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Der Madeira

Was ist das Besondere an der Wein-Spezialität?

Was ist das Besondere am Madeira?

Dass Madeira eine hübsche Insel vor Portugal ist, wissen wir. Aber was ist mit dem Getränk? Alles über eine Wein-Spezialität mit besonderer Geschichte

Wer schon mal einen Madeira probiert hat, kennt diesen besonderen süß-säuerlichen Geschmack mit einer Karamellnote. Und wird sich vielleicht erinnern, dass ihm der Tropfen aus steinalten Flaschen kredenzt wurde. Denn Madeira ist eine der alterungsbeständigsten Weinsorten überhaupt.

Die lange Schiffsreise machte es aus beim Madeira

Ein Grund dafür ist, dass Madeira – genau wie Portwein – aufgespritet wird. In den Zeiten, als man Weine noch nicht schwefelte und noch keine sauberen Hefekulturen zur Verfügung standen, gossen die alten Portugiesen einfach Weinbrand in den fast fertigen Wein: Die Gärung wird so gestoppt und der Restzucker erhalten, außerdem hatten Keime in dem hochprozentigen Wein keine Chance. Ideal also, um ihn auf langen Schiffsreisen zu transportieren.

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Madeira galt eigentlich nicht als wertvoller Wein

Der Sage nach soll einst auf langen Passagen bevorzugt Madeira-Weine – als Proviant und Schutz vor Skorbut dank dem Vitamingehalt – eingepackt worden sein. Denn Madeira-Wein konnte wegen der atlantischen Winde und Regenfälle nie richtig ausreifen und galt eigentlich als eher minderwertig. Außerdem lag die Insel auf dem Weg nach Westen und war die wichtigste Station, um neue Vorräte einzulagern. Und plötzlich stellten die Matrosen irgendwann fest, dass nach der Überquerung des Äquators der Wein wunderbar weich und schmackhaft geworden war. Schuld war die konstante Hitze im Schiffsbauch: Eine Behandlung, die normale Weine schlecht wegstecken.

Shakespeare hat ihn verewigt

Heute karrt man Madeira jedoch nicht mehr über den Atlantik, um diesen Effekt zu erzielen. Der Wein wird etwa drei Monate lang bei rund 45 Grad – entweder auf Öfen oder unter den heißen Dächern – erhitzt. Danach folgt die Lagerung im Eichenfass: So entsteht der typische Karamellgeschmack. Die Rebsorten – in unseren Breiten so unbekannte wie Malmsey, Bual, Tinta Negra Mole oder Sercial – werden auf den Flaschen heute übrigens nicht mehr angegeben.

Viel wichtiger ist sein Geschmacktyp (dry, medium oder rich) und natürlich das Alter: je mehr Jahre, umso besser. Ein Vintage etwa kommt erst nach 20 Jahren Lagerung aus dem Keller. Und der hält dann auch fast ewig: Selbst wenn eine Flasche Vintage bereits geöffnet ist, ist sie über Monate oder sogar Jahre genießbar. Verewigt hat den Tropfen übrigens kein Geringerer als William Shakespeare: Den Falstaff ließ der Poet in "Heinrich IV." seine Seele für einen Becher Wein verkaufen – und zwar Madeira.

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