungen zu sammeln, sexuelle Begegnungen neu zu gestalten und zu lernen, wie die Partnerin am besten verwöhnt wird. Ängste werden reduziert, Wünsche können jetzt geäußert werden. Und auch das eigene Körpergefühl wird wieder positiv wahrgenommen. Sencuate Focus Programme werden zum Beispiel im Institut für Energetische Therapie in Berlin angeboten.

Wichtige Erkenntnisse auf dem Weg aus der Lustlosigkeit

Sexuelle Lustlosigkeit hat oftmals einen guten Grund. Daher sollte sich ein Paar den Lustmangel auch mal erlauben und ihn dann mit viel Ruhe, Geduld und Bereitschaft angehen. Ein „Ich habe jetzt keine Lust“ ist kein Tabu und ein Paar sollte das gegenseitig akzeptieren. Es muss auch nicht immer ein konkretes Geben und Nehmen stattfinden. So kann ein Mann seine Partnerin einfach mal verwöhnen, ohne selbst verwöhnt zu werden. Und umgekehrt.

Besonders wichtig ist allerdings: Es muss miteinander gesprochen werden. Nur so können Ängste, aber auch Wünsche, offen auf den Tisch gelegt werden und nur so kann man das Problem Lustlosigkeit angehen. Eine glückliche Sexualität in der Partnerschaft ist außerdem kein Zufallsprodukt. Die bewusste Gestaltung und ein immer wieder neues Beleben kann die Lust nicht nur zurückholen, sondern auch dauerhaft festigen.

Lesen Sie hier, wie Sie die Lust auf Sex wieder entfachen können.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Autor: Marlene Burba
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