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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Liebesgedichte

So schreibt man sie

Für Romantische

Nichts und niemand kommt bei Frauen besser an als ein Mann, der dichten kann. Sie müssen ja nicht gleich die lange Ballade schreiben, auch ein kurzes Liebesgedicht wird Ihre Herzdame verzücken. Es gibt allerdings ein paar Dinge zu beachten!

Kurze Liebesgedichte schwirren zuhauf im Internet herum – leider. Hier ein Beispiel, wie es gar nicht geht: „Sonne, Mond und Sterne, 
ich hab dich ja so gerne, 
ich hab’ dich auch noch lieb,
 wenn es uns nicht mehr gibt.“ Piep, piep, piep, möchte man noch hinterher schieben, damit es besonders abstoßend wird. Selbst Grundschüler können es besser. Dieser Internetfund zeigt, liebe Möchtegern-Poeten: Nicht alles, was sich reimt und worin „Liebe“ vorkommt, lässt Frauen dahin schmelzen. Der Autor beging einige Fehler, die es zu vermeiden gilt.

Steht die Frau überhaupt auf Liebesgedichte?

Zuerst sollte man herausfinden, ob die Angebetete überhaupt auf Ihre lyrischen Ergüsse steht. Sonst wirkt es altbacken, im schlimmsten Fall wird’s peinlich oder lächerlich. Also: Testen Sie Ihre Partnerin. Hat sie in Sachen Liebesbriefe oder -gedichte schon mal etwas verlauten lassen? Wie reagiert Sie generell auf ein bisschen Romantik? Wie auf kurze Botschaften auf Zetteln oder Kärtchen? Vielleicht auch in E-Mails? Für einen kleinen Vorstoß kann man ruhig auch die elektronische Post nutzen.

Was brauche ich?

Was kurzen Liebesgedichten nicht schadet: ein gewisses Talent zum Schreiben, ein ausreichender Wortschatz und die Gabe, sich dahinter zu klemmen und am Stück zu feilen, bis die holprigen Stellen ausgemerzt sind. Doch bevor Sie nun wild entschlossen zum Tintenfüller (digital geschrieben gehört sich selbstredend nicht) greifen, überlegen Sie sich erst, worüber Sie schreiben wollen. Klar, über die Liebe zu einer Frau.

Aber was genau wollen Sie rüberbringen: Wie schön und liebenswert sie ist? Dass sie Ihnen alles bedeutet? Wie Sie sich kennen und lieben gelernt haben? Wie das Leben mit ihr ist? Sie müssen etwas Persönliches zu sagen haben, das von Herzen kommt, sonst wird’s nichts. Wenn Sie sich inspirieren lassen wollen, lesen Sie doch einfach mal ein paar Werke bekannter und weniger bekannter Dichter. Es hilft.

Reimen Sie bei Liebesgedichten lieber nicht

Irrtum eins: Gedichte müssen sich reimen. Irrtum zwei: Gedichte, die sich reimen, sind einfacher. Streichen Sie diese Aussagen. Reimen ist für Geübte, man muss es beherrschen, ansonsten klingt es hölzern, gekünstelt, kindisch oder unangenehm. Außerdem sind viele Reime einfach schon total überstrapaziert: Herz und Schmerz ist so ein Fall – völlig unkreativ! Außerdem ziemlich kitschig. Sollten Sie sich aber dennoch entscheiden zu reimen, tun Sie es bitte nicht im Schema aa bb – langweilig! Seien Sie ein wenig kreativer, etwa mit dem Schweifreim aa b cc b.

Video – Gute Gesprächsthemen fürs erste Date: 

Das Versmaß

Jetzt aber zum wirklich Komplizierten: dem Versmaß. Schon in der Schule plagten wir uns damit herum, wenn wir ein Gedicht interpretieren oder rezitieren mussten. Beim Schreiben wird’s noch schlimmer: Es kommt auf den richtigen Rhythmus an. Silben zählen kann dabei helfen.

Das ist aber noch längst nicht alles: Zum richtigen Rhythmus gesellt sich die richtige Betonung der Wörter. Die Silbenzahl kann stimmen, wenn aber die Adressatin Wörter plötzlich anders betonen muss als bei normaler Aussprache, beginnt das große Holpern, und sie fliegt raus aus dem Gedicht. Um ein richtiges Gespür dafür zu bekommen, hilft wieder: lesen, lesen, lesen, dann selber schreiben, schreiben, schreiben und sich den Text so oft wie möglich selbst laut vortragen.

Vorsicht bei Liebesgedichten aus dem Internet

Wer es sich ganz einfach macht, schreibt ein Liebesgedicht aus dem Internet ab. Aber Vorsicht! Obiges Gedicht zeigt bereits, dass viele nichts taugen. Wer seiner Liebsten eine Freude machen will, ohne selbst zur Feder zu greifen, kann sich natürlich auch bei echten Dichtern bedienen. Vielleicht nicht unbedingt bei denen, die jeder kennt. Probieren Sie die weniger bekannten Stücke auch populärer Autoren. Und vergessen Sie nicht, später drunterzuschreiben, von wem das Werk stammt.

Warum schreiben hauptsächlich Männer Liebesgedichte?

Das Publizieren von Texten war lange Zeit Männersache. Es galt für Frauen bis ins 19. Jahrhundert als unschicklich, Texte zu veröffentlichten. Heimlich schrieben sie allerdings allerhand, nur bekannt wurden sie nicht. Bis ins 20. Jahrhundert hinein waren weibliche Autoren deutlich in der Minderheit. Dass Männer Liebesgedichte schreiben, rührt womöglich auch aus der Tradition des Minnegesangs seit dem Mittelalter. Deshalb erwarten auch heute noch eher Frauen kurze Liebesgedichte von den Männern als umgekehrt.

Video – So bringen Sie Ihre Liebste zum Schweigen: 

Autor: Markus Bauer
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